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Aindling

14.05.2020

Alle Aindlinger Bürgermeister kommen aus der CSU

Die sechs neuen Mitglieder des Marktgemeinderats Aindling werden vereidigt. Im Hintergrund Bürgermeisterin Gertrud Hitzler.
Bild: Evelin Grauer

Plus Bei der ersten Sitzung des neuen Aindlinger Gemeinderates scheitert der Bürgerwille-Vorsitzende Bernd Aichele an Drittem Bürgermeister Josef Gamperl.

Gertrud Hitzler hat ihre erste Gemeinderatssitzung als Aindlinger Bürgermeisterin mit einem Zitat von Henry Ford begonnen. Es lautet: „Zusammenkommen ist ein Beginn, zusammenbleiben ist ein Fortschritt, zusammenarbeiten ist ein Erfolg.“ Eine weiterhin erfolgreiche Zusammenarbeit versprach auch die Opposition, obwohl die CSU/FWG-Fraktion sich alle drei Bürgermeisterposten sicherte.

Bürgermeisterin Gertrud Hitzler wird damit in ihrer ersten Amtszeit von Zweitem Bürgermeister Walter Pasker und Drittem Bürgermeister Josef Gamperl vertreten. Der kommunalpolitisch sehr erfahrene ehemalige CSU-Ortsvorsitzende Pasker erhielt bei der Abstimmung 15 der 17 Stimmen. Gamperl, der auch in der vorherigen Legislaturperiode dritter Bürgermeister war, musste sich mit zehn der 17 Stimmen begnügen – allesamt aus den Reihen von CSU und Freier Wählergemeinschaft (FWG).

Aindlings Opposition stimmt für Bernd Aichele

Die gesamte Opposition stimmte für Bernd Aichele vom Bürgerwillen. Karl Gamperl hatte den Vorsitzenden seiner Fraktion vorgeschlagen. Er warb dafür, mit Aicheles Wahl ein Zeichen zu setzen und damit auch den fairen Wahlkampf und die gute Zusammenarbeit der vergangenen Jahre zu würdigen. Karl Gamperl hätte sich auch den FWG-Vorsitzenden Michael Balleis oder das mit 30 Ratsjahren dienstälteste CSU-Mitglied, Isidor Held, als Stellvertreter vorstellen können, aber beide lehnten Gamperls Anfrage ab. „Meine Lebensplanung sieht das nicht mehr vor“, betonte Held.

 

Aichele erklärte auf Nachfrage unserer Zeitung, dass er mit diesem Ergebnis gerechnet habe und daher nicht enttäuscht sei. Die gute Zusammenarbeit werde selbstverständlich fortgesetzt. Bürgermeisterin Hitzler berief sich gegenüber unserer Zeitung auf die eindeutigen Kräfteverhältnisse im Rat und die Tatsache, dass in den vergangenen drei Amtsperioden stets alle drei Bürgermeister aus ihrer Fraktion kamen. Zudem habe sie sich einen Stellvertreter gewünscht, auf den sie sich blind verlassen könne, und dafür kenne sie Aichele zu wenig.

Alle drei Aindlinger Bürgermeister können Ehen schließen

In nicht öffentlicher Sitzung bestätigte das Gremium die bisher geltenden monatlichen Aufwandsentschädigungen für die drei Bürgermeister. Demnach erhält Hitzler knapp 600 Euro, Pasker rund 520 Euro und Gamperl knapp 300 Euro. Einigkeit herrschte zudem darüber, dass alle drei Bürgermeister zu Eheschließungsstandesbeamten bestellt werden sollen, um sich die anfallenden Termine aufteilen zu können.

 

Die meiste Zeit der dreistündigen öffentlichen Sitzung nahm der Erlass der Geschäftsordnung ein. Verwaltungschef Walter Krenz erläuterte die Neuerungen. Unter anderem wurden Geldbeträge auf Empfehlung des Gemeindetags nach oben korrigiert. So kann die Bürgermeisterin künftig über bewilligte Haushaltsmittel von 20.000 Euro verfügen. Bisher waren es 7000 Euro. Neu in der Geschäftsordnung ist die Definition eines Notfallausschusses. In ähnlichen Fällen wie der Corona-Krise mit Versammlungsverboten soll künftig der Haupt- und Finanzausschuss den Gemeinderat ersetzen.

Zu Beginn der Sitzung wurden mit Sebastian Balleis, Bernhard Büchele, Johannes Degendorfer, Dominik Höger, Ulrike Schmid und Michael Schoder sechs neue Räte vereidigt.

Lesen Sie dazu auch unseren Kommentar: Chance für den Aindlinger Gemeinderat vergeben

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