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Aichach-Friedberg

14.04.2020

Corona: Zahl der Todesfälle in Aichach-Friedberg steigt auf 15

Am alten Krankenhaus in Aichach öffnet ab Mittwoch eine „Fieberpraxis“ für Patienten mit Infekten. Das Foto ist vor Eröffnung des neuen Krankenhauses entstanden.
Bild: Gerlinde Drexler (Archivfoto)

Seit Donnerstag sind sieben Menschen gestorben, die mit dem Virus infiziert waren. Für Patienten mit Infekten öffnen "Fieberpraxen" in Aichach und Friedberg.

Über die Osterfeiertage ist die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, von acht (Stand Gründonnerstag) auf 15 Menschen gestiegen. Bei zwölf von ihnen handelte es sich um Bewohner des AWO-Seniorenheims. Das teilte das Landratsamt Aichach-Friedberg am Dienstag mit. Aktuell sind dem Gesundheitsamt 94 an Covid-19 erkrankte Menschen bekannt.

Seit Beginn der Pandemie wurden im Wittelsbacher Land 237 Personen positiv getestet. Davon sind 128 bereits wieder gesund und aus der Quarantäne entlassen, so Wolfgang Müller, Pressesprecher des Landratsamtes. In den Kliniken an der Paar werden derzeit 17 Patienten mit Covid-19 stationär behandelt, davon fünf auf der Intensivstation, vier werden beatmet.

Im AWO-Heim in Aichach ist mittlerweile bei insgesamt 25 Bewohnern eine Covid-19-Erkrankung festgestellt worden. „Zwölf davon sind leider verstorben“, heißt es in der Pressemitteilung.

Neue Anlaufstelle für Patienten mit Infekten

Patienten mit Infekten, die bislang keine Arztpraxen aufsuchen sollten, bekommen neue Anlaufstellen. Wie berichtet, richtet der Landkreis in Aichach und in Friedberg „Fieberpraxen“ ein. Beide nehmen in dieser Woche ihren Betrieb auf, die in Aichach schon am Mittwoch. Dort kann sich ohne vorherige Anmeldung jeder untersuchen und behandeln lassen, bei dem sich der Verdacht auf eine Corona-Infektion nicht ausschließen lässt, auch Corona positiv getestete Personen, heißt es in der Pressemitteilung.

 

Der Versorgungsarzt für den Landkreis, Dr. Andreas Ullmann, hat für beide Praxen den Betrieb organisiert. „Der Vorteil ist, dass alle Patienten, die an Infekten erkrankt sind, wieder besser untersucht und behandelt werden können“, sagt Ullmann. „Das bisherige Gebot, mit Infekten möglichst keine Arztpraxis aufzusuchen, gilt für die Fieberpraxen nicht. Denn genau dafür sind sie da.“ Besetzt werden die Praxen durch niedergelassene Ärzte der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB).

In Aichach im alten Krankenhaus, in Friedberg im Gehörlosenzentrum

Die eine der beiden Praxen öffnet ab Mittwoch, 15. April, am alten Krankenhaus in Aichach. Dort, wo früher die Chefärzte für Innere Medizin ihre Sprechstunden abgehalten haben, sind ein Untersuchungsraum und ein Wartezimmer eingerichtet. Vom Eingang des alten Krankenhauses (Krankenhausstraße 11) aus ist die Fieberpraxis bestens ausgeschildert.

Die Fieberpraxis für den südlichen Landkreis öffnet am Donnerstag in Friedberg, in den Räumen des Gehörlosenzentrums (Oskar-von-Miller-Straße 41). Die Öffnungszeiten für beide Praxen sind für den Anfang: Montag bis Freitag 9 bis 12 Uhr und Montag, Dienstag, Donnerstag 14 bis 17 Uhr. Je nach Nachfrage könnten diese angepasst werden.

 

Das Corona-Bürgertelefon am Landratsamt (Telefon 08251 92-444) wurde laut Wolfgang Müller über das Osterwochenende nur mäßig beansprucht. Zwischen fünf (am Ostermontag) und 20 (am Karsamstag) Anrufen gingen pro Tag ein. Beantwortet wurden dabei vor allem Anfragen zur Quarantäne, zu den Ausgangsbeschränkungen oder zum Verhalten bei Verdacht auf eine Covid-19-Erkrankung.

Auch am Ostermontag setzte die Polizei die Kontrollen der Ausgangsbeschränkungen fort. Im Landkreis Aichach-Friedberg gab es laut Polizei lediglich eine Beanstandung. (AZ)

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