Newsticker
RKI meldet 12.257 Neuinfektionen und 349 Todesfälle
  1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Das Kühbacher Rathaus ist Karl-Heinz Kerschers neues Zuhause geworden

Kühbach

24.08.2020

Das Kühbacher Rathaus ist Karl-Heinz Kerschers neues Zuhause geworden

Mehrmals täglich ist Kühbachs Bürgermeister Karl-Heinz Kerscher auf der Baustelle am Rathaus zu finden. In den Anbau kommen der Sitzungssaal sowie drei zusätzliche Büros.
Bild: Gerlinde Drexler

Plus Bürgermeister Karl-Heinz Kerscher bringt in Kühbach seine Ideen von der Zukunft voran. Die neue Tätigkeit ist vor allem in einem Punkt eine große Veränderung.

100 Tage Schonfrist wird Entscheidern in der Regel eingeräumt, um sich mit ihrer neuen Aufgabe im Amt vertraut zu machen. Das Coronavirus hat den zehn neuen Bürgermeistern im Landkreisnorden allerdings nicht so viel Zeit gelassen. Kurz nach den Kommunalwahlen im März mussten sie ihre Gemeinden schnell und sicher durch die Coronakrise lenken. Nach gut drei Monaten ziehen sie nun eine erste Bilanz.

Das Wort Visionen mag Karl-Heinz Kerscher gar nicht. Der Kühbacher Bürgermeister spricht lieber von Zukunftsperspektiven. Und von denen hat er einige für seine Gemeinde. Nach rund drei Monaten im Amt sagt er: „Ich bin angekommen.“ Das Rathaus sei innerhalb der kurzen Zeit für ihn ein Zuhause geworden. „Ich fühle mich wohl.“ Der neue Job als Rathauschef bedeutet für den 48-Jährigen vor allem in einem bestimmten Punkt eine große Veränderung.

Die Bauarbeiten für den Anbau am Rathaus sind in vollem Gang. Mindestens zwei bis drei Mal täglich schaue er auf der Baustelle vorbei, erzählt Kerscher. Im Erdgeschoss wird der neue Sitzungssaal sein, im Obergeschoss, das über einen Aufzug zu erreichen ist, erhält die Verwaltung drei neue Büros. Mit bisher elf Mitarbeitern sei die Verwaltung sehr straff organisiert, so der Bürgermeister. „Es wird mit Sicherheit die eine oder andere Personalie noch dazukommen.“

Im Pfarrer-Knaus-Heim in Kühbach wird sich viel tun

Kerscher sagt von sich selbst, er sei jemand, der nach vorne schaue. Dazu passt seine folgende Aussage: „Die nächsten Jahre werden wir sehr viel gestalten dürfen.“ Da ist zunächst einmal der Anbau ans Rathaus. Wenn der in etwa einem Jahr abgeschlossen ist, geht es mit der Sanierung des alten Rathauses weiter. Ob die Büros dann stockwerkeweise oder gleich komplett ausgelagert werden, ist noch offen. Im Pfarrer-Knaus-Heim „wird sich demnächst viel tun“, kündigt Kerscher an. Der Verein, in dem er stellvertretender Vorsitzender ist, will das Gebäude modernisieren, die Pflegeplätze aufstocken und die Tagespflege erweitern. Der Bürgermeister sagt: „Der Heimleiter hat Zukunftsperspektiven, die sehr gut sind.“

Voraussichtlich nach den Sommerferien beginnen die Kanalbauarbeiten am Marktplatz. Dabei wird auch der Kanal in der Pfarrstraße bis über die Kuppe erneuert. „Das wird schon eine Aktion werden“, ist sich der Bürgermeister bewusst.

Voll im Zeitplan ist die Kläranlage des Zweckverbandes Paartal. Die Ortsteile Unterbernbach, Paar und Haslangkreit „sind schon mit der Leitung drauf“, sagt Kerscher. Auch Inchenhofen ist inzwischen angeschlossen. Mitte bis Ende September wird der Hauptort Kühbach folgen. „Je nachdem, wie schnell die Druckleitung fertig wird.“

Buergerrecherche

Neues gibt es auch von der Maxigruppe. Die zieht gerade aus den Räumen des alten Feuerwehrhauses aus in ihr neues Domizil im Kindergarten. Wann die Maxigruppe wieder öffnen wird, kann Kerscher noch nicht sagen. Angesichts der Corona-Situation gilt: „Wenn die Schule losgeht, werden wir auch mit der Maxigruppe starten.“

Für seinen Vorgänger hat Kerscher viel Lob

Hört man dem Bürgermeister zu, wie er die aktuellen Themen abspult, hat man den Eindruck, dass er schon länger als drei Monate im Amt ist. Der 48-Jährige lobt seinen Vorgänger, Johann Lotterschmid. „Er hat mich sehr gut eingearbeitet.“ Trotzdem musste sich Kerscher erst in vieles einlesen, zum Beispiel wie die ganzen Ansprechpartner bei den aktuellen Baustellen in der Gemeinde heißen oder wie sich das Behördendeutsch in Amtsschreiben „übersetzen“ lässt.

Das Thema Digitalisierung ist dem Bürgermeister wichtig. Bis spätestens Mitte nächsten Jahres soll etwa eine Bürger-App als Informationsplattform für die Kühbacher starten. Auch Kerscher selbst ist digital gut vernetzt. Sein Notizblock ist im Tablet, den Terminkalender führt er elektronisch, telefoniert wird über ein Headset.

Technik, die er auch schon während seiner Zeit als Außendienstler verwendet hat. Während er da fast täglich einige Hundert Kilometer mit dem Auto fuhr, ist Kerscher jetzt komplett auf das Fahrrad umgestiegen. Dafür konnte er sich vorher überhaupt nicht begeistern. „Ich fahre jetzt auch am Wochenende, wenn es die Zeit erlaubt.“

Lesen Sie auch:

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren