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Aichach-Friedberg

14.12.2020

Digitalisierung: 1,6 Millionen Euro für die Landkreis-Schulen

Corona machte deutlich: Ohne Digitalisierung geht es an den Schulen nicht mehr.
Bild: Stratenschulte, dpa (Symbolbild)

Plus Der Landkreis bekommt bis zu 90 Prozent Zuschuss für die Digitalisierung der Schulen im Wittelsbacher Land. Er investiert aber auch in das „analoge“ Lernen.

Landkreispolitiker haben bei Bildungsinhalten und Lehrerpersonal nichts mitzureden, sind aber für Bau, Unterhalt und Ausstattung der eigenen Schulen zuständig. Noch in diesem Jahr beschafft der Landkreis die vom Staat hoch geförderten rund 400 CO2-Sensoren für alle Klassenräume und 50 mobile Luftreiniger für insgesamt rund 250.000 Euro für den Infektionsschutz (wir berichteten). Im nächsten Jahr sind insgesamt rund 1,6 Millionen Euro für die Digitalisierung der Schulen vorgesehen, und auch hier kann das Wittelsbacher Land zum Großteil mit hohen Förderquoten von 90 Prozent rechnen.

Die Schulen im Wittelsbacher Land brauchen schnelle Internetanschlüsse

Das gilt für das Förderprogramm „Digitalpaket Schule“, umfasst heuer allein 1,3 Millionen und insgesamt Ausgaben von 3,2 Millionen Euro für die kreiseigenen Schulen von Förderschule bis Gymnasium für die drei Jahre von 2020 bis 2022. Dieses Geld fließt zum einen in schnelle Breitbandanschlüsse und den WLAN-Ausbau, zum anderen in sogenannte digitale Klassenzimmer, also Tablets und andere IT-Endgeräte. Dazu kommen IT-Ersatzbeschaffungen und Ausgaben für EDV-Wartung. Die zusammen 1,6 Millionen für Informationstechnologie sind auch der Löwenanteil des Ausstattungsbudgets für die Schulen von rund 2,4 Millionen Euro.

Der Kreis ist zuständig für vier Realschulen, drei Gymnasien, zwei Förder- und zwei Berufsschulen, die Berufliche Oberschule Friedberg, die Wirtschaftsschule Pöttmes sowie für die Berufsfachschulen. Zusammen werden dort derzeit rund 7500 Schüler unterrichtet. Im Zuge der Etatberatungen stellte Walter Schenkl, Sachgebietsleiter Gebäudewirtschaft, die Planungen im Bildungsausschuss vor.

Für die mögliche Technikerschule ist schon Geld eingeplant

Der Kreis gibt im nächsten Jahr dazu über 870.000 Euro für neue Ausstattungen für das „analoge“ Lernen in seinen Schulen aus. Das ist deutlich mehr als 2020 mit 510.000 Euro. Grund: Anschaffungen für eine mögliche Außenstelle einer Schule für Maschinenbautechniker an der Berufsschule in Friedberg. Ob die Schule kommt, ist derzeit noch offen. Es sind aber schon mal 410.000 Euro im Etat eingestellt.

Die Fachräume für eine solche Technikerschule sind sehr kostenintensiv. Dazu kommen Neuausstattungen der Lehrerzimmer an den Berufsschulen in Aichach und Friedberg und der Realschule Friedberg sowie mehrerer Klassenzimmer an verschiedenen Schulen für insgesamt 120.000 Euro, sowie eine Hebebühne (75.000 Euro) und ein Kantenanleimer (40.000 Euro) für die Werkstätten der Berufsschule in Aichach.

Die Schreiner brauchen eine CNC-Maschine

Noch in diesem Jahr haben Bildungs- und Kreisausschuss die Ersatz-Beschaffung einer CNC-Maschine für die Schreinerausbildung an der Aichacher Schule beschlossen. Für das Altgerät war kein Software-Update mehr möglich. Die Maschine sei für den Schulbetrieb nicht mehr nutzbar gewesen, so die Gebäudewirtschaft in ihre Sitzungsvorlage. Die neue Maschine kostet rund 220.000 Euro. Aber auch diese Investition wird zu 90 Prozent durch das Förderprogramm „Digitalpakt Schule“ gefördert.

Die kreiseigenen Schulen bekommen zu den größeren Ausstattungen weitere Budgets, zugeteilt nach Klassen- und Schülerzahl, für Betrieb (rund 790.000 Euro), Lernmittel (rund 320.000 Euro), über die sie selber verfügen können. Dazu kommen weitere Lehrmittelausstattungen (rund 170.000 Euro).

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