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Handel in Aichach

29.12.2016

Es gibt Neues für Hunde und Hungrige

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7 Bilder
Im Aichacher Hunde- und Katzensalon werden die Tiere unter anderem gebadet und geschoren. Hier sitzen Sabine Stafflers eigene Hunde Probe, von links Zwergpudel Luna und die Chihuahuas Ronja und Forrest.
Bild: Evelin Grauer

Im Zentrum hat ein indisches Restaurant eröffnet, bald folgt ein Tiersalon. Zwei Traditionshäuser in der Unteren Vorstadt schließen, ein drittes am Danhauserplatz wird vom Konkurrenten erhalten

Aichach In der Aichacher Geschäftswelt tut sich etwas. Drei traditionsreiche Läden schließen oder haben bereits geschlossen. Dafür öffnen an anderer Stelle neue Geschäfte ihre Türen. Hier ein kleiner, nicht vollständiger Überblick über die jüngsten Wechsel in der Aichacher Innenstadt.

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Spielwaren Neuß In dem Geschäft an der Gerhauserstraße läuft derzeit der Ausverkauf. Bis März wird Inhaber Albert Neuß vermutlich noch im Laden stehen, danach ist Schluss. Er hat das Haus und den Laden verkauft. Für das Aus des traditionsreichen Spielwarenladens gibt der 63-Jährige gesundheitliche Probleme an, aber auch die Konkurrenz durch das Internet und das Fehlen eines Nachfolgers. Generell sei das Geschäft seit Einführung des Euros schlechter gelaufen, so Neuß. Seit 1905 gibt es das Geschäft an der Neubauer-Kreuzung in der Unteren Vorstadt: Zuerst wurden hier Fahrräder und motorisierte Zweiräder, danach Nähmaschinen und ab den 1950er-Jahren Spielwaren verkauft.

Nähmaschinen Wilhelm Seit Weihnachten gibt es an der Gerhauser- straße gegenüber von Spielwaren Neuß keine Nähmaschinen, Stoffe oder Kurzwaren mehr. Raphael Wilhelm hat seinen Laden geschlossen. Dabei konnte sich der 66-Jährige nicht über zu wenig Kundschaft beklagen: Nähen ist wieder in. Auch deshalb will sich Wilhelm auf seinen Laden in Augsburg konzentrieren. Dieser zieht zum 1. Juni um und ist dann nicht mehr an der Jakoberstraße in Augsburg, sondern in größeren Räumlichkeiten an der Donauwörther Straße zu finden. Laut Wilhelm zieht in seinen alten Laden in Aichach ein Stoff- und Kurzwarenhändler aus Dachau ein.

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Orthopädie Fottner Orthopädie-Schuhmacher Josef Fottner geht am morgigen Freitag in Rente. Seit 35 Jahren hat er seinen Kunden am Danhauserplatz vor allem Einlagen und orthopädische Schuhe verkauft. Die Kunden werden hier aber auch in Zukunft fündig, denn Fottner hat das Haus und den Laden an seinen Aichacher Konkurrenten Stefan Müller verkauft. Dieser zieht laut Fottner nach einem kurzen Umbau von der Werlbergerstraße an den Danhauserplatz. Der bald 63-jährige Fottner freut sich, dass der Standort erhalten bleibt und er sich nicht mehr mit den Vorgaben der Krankenkassen herumärgern muss.

Hunde- und Katzensalon Sabine Staffler eröffnet im Januar an der Bauerntanzgasse den Aichacher Hunde- und Katzensalon. Die Tiere werden von der 43-Jährigen unter anderem gebadet und geschoren. Auch Haare- schneiden, Krallenkürzen und Ohrenzupfen gehören zum Angebot. Die gelernte Versicherungskauffrau führte nach eigenen Angaben 15 Jahre lang einen Hundesalon in Egenburg (Pfaffenhofen an der Glonn) und zieht jetzt nach Aichach um. Laut Staffler helfe das Scheren den Tieren auch, besser mit dem „dauernden Wechsel des Klimas“ klarzukommen. Kunden sollten vorab telefonisch einen Termin vereinbaren.

Gemälde-GalerieDie Galerie, die zuvor in den Räumen des Hundesalons zu finden war, ist in die Sudetenstraße umgezogen. Nach Auskunft des Betreibers werden dort etwa 30 Bilder angeboten, zumeist Repliken, also Nachbildungen eines Kunstwerks durch den Künstler. Das Kindergeschäft Klabautermann, das zuvor in dem Gebäude untergebracht war, hat geschlossen.

Indisches Restaurant Die Münchnerin Harpreet Kaur hat an der Steubstraße – im ehemaligen China-Restaurant Pavillon – ein indisches Restaurant eröffnet. Auf der Karte des Desi Zaika stehen viele Geflügel- und Lamm-, aber auch Fischgerichte und vegetarische Speisen, etwa gefüllte Aubergine in Tomaten-Mandelsoße. Das Restaurant hat täglich mittags und abends geöffnet. Die Speisen gibt es auch zum Mitnehmen.

Leerstände im Zentrum Trotz aller Aktivitäten sind auch einige leere Schaufenster in der Innenstadt zu sehen, so auch im Anwesen Steubstraße 7. Das „Archiv“, in dem zuvor gebrauchte Mode für Frauen verkauft wurde, ist ausgezogen. Laut Hauseigentümer Vinko Sebalj gibt es zwar viele Interessenten, aber bisher sei nicht die passende Idee für den Laden dabei gewesen.

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