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  3. Prozess: Gefangene teilt in Aichach mit Vorhangstange aus

Prozess
02.07.2019

Gefangene teilt in Aichach mit Vorhangstange aus

Eine Gefangene ist im Mai 2018 in der Krankenstation der JVA Aichach ausgerastet. Jetzt musste sie sich vor dem Aichacher Schöffengericht verantworten.
Foto: Ulrich Wagner (Archiv)

Eine 40-Jährige rastet in der Krankenstation der JVA Aichach aus, weil sie nicht telefonieren darf. Das hat schwerwiegende Folgen für sie.

Sie durfte nicht telefonieren und rastete komplett aus: Eine Gefangene der Justizvollzugsanstalt (JVA) Aichach verbarrikadierte sich auf der Krankenstation und ging mit einer Eisenstange auf Bedienstete los. Die hatten Mühe, sie zu bändigen. Wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Körperverletzung und tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte stand die 40-Jährige gestern vor dem Schöffengericht am Aichacher Amtsgericht. Die Frau entschuldigte sich unter Tränen.

Die Frau saß in Untersuchungshaft in der JVA Aichach

Der Ausraster hat eine Vorgeschichte. Die 40-Jährige saß seit rund zwei Monaten in der JVA Aichach in Untersuchungshaft. Es ging um unerlaubten Handel und Besitz von Drogen in nicht unerheblicher Menge. Die Wissenschaftlerin war nach einer Fußverletzung drei Jahre zuvor heroinsüchtig geworden und handelte auch mit den Drogen. Während der U-Haft musste sie mehrmals wegen gesundheitlicher Probleme in die Notaufnahme am Aichacher Krankenhaus gebracht werden. Einen Tag vor jenem Vorfall im Mai vergangenen Jahres war die heute 40-Jährige dort operiert worden und lag deshalb auf der Krankenstation der JVA.

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