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Aichach

25.07.2020

Kommt Aichach mit einem leicht blauen Auge durch die Corona-Krise?

Allein bei der Gewerbesteuer erwartet Aichach wegen der Corona-Krise ein Minus von 2,5 Millionen Euro.
Bild: Tatjana Balzer, stock.adobe.com (Symbol)

Plus Aichach fehlen wegen der Corona-Krise allein bei der Gewerbesteuer rund 2,5 Millionen Euro. Hoffnung macht der Stadt aber ein Rettungsschirm für Kommunen.

Die Corona-Krise führt bei der Stadt Aichach zu erheblichen Einnahmeausfällen. Das bestätigte der Halbjahresbericht zum Haushalt, den Wolfgang Ostermair von der Finanzverwaltung im Aichacher Stadtrat erstattete. Allein bei der Gewerbesteuer geht die Stadt derzeit von einem Ausfall von 2,5 Millionen Euro in diesem Jahr aus. 9,8 Millionen Euro wären eingeplant. Hoffnung macht der Stadt aber der Rettungsschirm für Kommunen.

Wie Wolfgang Ostermair erläuterte, liegen die Gewerbesteuereinnahmen bislang mit 3,5 Millionen Euro (36 Prozent) deutlich niedriger als im Jahr 2019, wo zu diesem Zeitpunkt gut die Hälfte der geplanten Einnahmen eingegangen war. Bei der Einkommenssteuer liegt die Stadt derzeit noch im Plan, allerdings liegen erst die Zahlen für das erste Quartal vor. Für das zweite Quartal erwartet Ostermair einen Einbruch von 500.000 Euro.

Es bleibt abzuwarten, ob das auch im dritten und vierten Quartal so kommt, so Ostermair. Einnahmeausfälle gibt es aber quer durch den Haushalt. Ostermair nannte exemplarisch die Kindertagesstätten, das Freibad und die Veranstaltungen.

Aichacher Haushalt: Vier Millionen Euro Ausgaben ohne neue Projekte

Bei den Ausgaben hat sich Corona bislang nicht stark bemerkbar gemacht. Im Vermögenshaushalt sind, obwohl nichts Neues in Angriff genommen wurde, bis jetzt schon vier Millionen Euro Ausgaben angefallen. Das liegt laut Ostermair an den laufenden Projekten wie zum Beispiel dem Hochwasserschutz, dem Kanalbau in Mauerbach, den Wasserleitungsarbeiten in der Blumenthaler Straße in Klingen, dem Straßenbau in der Garten- und der Steidlestraße und der Krippe Sonnenschein. Um liquide zu sein, hat die Stadt schon Kassenkredite in Höhe von drei Millionen Euro in Anspruch genommen.

Was die weitere Entwicklung angeht, hofft Ostermair auf mehr Klarheit bis September. Dann soll es auch um den Nachtragshaushalt gehen – falls er nötig ist. Bürgermeister Klaus Habermann berichtete von einem Spitzengespräch zum Rettungsschirm für die Kommunen am Mittwoch. Bei der dort besprochenen Berechnung „wäre das eine weitgehende Abdeckung unserer Ausfälle“, so Habermann.

Sollte der Topf ausreichen, wäre sogar ein Ausgleich für die Einkommenssteuer möglich. Heute noch nicht abzusehen sei, wie sich die Jahre 2021 und 2022 entwickeln und wie es nach den Sommerferien oder einer möglichen zweiten Welle aussieht. „Weitere Vorsicht ist angesagt“, sagte er. „Aus 2020 könnten wir mit einem leicht blauen Auge rauskommen.“

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