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Ausstellung

08.02.2014

Kunst, die vom Stapel läuft

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2 Bilder
Mit sehr reduzierten Farbflächen hat sie bei diesem Werk gearbeitet.

Rita Höfler aus Dasing präsentiert im Krankenhaus in Aichach ihre Werke unter dem Motto „Farbe – ein Stoff, aus dem die Träume sind“. Insgesamt sind 50 Arbeiten ausgestellt. Laudator war ihr Schulfreund – Landrat Knauer

Aichach Sie probiert gerne Neues aus und entdeckt die Wirkung verschiedener Ausdruckstechniken. Unter dem Titel „Farbe – ein Stoff, aus dem die Träume sind“ zeigt Rita Höfler im Aichacher Krankenhaus farbenfrohe Träume. Laudator war bei der Vernissage am Mittwoch Landrat Christian Knauer, ein Schulkamerad der 60-jährigen Künstlerin.

Es sind mehr als 50 Arbeiten, die im Anbau, dem Treppenhaus oder der Cafeteria des Krankenhauses hängen. „Je nach Temperament, Spontanität, Lust und Laune gestalte ich teils ganz farbintensive, teils auch verfremdet reduzierte Farbflächen“, beschreibt Höfler die Entstehung ihrer Werke. Mal führt sie dabei mutig einen spontanen Pinsel- oder Bleistiftstrich, dann wieder ist sie sehr diszipliniert in Form, Farbe und Strich. Neben verschiedenen Maltechniken arbeitet die Dasinger Künstlerin mit einer reduzierten Farbpalette und Pigmenten, die sie beimischt. „Um die Bildaussage zu steigern, experimentiere ich auch gerne mit verschiedenen Malmitteln“, erzählt Höfler.

Mit Holz und Sand gearbeitet

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In ihrer aktuellen Ausstellung zeigt sie überwiegend Bilder, die in Acryltechnik gearbeitet sind. Die Künstlerin hat auf Papier, Leinwand oder Holz gemalt. Teilweise hat sie die Kunstwerke mit Zusätzen wie Sand oder Schriften, die sie mithilfe von Schablonen angefertigt hat, als Collagen gearbeitet. „Jede Vernissage ist wie der Stapellauf eines Schiffes“, beschreibt sie den Moment, wenn ihre Arbeiten die Werkstatt verlassen und öffentlich gezeigt werden. Jedes Bild zeigt in seiner Farbkomposition auch eine „innere Landschaft des Sehens“ von Höfler, die sich selbst als visueller Lernmensch beschreibt. Die Bilder würden ihre Sichtweise der Umwelt, ihr Stilempfinden und ihr Erleben der originären Landschaften, beeinflusst von Klima und Jahreszeiten, erzählen, sagt sie.

Höfler, die eine Ausbildung zur Bankkauffrau gemacht hat, kam 1990 durch die Anregung eines Freundes zur Malerei. Fünf Jahre später begann sie, sich intensiver damit auseinanderzusetzen. Sie bildete sich unter anderem an der Akademie in Bad Reichenhall und der Freien Kunstakademie Augsburg weiter und unternahm diverse Malreisen. Sie wurde von verschiedenen Lehrmeistern unterrichtet und hat bis heute nicht aufgehört, ihre Arbeit zu perfektionieren.

Höfler nahm an verschiedenen Ausstellungen, unter anderem der „Kunstmeile Steubstraße“ und der „Großen schwäbischen Kunstausstellung 2012/13“ teil, organisierte viele Einzelausstellung und beteiligte sich an Gruppenausstellungen des Kunstvereins. Im Jahr 2000 belegte sie den dritten Platz beim Kunstförderpreis Kissing, ihre Arbeiten hängen unter anderem im Sitzungssaal des Landratsamtes Aichach-Friedberg. „Ich finde die Werke hier in abgewandelter Form wieder“, stellt Landrat Knauer nach seinem Rundgang fest. Für ihn ist es die letzte Vernissage gewesen, die er in seiner Eigenschaft als Landrat im Krankenhaus eröffnet hat.

Öffnungszeiten Die Ausstellung ist bis Ende April im Krankenhaus Aichach zu sehen.

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