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Verkehr

19.02.2015

Lärm der neuen S-Bahn stört Anwohner

Der Lärm der neuen S-Bahn stört Anwohner in Altomünster. 
Bild: Archivfoto: Erich Echter

Seit zwei Monaten fährt die S2 bis nach Altomünster. Für viele ist das Grund zur Freude. Andere klagen.

Elektro-Züge statt Dieselloks: Seit rund zwei Monaten ist Altomünster (Landkreis Dachau) direkt an das Münchner S-Bahn-Netz angebunden. Wo vormals das Bockerl fuhr, verkehren seit 14. Dezember 2014 elektrifizierte Züge. Sie bringen Fahrgäste zu Hauptverkehrszeiten im Halbstundentakt in die Landeshauptstadt.

Bei der Deutschen Bahn ist man mit dem S-Bahn-Ausbau zufrieden. Die Züge seien auf der Strecke Altomünster-Dachau gut ausgelastet, sagt ein Bahnsprecher auf Nachfrage unserer Zeitung: „Wir haben den Eindruck, dass mehr Fahrgäste mitfahren.“ Konkrete Zahlen soll es im Frühsommer geben.

Die Züge rattern, zischen und brummen

Die neue Verbindung ist allerdings nicht ohne Probleme. Anwohner aus Altomünster klagen über nächtlichen Lärm. Denn im Unterschied zu ihren Vorgängern, den Dieselloks, rattern, zischen und brummen die abgestellten E-Züge nachts – in unterschiedlicher Lautstärke, abhängig von Modell und Zugführer. „Für die Anwohner ist das mehr als nervtötend“, sagt Werner Litza, Vorsitzender der Interkommunalen Lärmschutz-Initiative. Der Grund für die Geräusche: Im Winter ist es aus technischen Gründen nicht möglich, die Züge nachts und am Wochenende ganz abzuschalten – sie würden bei einem Kaltstart am Morgen unter Umständen nicht gleich wieder anspringen. Das wiederum würde den Fahrplan durcheinanderbringen.

Lärm der neuen S-Bahn stört Anwohner

Gemeinsam mit der S-Bahn-Geschäftsleitung suche man derzeit nach Lösungen, sagt Litza. Zum einen soll untersucht werden, woher genau der unterschiedlich starke Lärm kommt. Zum anderen sollen die Zugführer so geschult werden, dass sie die Geräusche auf ein Minimum reduzieren. „Wir schauen, was wir tun können, um die Bürger zu entlasten“, heißt es vonseiten der Bahn. Details – etwa bezüglich einer möglichen Lärmschutzwand – wollte der Bahnsprecher nicht nennen.

Schranken funktionieren nun

Die Züge lärmen, ein anderes Problem wurde laut Bahn jedoch Ende Januar behoben: Die Schranken an den Bahnübergängen in Unterbachern, Stetten und Kleinberghofen funktionieren nun. Noch bis vor Kurzem hatten sich diese nicht geöffnet, obwohl der Zug bereits vorbeigefahren war. Das hatte für Verspätungen wie Ärger unter wartenden Autofahrern gesorgt.

Und auch Werner Litza hat eine gute Nachricht: Die Bahn habe ihm mitgeteilt, dass die Züge voraussichtlich zwischen Ende März und Oktober nachts vom Netz genommen werden könnten, so der Vorsitzende der Lärmschutz-Initiative. Damit wäre nachts Ruhe. Denn: „Stromlos heißt still.“

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