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Kirche

06.10.2019

Neuer Kaplan in Pfarreiengemeinschaft Aichach

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2 Bilder
Pater Valentine Dimude ist der neue Kaplan in der Pfarreiengemeinschaft Aichach.
Bild: Gerlinde Drexler

Plus Pater Valentine Dimude aus Nigeria ist seit September Nachfolger von Stadtprediger Johannes Huber. Wie seine ersten Eindrücke sind.

Das Lachen von Pater Valentine Dimude ist herzhaft. Der 47-Jährige lacht gerne. Seit September ist er der neue Kaplan in der Pfarreiengemeinschaft Aichach. Er ist der Nachfolger von Stadtprediger Johannes Huber, der nach Rom abberufen wurde.

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Ebenfalls seit September ist Franziska Demuth in der Pfarrei. Die 22-Jährige absolviert ein halbes Jahr lang ein Semesterpraktikum in Gemeinde und Schule. Sie studiert Soziale Arbeit in Kombination mit Religionspädagogik.

Einige Jahre des Studiums hat Pater Valentine schon hinter sich. In seinem Heimatland Nigeria studierte er im Priesterseminar Philosophie und Theologie. Rechne man die sechs Jahre, die er auf der Mittelschule im Priesterseminar verbrachte, Noviziat und Praktikum dazu, habe sein Weg zur Priesterweihe im Jahr 2001 rund 17 Jahre gedauert, überschlägt der 47-Jährige. Eine Zahl, die ihn selbst verblüfft.

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Priester wollte Pater Valentine schon als Kind werden

Den Wunsch, Priester zu werden, hatte Pater Valentine schon als Kind. Seine Familie – er hat noch drei Brüder und eine Schwester – sei sehr katholisch, erzählt er. „Wir mussten täglich zur Frühmesse gehen.“

Seine Mutter habe die Missionare immer sehr gelobt. „Weil sie den Glauben zu uns brachten und wir die Chance hatten, in die Schule zu gehen.“ Das weckte in dem kleinen Valentine den Wunsch, selbst einmal als Missionar anderen Leuten helfen zu können. „Mit acht Jahren habe ich beschlossen, Priester zu werden.“ Ohne zu wissen, was das eigentlich bedeutet oder wie lange er dafür studieren muss. Er war einfach überzeugt: „Ich kann es auch schaffen.“

Der Pater gehört dem Orden Don Bosco an

Pater Valentine gehört der Ordensgemeinschaft Don Bosco an. Nach seiner Priesterweihe studierte er von 2005 bis 2007 an der Internationalen Universität „Katholieke Universiteit Leuven“ in Belgien und absolvierte dort den Magister in Theologie.

Seit September 2007 ist er in der Diözese Augsburg tätig. Ein Jahr lang war er als Kaplan in der Pfarrei St. Anton in Augsburg tätig, danach elf Jahre lang in der Pfarreiengemeinschaft Bad Grönenbach im Unterallgäu.

Seit September ist er nun Kaplan in Aichach und fühlt sich hier gut aufgenommen. „Eine schöne ruhige Stadt“, sagt er und ist froh, dass es hier nicht die Anonymität einer Großstadt gibt. Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem das Spenden der Sakramente oder Feiern der Messe. Außerdem ist er für die Ministranten zuständig und macht Krankenbesuche.

Der Geistliche liest gern und hört gern Musik

In seiner Freizeit liest der 47-Jährige gerne oder hört Musik. „Tischtennis spiele ich auch gerne“, erzählt er. Außerdem versucht er, jeden Tag 10000 Schritte zu gehen. Dafür hat er eigens einen Schrittzähler am Handgelenk. An einem Sommertag habe er es einmal geschafft, 30000 Schritte zu gehen, erzählt Pater Valentine. Neun bis zehn Stunden sei er dafür auf den Füßen gewesen.

Gut Deutsch zu können, findet er für seine Arbeit wichtig. Er beschreibt seinen Gedanken, als er nach Deutschland kam: „Um meinen Dienst hier richtig ausüben zu können, muss ich die Sprache lernen.“ Eine neue Sprache sei auch eine Chance, um eine neue Kultur kennenzulernen und Kontakt zu den Menschen zu bekommen, sagt Pater Valentine. Spreche er etwas falsch aus, sei er für Korrekturen dankbar, betont er.

Ob er eine eigene Pfarrei bekommt, ist ihm nicht wichtig

Ob er einmal als Pfarrer eine eigene Pfarrei bekommen wird, weiß Pater Valentine nicht. Seit die Pastorale Raumplanung in Kraft gesetzt ist, bekomme ein Kaplan nicht mehr unbedingt eine eigene Pfarrei, erklärt er. Ihm ist wichtig: „Ein Priester ist grundsätzlich ein Priester. Hauptsache, er ist irgendwie tätig und macht seinen Dienst.“

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