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Affing

10.05.2019

Nordumgehung für Affing: Wo liegt das Problem?

Der Affinger Verkehrsausschuss hat auf die Bedenken von Bürgern aus Anwalting und Gebenhofen reagiert. Sie lehnen die Umfahrungen in ihrer jetzigen Form ab.  
Bild: Erich Echter

Die Mitglieder des Affinger Verkehrsausschusses wollen die Planung für die Umfahrung überdenken. Sie reagieren damit auf Bedenken aus Gebenhofen und Anwalting.

Wann werden endlich die Ortsumgehungen realisiert? Diese Frage treibt in der Gemeinde Affing viele Menschen um. Die grundlegende Problematik sowohl bei der Westumfahrung für Mühlhausen als auch bei der Nordumfahrung für Affing ist die Tatsache, dass weite Teile der Bevölkerung in Gebenhofen und Anwalting die Planungen ablehnen. Allerdings gibt es die politische Aussage aus diesen Ortsteilen: Sie seien nicht grundsätzlich gegen die Umfahrungen, sondern nur in der geplanten Form. Das etwa hat Josef Schmid aus Anwalting mehrfach betont. Nun gibt es Mitglieder des neuen Affinger Verkehrsausschusses, die sich noch einmal die Pläne für die Nordumfahrung vorknöpfen wollen.

Affing: Wenigstens den Versuch machen, eine Einigung zu finden

Im Nachgang zur Sitzung des Gremiums am Mittwoch erklärte zweiter Bürgermeister Gerhard Faltermeier gegenüber unserer Redaktion, man solle wenigstens den Versuch machen, einen Weg für alle Beteiligten zu finden. In Gebenhofen und Anwalting gebe es Bedenken wegen möglicher Lärmbelästigung durch die neue Straße, aber auch Vorbehalte, weil sie Grundstücke durchschneide. Für Faltermeier stellt sich deshalb die Frage: „Was können wir machen, um diese Bedenken zu minimieren?“ Helmut Merwald, Vorsitzender der Interessengemeinschaft für diese Umfahrung, und er hätten sich deshalb dafür stark gemacht, die Planung im Verkehrsausschuss noch einmal zu überdenken und dazu auch das Staatliche Bauamt mit ins Boot zu holen. Es ist für das Projekt zuständig. Im Ausschuss sind mit Christine Schmid-Mägele aus Gebenhofen und Josef Schmid aus Anwalting beide Ortsteile vertreten.

Bürgermeister Markus Winklhofer, der unsere Zeitung über die Sitzung informierte, erklärte dazu: „Das ist nicht kommentierfähig.“ Es habe sich um ein nicht-öffentliches Thema gehandelt. Das treffe auch auf das Thema Test-Ampel an der Kreuzung zum Mühlhauser Gewerbegebiet zu, die bei der Versammlung der Wählergemeinschaft Mühlhausen-Bergen diese Woche ein Thema war (wir berichteten).Was die nötige Sanierung des Mühlhauser Berges anbelangt, ist das staatliche Bauamt damit einverstanden, den Abschnitt unterhalb des Berges einzubeziehen. Die Behörde rät aber davon ab, sich bereits im Vorfeld auf eine bestimmte Führung des Radverkehrs am Berg festzulegen. Ein einseitiger Rad- und Gehweg berge erhebliches Konfliktpotenzial wegen des großen Geschwindigkeitsunterschiedes von bergauf und bergab fahrenden Radlern, heißt es in einer Stellungnahme an die Gemeinde Affing. Diese gab die Verwaltung dem Verkehrsausschuss zur Kenntnis. Die Sanierung des Berges sollte nach den Plänen des Bürgermeisters mit einem Vertreter des Bauamtes in der Gemeinderatssitzung am 21. Mai auf der Tagesordnung stehen. Der Verkehrsausschuss sprach sich mit 5:1 Stimmen allerdings dafür aus, die Problematik zunächst in seinem Gremium zu belassen. Auch Bürgermeister Winklhofer stimmte nach eigenen Angaben diesem Vorgehen zu. Die nächste Sitzung des Gremiums ist für den 4. Juli anberaumt.

Mühlhauser Berg: Sanierung soll am 21. Mai im Gemeinderat besprochen werden 

Schnee: Straßen sauber halten

Ein weiteres Thema war, dass jeder Bürger seinen Gehweg sauber halten muss. Im Winter muss er den Schnee vor dem Haus wegräumen. Das regelt eine Verordnung. Diese ist in Affing nach 20 Jahren nun abgelaufen. Jetzt gibt es eine neue Verordnung, die sich an einer Musterverordnung orientiert. Dieser stimmte das Gremium mit 4:2 Stimmen zu. Übrigens: Wer sich nicht dran hält oder eine Straße vorsätzlich verunreinigt, kann mit einer Geldbuße von bis zu 1000 Euro belegt werden.

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