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Pipinsried: Höß stellt sich selbst ins Abseits

Kommentar Von Johann Eibl
06.05.2018

Ex-Vorsitzender Konrad Höß bleibt dem Spiel gegen die Löwen fern. Schade für alle Beteiligten.

Pipinsried und der dortige Fußballklub haben sich selbst übertroffen. Wie der kleine Ort in der Marktgemeinde Altomünster zusammen mit dem Regionalligisten den Schlager gegen den TSV 1860 München zu einem unvergesslichen Highlight werden ließ, dafür gab’s von vielen Seiten dickes Lob. Die Leute in Pipinsried und rundherum demonstrierten in eindrucksvoller Weise, was alles auf die Beine gestellt werden kann, wenn der Zusammenhalt stimmt. Dazu passte das Wetter hervorragend. Dass nun ein ordentliches Sümmchen auf dem FCP-Konto als Ertrag aus diesem Event verbucht werden kann, ist mehr als verdient. Und sportlich ist die Rechnung bereits zuvor aufgegangen. Der Verein wird in jedem Fall ein zweites Jahr in der Regionalliga Bayern kicken. Auch da kann man nur den Hut ziehen. Dass Pipinsried und der Fußballverein auch überregional so positiv in die Schlagzeilen geraten sind, war nicht allein auf die Anstrengungen der vergangenen Wochen zurückzuführen. Die Basis wurde über Jahre hinweg gelegt. Es ist noch nicht so lange her, dass man in der Landesliga zu Hause war.

Ein Mann wurde bei der Fete vermisst. Konrad Höß, der den Verein 1967 ins Leben rief und bis zum Frühjahr 2018 ständig leitete, blieb dem Geschehen fern. Es gab so manchen Misston in den vergangenen Wochen; aber gerade dieser Rahmen wäre ideal gewesen, um ihn zum Ehrenpräsidenten zu machen. Rainer Koch, DFB-Vize und Verbandschef in Bayern, verfolgte diesen Schlager im Dachauer Hinterland. Er wäre genau der richtige Mann gewesen, um das große Lebenswerk dieses Funktionärs zu würdigen. Aber Höß stellt sich lieber ins Abseits. Und das ist ganz einfach schade.

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