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Pöttmes

01.07.2020

Pöttmes startet erstes kommunales Carsharing im Landkreis

Bis zu neun Personen finden im Carsharing-Wagen Platz. Sowohl Privatpersonen als auch Vereine können ihn nutzen.
Bild: Johann Eibl

Plus Die Pöttmeser können in den nächsten vier Jahren mit einem Kleinbus Carsharing ausprobieren. Das Projekt wurde ohne unmittelbare Belastung der Gemeinde finanziert.

In nächster Zeit wird im Großraum Pöttmes öfter ein Opel Movano auftauchen, der neun Passagieren Platz bietet und dessen Kennzeichen mit der Buchstabenkombination DEG beginnt. Wer dann auf einen privaten oder geschäftlichen Besucher aus Deggendorf schließt, der wird falsch liegen. In dieser Stadt am Fuß des Bayerischen Waldes ist nämlich die Firma Mikar zu Hause, die den Kleinbus für die Dauer von vier Jahren Interessenten im Rahmen von Carsharing zur Verfügung stellt.

Bei der Präsentation dieser modernen Form des Teilens von Verkehrsmitteln begrüßte Bürgermeister Mirko Ketz in der Schulturnhalle aus gutem Grund die Sponsoren, die alle verfügbaren Flächen auf diesem Diesel-Fahrzeug belegen; auf diese Weise sei das Projekt ohne unmittelbare Belastung für die Kasse der Marktgemeinde finanziert worden: „Pöttmes hat damit ein tolles Angebot für Vereine und Privatpersonen“, so Ketz.

Carsharing-Wagen steht hinter dem Pöttmeser Rathaus

Karl-Heinz Kaiser, Geschäftsführer der Mikar GmbH & Co. KG, versicherte, ohne die Unterstützung von diversen Unternehmen wären die Konditionen nicht so günstig ausgefallen. An über 60 Standorten in Deutschland haben die Niederbayern bereits Fahrzeuge platziert. Kaiser („Wir haben jetzt schon über 4.000 zufriedene Kunden“) betonte, in Mitterteich seien auf diese Weise innerhalb von drei Monaten nicht weniger als 18.000 Kilometer zurückgelegt worden. Damit habe man in der Corona-Krise Bürgerinnen und Bürger zu Hause mit Waren versorgen können. Im Landkreis Aichach-Friedberg ist Pöttmes die erste Kommune, in der dieses Carsharing-Modell angeboten wird.

Hinter dem Rathaus wird der Movano, der über einen 145 PS starken Motor verfügt, sein „Zuhause“ haben. Vereine oder Privatpersonen, die ihn nutzen wollen, benötigen eine gültige Fahrerlaubnis und müssen sich als Fahrer registrieren lassen. Dazu genügen einige Klicks auf dem Smartphone. Eine Grundgebühr fällt nicht an, pro Stunde werden 4,90 Euro in Rechnung gestellt, für einen ganzen Tag sind es 44,90 Euro. Pro Buchung sind 300 Kilometer frei, für jeden Kilometer, der darüber hinausgeht, werden 10 Cent berechnet. Nach der Fahrt, die spätestens nach drei Tagen beendet sein sollte, muss der Tank aufgefüllt werden.

Carsharing: Fahrer brauchen mindestens ein Jahr Fahrpraxis

„Es gibt keine versteckten Kosten“, erklärte Kaiser, der zudem darauf verwies, dass der Neunsitzer – ein Dieselfahrzeug – „vollumfassend versichert“ ist. Vor einem Trip ins Ausland muss man zuvor eine Kopie des grünen Versicherungsscheins anfordern. Wer eine Parkgarage ansteuert, sollte sich darüber im Klaren sein, dass dieses Gefährt eine Höhe von 2,54 Metern aufweist. Ans Steuer setzen dürfen sich nur Personen, die über eine mindestens einjährige Fahrpraxis verfügen. Um das Geschäft in den nächsten Wochen zu beleben, gewährt Mikar bis zum 31. Juli auf alle Buchungen und Kilometerpreise einen Rabatt von 35 Prozent.

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