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Aichach-Friedberg

17.02.2015

Sie sind die Fachkräfte von morgen

Die Preisträger der Schulabgänger des Winterhalbjahres 2014/15, eingerahmt von Schulleiter Gerhard Kestner (rechts), Kreishandwerksmeister Thomas Mayer (Zweiter von rechts), Landrat Klaus Metzger (Dritter von rechts), Aichachs Bürgermeister Klaus Habermann (links), Landtagsabgeordnetem Peter Tomaschko (Zweiter von links) und Birgit Cischek, Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Aichach-Schrobenhausen (Dritte von links).
Bild: Erich Echter

Die Beruflichen Schulen Wittelsbacher Land haben 158 Absolventen verabschiedet. Vier erreichten die Traumnote 1,0

Aichach-Friedberg Die Beruflichen Schulen Wittelsbacher Land beenden das Winterhalbjahr traditionell mit der Verabschiedung von Absolventen aus allen Fachrichtungen. Schulleiter Gerhard Kestner sagte bei der Abschlussfeier: „Ich habe 158 Zeugnisse unterschrieben.“

Ins Berufsleben entlassen wurden Schüler aus den Bereichen Metall, Holz und KFZ-Techniker sowie aus Wirtschaft und Verwaltung.

Kestner bezeichnete die Abgänger als besonders erfolgreich. Denn 84 Schüler schafften den mittleren Schulabschluss, 70 hatten einen Notenschnitt von 1,5 und vier erreichten sogar die Traumnote 1,0.

Zur Abschlussfeier waren neben den Absolventen, Lehrern und Eltern auch Vertreter der ausbildenden Betriebe gekommen. Anwesende Ehrengäste waren CSU-Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko, Landrat Klaus Metzger, Aichachs Bürgermeister Klaus Habermann, die Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Aichach-Schrobenhausen, Birgit Cischek, und Kreishandwerksmeister Thomas Mayer.

Die Voraussetzungen auf dem Arbeitsmarkt sind ideal

Landkreischef Klaus Metzger sagte zu den Absolventen: „Hierherzukommen ist immer eine besondere Freude. Sicherlich auch für euch. Denn es hat schon was, wenn man der Schule Ade sagen kann.“ Der Landrat sprach in seiner Rede unter anderem das Thema Fachkräftemangel an.

Den jungen Berufstätigen verdeutlichte er, dass sie die Fachkräfte seien, die man im Landkreis dringend brauche. Metzger: „Ich hoffe, dass viele in den Betrieben des Landkreises bleiben.“ Im Wittelsbacher Land seien die besten Voraussetzungen vorhanden und die Arbeitslosenzahl niedrig.

Landtagsabgeordneter Tomaschko, Mitglied des Bildungsausschusses des Landtages, sprach von einem bewegenden Moment für die Schulabgänger und lobte sie für ihre Leistungen: „Es war ein guter Jahrgang, denn viele haben mit einem Schnitt zwischen 1 und 1,5 abgeschlossen.“ Positive Worte fand er auch für die Beruflichen Schulen Wittelsbacher Land. Diese hätten den jungen Leuten viel anzubieten.

Zum Thema Fachkräftemangel sagte er, dass acht von zehn Berufssparten keine Akademiker, sondern beruflich ausgebildete Leute suchten. Der Meister sei zudem dem Bachelor gleichgestellt.

Aichach Bürgermeister Klaus Habermann verglich das Leben mit einem Schachspiel, in dem jeder Zug genau überlegt sein müsse. Die Lehre sei sicherlich der richtige Schachzug gewesen, gab er den Abgängern mit auf den Weg.

Ein weiterer Zug sei, im Betrieb weiterzumachen und den besten Weg finden. Er wünschte den jungen Leuten, dass ihr Beruf für sie Berufung sein möge.

Kreishandwerksmeister Thomas Mayer ging in seiner Ansprache auf gesellschaftliche Themen ein, darunter die Energiewende und die große Flüchtlingswelle. „Lasst die Leute Hilfsbereitschaft spüren“, so sein Appell.

In seiner Abschlussrede nahm Schulleiter Gerhard Kestner aus gegebenen Anlass die Zahl 13 und den Aberglauben aufs Korn. War doch die Abschlussfeier nicht nur auf den Rußigen Freitag gefallen, sondern auch auf den 13. Februar.

„Die Angst vor der Zahl 13 ist der vielleicht weitest verbreitete Aberglaube“, so Kestner. Er zitierte dabei den englischen Theologen Charles Kingsley, der sagte: „Der Aberglaube ist das Kind der Furcht und Furcht ist das Kind der Unwissenheit.“ Kestner ergänzte: „Ihr seid jetzt wissend. Geht hinaus und lebt euer Leben!“

Das Schulorchester unter Leitung von Frank Ritzl sorgte für den musikalischen Rahmen der Abschlussfeier. Die Aichacher Faschingsgesellschaft Paartalia zeigte eine Showeinlage.

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