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Bauprojekt

04.10.2016

So sieht’s drinnen aus

Beim Rundgang kamen die Besucher auch am Empfangsbereich mit dem zentralen Treppenaufgang und dem Lichthof in der Mitte des Gebäudes vorbei.
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Beim Rundgang kamen die Besucher auch am Empfangsbereich mit dem zentralen Treppenaufgang und dem Lichthof in der Mitte des Gebäudes vorbei.
Bild: Gerlinde Drexler

Die Besucher wollen einen Einblick ins neue Aichacher Krankenhaus gewinnen. Viele sind beeindruckt von der Dimension. Nach Bochum ist auch der Brandschutz ein Thema

Aichach Der Rohbau des neuen Aichacher Krankenhauses zieht am Samstag beim Tag der offenen Baustelle viele Besucher an. Manche wollen sich einen Eindruck von der Dimension und dem Konzept verschaffen. Andere wollen einfach endlich von innen sehen, was sie von außen schon lange betrachtet haben. Die Brandkatastrophe im Bochumer Krankenhaus ist bei den Führungen ebenfalls ein Thema. Einige Besucher erkundigen sich dem Brandschutzkonzept des Neubaus.

Der Start ist eher verhalten. Die mit gelben Sicherheitsjacken ausgestatteten Führer sind gegenüber den Besuchern in der Mehrheit. Kurz vorher haben die rund 20 Freiwilligen, die die Interessierten in Gruppen durch den Neubau führen werden, zusammen mit Geschäftsführer Krzysztof Kazmierczak selbst einen Rundgang unternommen. Die Stadtkapelle Aichach, die am Freitag schon den Hebauf musikalisch begleitete, spielt in der Eingangshalle.

Landrat Klaus Metzger eröffnet den Tag der offenen Baustelle. Er betont: „Der Grund auf dem sie heute stehen, wird 2018 das modernste Krankenhaus für die Grundversorgung sein – wahrscheinlich in ganz Europa.“ Rund 47,5 Millionen Euro werde der Bau kosten, etwa die Hälfte davon komme als Zuschuss vom Freistaat Bayern, so der Landrat. Diejenigen, die das Friedberger Krankenhaus im Nachteil sehen könnten, beruhigt er: „Die Kliniken an der Paar mit ihren beiden Häusern sind eine Einheit. Wenn in Aichach etwas passiert, heißt das ja nicht, dass wir in Friedberg nicht auch etwas starten.“

Dort, wo die Mitarbeiter der Krankenhausküche diesmal die Brotzeiten ausgeben, wird später die Rezeption der Klinik sein, gegenüber, wo nun Magic Martin Kinder mit seinen Zaubereien unterhält, die Cafeteria. Das alles sei öffentlich zugänglich, erfahren die Besucher. Bei den Führungen geht es auch in die Bereiche des Krankenhauses, die später nicht mehr öffentlich zugänglich sein werden. Vorbei an Labor, Archiv, Umkleide- und Technikräumen sehen die Besucher auch die Bereitschaftsräume der Ärzte. Wegen ihrer spartanischen Einrichtung würden sie ihn an Mönchszellen erinnern, sagt Stephan Strehle. Er leitet die Intensivstation im Krankenhaus und ist einer der Mitarbeiter, die sich für die Führung der Besucher gemeldet haben.

Ein 84-jähriger Rentner aus Oberbernbach betrachtet interessiert den Rohbau. Er habe schon den Bau von außen verfolgt, erzählt er. „Ich war jede Woche da und habe ihn mir angesehen.“ Nun sieht er zum ersten Mal alles von innen und ist beeindruckt. Skeptisch ist er nur wegen der Trockenbauweise der Zwischenwände. Der 84-Jährige überlegt, ob die Dämmung stark genug ist, „damit die Zimmernachbarn nicht mithören können“. Einem anderen Gast entfährt während des Rundgangs: „Sakradi, ein Trum Haus.“ Die Besucher kommen durch alle drei Stockwerke. Das Konzept sehe effizientere Abläufe vor, erklärt Strehle.

Die Räume sind als Zwei-Bett-Zimmer geplant, können aber zum Großteil auch mit drei Betten bestückt werden. Generell sei das Gebäude so geplant, dass das Krankenhaus flexibel auf einen geänderten Raumbedarf reagieren könne, erfahren die Besucher. Ein zweites „verstecktes“ Treppenhaus ist so breit, dass bei einem Notfall wie in Bochum Patienten sogar mit Matratzen aus dem Krankenhaus transportiert werden könnten, erzählt Strehle.

Die Größe des Hauses beeindruckt viele. „Man sieht von außen gar nicht, wie groß es ist“, stellen einige fest. So geht es auch Eleonora Widmann. Für sie ist der Tag eine Gelegenheit, mehr über das Grundkonzept zu erfahren. Ihr Eindruck nach dem Rundgang: „Es ist alles gut durchdacht.“

Bei uns im Internet

finden Sie zahlreiche Bilder von der Aichacher Krankenhausbaustelle unter

aichacher-nachrichten.de/bilder

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