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Aichach

02.08.2020

Stereostrand-Veranstalter bitten: Tickets schnell zurückgeben

Bei Stereostrand 2019 trug das Publikum Josh Stadlmaier von The Sensational Skydrunk Heartbeat Orchestra buchstäblich auf Händen.
Bild: Anna Schmid (Archiv)

Das Musikfestival in Aichach findet 2020 wegen Corona nicht statt. Die Organisatoren bitten wegen der Unkosten um eine Spende und um Geduld für 2021.

Während sich Europas Strände nun in den Sommerferien mehr und mehr füllen, bleibt ein Strand im Sommer 2020 definitiv leer: der Stereostrand in Aichach. Wie die Veranstalter in einer Mitteilung schreiben, ist die coronabedingte Absage bereits einige Monate her. Eine Prognose für 2021 sei allerdings immer noch schwierig. Das liege sowohl an einer finanziellen als auch an einer generellen Unsicherheit, wie sich die Lage und die damit verbundene Durchführung von Festivals oder anderen Großveranstaltungen entwickelt.

Um der finanziellen Problematik entgegenzuwirken, hat sich das Team für die Ticketrückgabe und einer damit verbundenen Spende bereits ein Vorgehen einfallen lassen, aber: „Bisher sind nur zwei Drittel der Tickets rückabgewickelt, für uns wäre es aber wahnsinnig wichtig, dass wirklich alle ihre Tickets zurückgeben“, so Andy Hager vom Organisationsteam.

Stereostrand-Veranstalter nicht im Ungewissen lassen

Hintergrund ist, dass Kartenbesitzer, die ihr Ticket nicht zurückgeben, dadurch rein rechtlich bis Ende 2023 einen Anspruch auf volle Rückerstattung haben. „Wenn also jemand sein Ticket nicht abgibt, wissen wir nicht: Ist dieser Betrag nun eine Spende oder müssen wir ihn irgendwann komplett auszahlen?“

Deshalb richtet Hager nochmals einen dringenden Appell an alle Ticketbesitzer, diese möglichst bis spätestens Sonntag, 9. August, abzugeben, um dem Team die Planung zu erleichtern. Immer mit dem Wunsch, den Betrag oder einen Teil davon zu spenden. „Bisher haben wir über Spenden zwölf Prozent der Ticketeinnahmen bekommen. Um unsere Kosten zu decken, wären aber 20 Prozent nötig.“

Stereostrand-Organisatoren freuen sich über Spenden

Hager betont, dass man außerordentlich dankbar ist für jede noch so kleine Spende. Auch die Sponsoren hätten sich in dieser Zeit als außerordentlich spendabel gezeigt und man sei sehr glücklich und froh, so tolle Partner zu haben. „Trotzdem zahlen wir nach wie vor noch drauf.“

Der andere Unsicherheitsfaktor ist und bleibt Corona. Demnächst möchte das Team erörtern, inwieweit eine Planung für 2021 sinnvoll ist. Es soll geprüft werden, wie man planen könnte, dass das Festival 2021 funktioniert – auch wenn es bis dahin keinen Impfstoff geben sollte und Großveranstaltungen immer noch stark reglementiert seien. Diese Planung werde sicherlich bis Spätherbst 2020 dauern. Das Team erbittet sich auch so viel Zeit, um Näheres sagen zu können. „Klar ist: Lust haben wir alle weiterhin. Wir hätten es ja auch 2020 gemacht und im Prinzip war alles Wichtige bereits geplant.“ (AZ)

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