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Bürgerversammlung

03.03.2020

Supermarkt in Adelzhausen stößt auf großes Interesse

In der Ortsmitte von Adelzhausen könnte ein Supermarkt eröffnen. Es wäre die zweite, neue Einkaufsmöglichkeit, die im Ort entsteht. Darüber wollen die Gemeinderäte in ihrer nächsten Sitzung sprechen.
Bild: Gerlinde Drexler

Plus Die Besucher der Bürgerversammlung in Adelzhausen haben viele Fragen. Sie beziehen sich auf neue Bauprojekte und auf die Pläne für einen weiteren Supermarkt.

Den großen Bauprojekten der Gemeinde Adelzhausen galt das Hauptinteresse der Zuhörer auf der Bürgerversammlung am Montag. Vor rund 170 Besuchern berichtete Bürgermeister Lorenz Braun unter anderem, wie weit die Planungen für die Kläranlage sind. Außerdem verriet er, wie die Gemeinde hofft, den Bau des Supermarktes am Mühlweg beim Wertstoffhof möglich machen zu können.

Eine ganze Reihe von Fragen hatte Franz Fottner. Neben Kläranlage , Kindergarten und Schule interessierte ihn auch, was beim Projekt „Erlebnis Ecknach“ vorgesehen ist. Das Ziel sei, den Weg von der Haupt- bis zur Raiffeisenstraße fertigzustellen, antwortete Braun. Außerdem sei vorgesehen, am Platz an der Ecknach eine Ruhebank aufzustellen und eine kleine Kneippanlage anzulegen. Die geplanten Vorhaben am alten Sportplatz „sind vorläufig storniert“, teilte der Bürgermeister mit.

Die Schule in Adelzhausen braucht bald mehr Platz

Angesichts steigender Schülerzahlen müsse die Gemeinde bei der Schule mehr Platz schaffen. Der Bürgermeister sagte: „Wir müssen in den nächsten Jahren etwas tun.“ Im April will sich der Schulverband, dem auch die Gemeinde Sielenbach angehört, zusammensetzen und über Möglichkeiten diskutieren.

Supermarkt in Adelzhausen stößt auf großes Interesse

Bis zum März, so hofft der Bürgermeister, wird sowohl der Förderbescheid vom Landratsamt als auch die Bauerlaubnis der Regierung für die Erweiterung der Kindertagesstätte vorliegen. Ohne diese beiden Bescheide kann die Gemeinde nicht ausschreiben. Braun hofft, dass die Bauarbeiten im Frühjahr 2021 losgehen werden. Mit Blick auf lange Abwicklungszeiten sagte er: „Ich werde immer vorsichtiger mit meinem Zeitprogramm.“

Für die Kläranlage in Adelzhausen fehlt noch ein Gutachten

Wie sich Projekte hinziehen können, beschrieb der Gemeindechef am Beispiel der neuen Kläranlage. Dort hatte die Kommune zuerst bei Nachbargemeinden angefragt, ob sie ihr Abwasser dort einleiten könne. „Innerhalb von einem Jahr haben wir uns vier Absagen eingehandelt“, so Braun. Die dann beschlossenen Planungen für eine eigene Kläranlage zogen sich ebenfalls hin: „Die Ingenieurbüros sind relativ ausgelastet.“ Vorwärts geht es bei der Kläranlage trotzdem. Braun versicherte den Zuhörern: „Es ist nicht mit großer Hektik gearbeitet worden, aber es ist immer gearbeitet worden.“ Momentan wartet das Kommunalunternehmen, das die Kläranlage bauen wird, auf Bodengutachten zum Standort. Liegen die vor, rechnet der Bürgermeister mit etwa neun Monaten für das Genehmigungsverfahren. „Wenn alles gut läuft, ist im Herbst vielleicht noch die Ausschreibung.“

Die Gemeinde Adelzhausen gründete für den Neubau der Kläranlage ein eigenes Kommunalunternehmen. Dem Verwaltungsrat gehören alle Mitglieder des Gemeinderates an.
Bild: Gerlinde Drexler

Warum die Regierung von Schwaben Einwände gegen den Supermarkt am Mühlweg habe, wollte Wolfram Siemann wissen. Bürgermeister Braun erklärte, dass das mit dem Anbindegesetz zusammenhänge. Das Areal sei aus Sicht der Regierung nicht an den Ort angebunden. Um das zu ändern, wolle die Gemeinde versuchen, auf den freien Flächen Bauland auszuweisen, sagte der Bürgermeister. Er war zuversichtlich: „Wenn wir die Vorgaben erfüllen, müssten wir den Supermarkt heuer bald weiterbringen.“

Bürgermeister hält an Supermarkt in Adelzhausen fest

Die Voranfrage zu einem Einkaufsmarkt in der Ortsmitte werde sich der Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwoch „in aller Ruhe ansehen“, erklärte er. Einen Markt in der Ortsmitte würde er grundsätzlich begrüßen. Der Bürgermeister betonte: „Am Supermarkt am Ortsende halten wir fest.“

Für die wegen des Supermarktes geplante Baufläche interessierte sich Bernhard Oswald. Er wollte wissen, ob die Grundstücke nach dem Einheimischenmodell verkauft werden würden. Das sei das Ziel der Gemeinde, sagte Braun. „Es wird kein Platz schnell mal irgendwohin verkauft.“

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