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Fußball-Bezirksliga

24.11.2019

Affing gelingt Befreiungsschlag beim Derby in Ecknach

Mächtig gestolpert: Absolut unzufrieden war Ecknachs Spielertrainer Daniel Framberger (rechts gegen Mathias Steger) nach der 1:5-Derbyschlappe gegen den FC Affing zum Jahresausklang.
Foto: Wilhelm Baudrexl

Plus Der FCA führt den VfL regelrecht vor und beendet mit einem 5:1-Derbysieg die wochenlange Negativserie. Spielertrainer Daniel Framberger spricht Klartext.

1:5! Beim Lesen dieses Ergebnisses mag der Fußballfreund zunächst auf einen Tippfehler schließen. Denn wohl niemand hätte darauf Wetten abgeschlossen, dass der VfL Ecknach zum Abschluss des Jahres zuhause eine regelrechte Packung gegen den FC Affing kassieren würde. Schließlich wussten die Gäste schon gar nicht mehr so recht, wie man das Wort Siegen buchstabiert, während die Hausherren das Verlieren schon irgendwie verlernt hatten. Doch der Sonntag stand unter der Devise „Verkehrte Fußballwelt“. So kam es zu einem 1:5, das die Affinger jubelnd in die Winterpause gehen lässt, während die Ecknacher an dieser Pleite noch einige Tage zu knabbern haben werden.

Die hatten allzu großzügig vorweihnachtliche Geschenke verteilt. Diese Schnitzer in der Defensive waren das eine, wie die Affinger damit umgingen, das war das andere. Dabei legten sie eine Coolness an den Tag, die man ihnen nach den vielen Nackenschlägen der vergangenen Wochen nicht zutrauen hatte können. Manuel Steinherr, kaum für Danny Dörr, der sich nach Gelb am Rande eines Platzverweises bewegte, auf den Platz gekommen, konnte mit dem Kopf ungestört die Kugel zum 1:1 in die Maschen befördern. Dann war Maximilian Schacherl da, um eine Flanke per Kopf zur verwerten. Und danach leistete sich Benedikt Huber einen Ballverlust im Mittelfeld, Marc-Abdu Al-Jajeh marschierte links los und legte Schacherl das 1:3 auf. Das war schon mehr als eine Vorentscheidung. Da war das 1:0 durch Maximilian Obermeyer nach einem schnell ausgeführten Freistoß schon beinahe vergessen.

Affings Tobias Jorsch sieht nur die letzte halbe Stunde

In der Pause reagierte der VfL, nahm Fabian Ettinger und Oliver Mühlberger vom Platz, während auf der anderen Seite Steinherr sein kurzes Gastspiel verletzt schon wieder beenden musste. Für die Ecknacher stellte der Rückstand eine ungewohnte Erfahrung dar, damit vermochten sie nicht so recht umzugehen. Und ihre Abwehr zeigte sich nach wie vor löchrig, etwa bei Aktionen von Schacherl und Mathias Steger. So war es keine große Überraschung, dass die Affinger noch zu weiteren Treffern kamen. Bezeichnend für diesen gebrauchten Tag der Gastgeber war das 1:4, das auf die Kappe von Manfred Glas ging, der gegen Steger retten wollte, stattdessen aber ein Eigentor fabrizierte. Und dann war auch noch Steger erfolgreich in dieser Begegnung, die so gar nicht nach Plan laufen wollte. Die Gäste erkämpften sich die drei Punkte; auffallend war dabei unter anderem, wie viele Bälle Bora Kalkan abfing.

Für Tobias Jorsch waren Auftreten und Ergebnis mehr als ein kleines Trostpflaster. Der FCA-Spielertrainer konnte nur die letzte halbe Stunde verfolgen, weil er sich zuvor einem Eingriff an einem Zahn hatte unterziehen müssen. Mit geschwollener Backe betonte Jorsch: „Das war um Welten besser als zuletzt.“

VfL Ecknach Helfer, Ettinger (46. Piller), Huber, Mühlberger (46. Zakari), Glas, Elbl (62. Jung), Framberger, Wohlrab, Eibel, Obermeyer, Jusczak.

FC Affing Köpper, Tremmel, Dörr (30. Steinherr, 46. Kindermann), Leicht, Lipp, Merwald, Kalkan, Reiter, Steger, Al-Jajeh, Schacherl (80. Jusufovic).

Tore 1:0 Obermeyer (23.), 1:1 Steinherr (32.), 1:2 Schacherl (40.), 1:3 Schacherl (44.), 1:4 Glas (81./Eigentor), 1:5 Steger (89.) Schiedsrichter Paulus (TG Viktoria Augsburg) Zuschauer 237.

Ecknach vs. Affing: Das sagen die Trainer

Daniel Framberger (VfL Ecknach) Was soll ich da sagen? Für mich war das eine Arbeitsverweigerung, das war richtig schlecht. Wir haben den Gegner stark gemacht, so kann man sich nicht in die Winterpause verabschieden. Wenn nicht elf Mann bereit sind, Gas zu geben, dann reicht es für keinen Gegner. Ich denke, das war der schlechteste Auftritt, seit ich hier bin. Manche machen keinen einzigen Sprint, dann holst du nichts. Wenn man keinen Zweikampf annimmt und Geschenke verteilt, verlierst du. Es war uns klar, dass die Affinger nicht immer verlieren werden. Wir haben jedes Tor ganz schlecht verteidigt.

Marc-Abdu Al-Jajeh (FC Affing) Das hat sich zuletzt schon gegen Meitingen abgezeichnet. Heute haben wir uns auch belohnt. Wir haben die Tugenden gezeigt, die man in einem Derby und in unserer Tabellensituation braucht. Ich muss schon sagen: Riesenkompliment an die Mannschaft. Wir hatten einen Gegner, der nach seinen Erfolgen mit breiter Brust gekommen ist. Die Umstände für uns waren nicht die günstigsten, den Danny Dörr musste ich rausnehmen, weil er Gelb-Rot-gefährdet war. Und den Steinherr musste ich runternehmen, weil seine Verletzung wieder aufgebrochen ist.

Lesen Sie dazu auch den Artikel: Hollenbach glückt die Revanche

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