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Tennis

17.09.2020

Neuauflage geplant: Tennisturnier am Lechrain kommt bestens an

Dominik Götz vom TSV Aindling musste sich im Endspiel der Herren-Konkurrenz Björn Baumgartner von der DJK Stotzard geschlagen geben.
Bild: Josef Abt

Aindling, Rehling und Willprechtszell treten bei Punktspielen künftig in einem Team an. Das Turnier mit Stotzard ist ein Erfolg, ein Wermutstropfen folgt am Ende.

Die Idee war in jedem Fall ungewöhnlich. Vier benachbarte Vereine tragen gemeinsam ein Tennisturnier aus, das sich über mehr als zwei Monate erstreckt. Wie fiel nach dem Finale im Westen von Aindling das Fazit aus? Für die Veranstalter ist klar, dass es 2021 eine Neuauflage geben soll. Weil die Zusammenarbeit offenkundig so gut geklappt hat, will man in Zukunft öfter gemeinsame Sache machen. Per Unterschrift wurde vereinbart, dass künftig der TSV Aindling, der TSV Rehling und die DJK Willprechtszell die Tennisgemeinschaft (TG) Lechrain bilden. Die DJK Stotzard, die ebenfalls beim Turnier der vier Vereine mitwirkte, gehört vorerst nicht dazu.

Die drei Klubs werden weiter existieren und das Tennisjahr nach eigenen Vorstellungen gestalten. Im Spielbetrieb aber werden sie gemeinsam auftreten. „Damit wollen wir mit größeren Vereinen mithalten“, nennt Siegfried Hörmann, der zweite Abteilungsleiter in Aindling, das wichtigste sportliche Argument für diesen Zusammenschluss.

Tennis ist trotz Corona möglich

Zusammen mit seinen Mitstreitern bei dieser Veranstaltung ist Hörmann überzeugt davon, dass der Tennissport gestärkt aus der Corona-Krise hervorgehen wird. Weil bei den Spielen kein direkter Kontakt besteht zwischen den Kontrahenten, wurden vergleichsweise früh Lockerungen erlaubt. Und seit Pfingsten dürfen auch die Kinder wieder das Racket schwingen. Schnupperturniere hätten laut Hörmann nicht nur in unserer Region dazu geführt, dass mehr Sportler die Liebe zu diesem Spiel entdeckten.

Ein Wermutstropfen musste am Ende geschluckt werden. Auf den Plakaten für das Turnier wurde eine italienische Nacht mit Livemusik zum Ausklang angekündigt. Das sommerliche Wetter hätte für einen idealen Rahmen gesorgt. Doch die Politik hatte angesichts von Corona ihr Veto eingelegt. Weil Mitglieder von vier Vereinen feiern wollten, wurde die Fete abgesagt. Turnierleiter Tobias Dohl von der DJK Willprechtszell nahm’s mit sportlichem Ehrgeiz: „Dann lassen wir es bleiben und freuen uns auf nächstes Jahr.“

Turnier lockt fast 90 Spieler an

Sportwart Dominik Götz war nicht der Einzige, der sich angetan zeigte von einigen Zahlen: „Es ist super gelaufen. Am Anfang hatten wir so 20 bis 30 Teilnehmer erwartet, am Ende waren es 80 bis 90. Und allein in den Gruppen hatten wir schon an die 200 Spiele.“ Die wurden auf den Anlagen der vier Klubs durchgezogen. Götz, der im Oktober als erster Abteilungsleiter im TSV Aindling kandidiert, stand beim Finale der Herren auf dem Platz; Hörmann fungierte als Schiri. In einer Partie, die man durchaus als sehenswert einstufen darf, unterlag er Björn Baumgartner von der DJK Stotzard mit 5:7 und 4:6.

Tanja Wiedemann sicherte sich mit ihrem Mixed-Partner Dominik Götz den Turniersieg (6:3, 6:0) gegen Tochter Paulina, 11, und Christian Jakob.
Bild: Josef Abt

Birgitta Braun (Stotzard) setzte sich bei den Damen gegen ihre Teamkollegin Barbara Krenn, die in Augsburg lebt, in zwei Sätzen durch. „War eine tolle Sache“, versicherte die Siegerin: „Spiel und Spaß waren im Vordergrund.“ In Richtung Organisatoren meinte sie: „Die haben sich viel Arbeit gemacht.“ Die Verliererin nickte zustimmend: „Hat alles gepasst.“ Die Aussage galt dem Turnier ebenso wie dem eigenen Abschneiden.

Fast 90 Spieler mischten beim Tennisturnier am Lechrain mit. Hier einige Eindrücke von den Finalspielen.
12 Bilder
Beim Tennisturnier am Lechrain wurde kräftig geschmettert
Bild: Josef Abt

Hier das Turnier in Zahlen

Herren-Einzel

Halbfinale Dominik Götz – Markus Eberwein (beide TSV Aindling) 6:1, 6:3; Björn Baumgartner (DJK Stotzard) – Tobias Dohl (DJK Willprechtszell) 6:0, 3:0 Aufgabe Dohl. Finale Götz – Baumgartner 5:7und 4:6.

Damen-Einzel

Halbfinale Birgitta Braun (DJK Stotzard) – Carolin Prosakiewicz (TSV Aindling) 1:6, 6:0, 10:8; Barbara Krenn (DJK Stotzard) – Gaby Dunau (TSV Aindling) 7:5, 6:3. Finale Braun – Krenn 6:3, 6:4.

Herren-Doppel

Halbfinale Christoph Dunau/Tobias Lander – Siegfried Hörmann/Hermann Wittmann (alle TSV Aindling) 6:1, 7:6; Tobias Dohl (DJK Willprechtszell)/Björn Baumgartner (DJK Stotzard) – Mathias Kulper/Dominik Götz (beide TSV Aindling) 6:3, 7:5. Finale kampflos für Dohl/Baumgartner.

Hobby-Runde Herren-Einzel

Halbfinale Maxi Tyroller – Michael Eibel (beide DJK Willprechtszell) 6:0, 6:1; Björn Kuntz (DJK Stotzard) – Markus Lindermeier (DJK Willprechtszell) 6:0, 6:2. Finale Tyroller - Kuntz 6:2, 6:2.

Hobby-Runde, Damen-Einzel

Halbfinale Lara Jung (TSV Rehling) – Laura Haider (TSV Aindling) 6:0, 6:0; Heidy Pedraza (TSV Aindling) – Katrin Strohhofer (DJK Willprechtszell) 6:2, 6:0. Finale Jung - Pedraza 6:2, 6:3. (jeb)

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