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BC Aichach IIAichach II

29.01.2014

Was wird aus Mannschaft und Trainer?

Nachdem die Fußballer kein Geld mehr bekommen, entscheiden sie gemeinsam über ihre sportliche Zukunft. Einige Kicker sind bereits auf dem Absprung

Aichach Eigentlich sollten sich ab dem morgigen Donnerstag die Fußballer des BC Aichach auf die Frühjahrsrunde in der Bayernliga Süd vorbereiten. Eigentlich. Denn vordergründig kreisen ihre Gedanken und die des Trainers dieser Tage um ihre sportliche Zukunft, seitdem bekannt ist, dass ihnen Aufwandsentschädigungen und Prämien gestrichen wurden.

Gestern Abend wollten sich die Kicker treffen und darüber entscheiden, wie es mit ihrer Mannschaft weitergeht. Ob sie auseinanderfällt oder zumindest bis zum Saisonende in der jetzigen Form um Tore und Punkte kämpft? Eine Meisterschaft des souveränen Tabellenführers wäre wohl bedeutungslos. Unter den derzeitigen Umständen würde es wohl keinen Sinn machen, die Lizenz für die Regionalliga zu beantragen.

Offenkundig wollen etliche Spieler daher den Verein verlassen. Der TSV Rain soll sich mit Torjäger Sebastian Kinzel, 25, und Mittelfeldspieler Sebastian Mitterhuber, 25, bereits einig sein, noch vor Ablauf der Frist am Freitag wollen sie wechseln. Bis dahin müssen dem Bayerischen Fußballverband (BFV) die Passunterlagen vorliegen. Der BC Aichach hatte erklärt, abwanderungswillige Spieler ablösefrei gehen zu lassen.

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Konrad Höß, der Vorsitzende des Bayernligisten FC Pipinsried, streitet ab, einen BCA-Spieler verpflichten zu wollen. Allerdings sollen Michael Hutterer, 24, Marco Krammel, 22, und Arthur Vogel, 30, bereits von sich aus auf den 72-Jährigen zugekommen sein. Vogel war erst vor wenigen Wochen vom FC Affing zurück nach Aichach gewechselt. Möglicherweise wartet Höß noch ab in der komfortablen Position, die Konditionen drücken zu können. Andreas Brysch, 27, wird derweil mit dem Landesligisten TSV Dachau 1865 in Verbindung gebracht. Höß verkneift sich jedes böse Wort über den BC Aichach, eines der fußballerischen Aushängeschilder der Region. Höß hat in seiner jahrzehntelangen Amtszeit als Vorsitzender des FC Pipinsried etliche Vereine auf- und absteigen sehen. Wohl auch deshalb sieht er die Entwicklung beim BCA „nicht so tragisch“. Einen Rat hat er für die Spieler parat: „Ich sage, sie sollten bis zum Saisonende weiterspielen.“

Ob dann der Trainer noch Marco Küntzel, 38, wäre, ist indes fraglich. Auch am Dienstag war der Ex-Profi nicht zu erreichen. Er hält sich bedeckt. Vieles deutet darauf hin, dass er seine Entscheidung – bleiben oder gehen – vom Votum der Spieler abhängig macht. Allerdings bliebe selbst dann die Frage offen, ob Küntzel ohne Entlohnung den Job machen will.

Vor dem BC Aichach hat Ende Oktober der Ligakonkurrent FC Affing verkündet, die Gelder für seine Fußballer massiv zu kürzen. Der Sportliche Leiter Markus Berchtenbreiter wollte damit verhindern, dass der Gesamtverein zu sehr belastet wird. Interessiert verfolgt Berchtenbreiter, 45, die Entwicklung beim Nachbarverein, ein Urteil will er sich allerdings nicht erlauben. „Eines ist klar: Ich bin in keiner Weise schadenfroh“, betont Berchtenbreiter.

Auch einen BCA-Spieler wolle er nicht verpflichten. Man vertraue dem jetzigen Kader, fügt der Funktionär hinzu. Johannes Graf

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