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Neujahrsempfänge

14.01.2019

42 Millionen zum 50. Geburtstag

Gut besucht war gestern die Stadthalle Gersthofen. Dort fand gestern der Neujahrsempfang der Stadt statt.
Bild: Marcus Merk

Im Jubiläumsjahr will die Stadt Gersthofen wieder jede Menge Geld ausgeben. Bürgermeister Michael Wörle erklärte gestern, wozu es dienen soll

Mit einer ganzen Reihe von ehrgeizigen Projekten geht die Stadt Gersthofen in das Jahr 2019, in dem sie den 50. Stadtgeburtstag feiert. Das verdeutlichte Bürgermeister Michael Wörle (parteilos) am gestrigen Sonntag beim Neujahrsempfang der Stadt in der Stadthalle.

Insgesamt will die reichste Stadt im Augsburger Land in diesem Jahr 42 Millionen Euro investieren. Rund 14 Millionen sind für den Ausbau der städtischen Kindertagesstätten und Schulen vorgesehen, rund 13 Millionen für den Bau von Straßen, den neuen Bahnhof und schnelles Internet. Das Rathaus soll im Jubiläumsjahr zum Bürger-Servicecentrum umgebaut werden. Zudem will Gersthofen in diesem Jahr die Weichen für neue Baugebiete nördlich der Thyssenstraße und am Mühlängerle stellen und so Platz für 2500 zusätzliche Einwohner schaffen. Derzeit bewegt sich die Stadt auf die 23000-Einwohner-Marke zu. Insgesamt peilt der Stadtrat ein Wachstum auf 27000 Menschen an.

Die größte Einzelinvestition in den kommenden Jahren soll aber der Neubau des Gersthofer Gymnasiums sein, den der Landkreis in Angriff nimmt. Mit geschätzten Kosten von 74 Millionen Euro wird es das bislang teuerste Gymnasium in der Geschichte des Landkreises. Darauf wies Vize-Landrat Heinz Liebert in seinem Grußwort hin. Baubeginn soll 2021 sein.

Zurück in das Jahr 2019, in dem die Stadt ihren 50. Geburtstag feiert und mit ihr eine Reihe von Vereinen Jubiläen. Die Stadtkapelle wird ebenfalls 50 Jahre alt, die Feuerwehr schon 150 Jahre. Der TSV, größter Sportverein im Landkreis, wird 110 Jahre alt. Ihren Höhepunkt sollen die Feierlichkeiten Ende Mai, Anfang Juni haben. Für den Pfingstsonntag (9. Juni) ist ein Festumzug durch die Stadt geplant.

Gestern wies Rathauschef Wörle auf die wichtige Rolle der mehr als 100 Vereine im Leben der Stadt hin. Um ihr Wirken hervorzuheben, wurden alle im Saal anwesenden Ehrenmitglieder und Ehrenfunktionäre auf die Bühne der Stadthalle gerufen. Allerdings geriet die Würdigung der verdienten Ehrenamtler rasch zum Hintergrundbild, weil – des engen Zeitplans wegen – vorne auf der Bühne Wörle mit seiner Präsentation fortfuhr, und in der waren auch wieder dem Thema „Verkehr“ ein paar Minuten gewidmet.

Angesicht von knapp 12000 Menschen, die jeden Tag nach Gersthofen zur Arbeit pendeln, und fast 7000 Gersthofern, die auf dem Weg zum Job die Stadt verlassen, nannte Wörle Mobilität eine „zentrale und überregionale Herausforderung“. Das Stadtoberhaupt machte deutlich, dass er in mehr fahrradfreundlichen Verkehrswegen einen Ansatz für die Zukunft sieht, und stellte fest: „Die Bequemlichkeit ist bei uns schon sehr groß geworden.“ Eine der Fragen sei, „ob wir alle jeden Tag unsere Autos brauchen“. Ein Wandel im Mobilitätsverhalten sei auch eine Mentalitätsfrage.

Die Stadt Gersthofen will diesen Wandel ab dem kommenden Jahr finanziell fördern. Für ihre Bürger soll das Nahverkehrsabo in Gersthofen nur noch 20 Euro im Monat kosten, in der AVV-Zone 10/20, die ganz Augsburg und seine engere Nachbarschaft umfasst, sollen nur 30 statt regulär mehr als 50 Euro fällig sein. Das hatte der Stadtrat im Herbst beschlossen.

Wörle wies beim gestrigen Bürgerempfang auf diesen Gersthofer Nahverkehrs-Rabatt, der ab Herbst greifen soll, noch einmal hin. Ebenso ein Thema waren der Freundschaftsvertrag und die Klimapartnerschaft mit der kenianischen Region Baringo County, deren Vertreter, Governor Kiptis Stanley, und der Abgeordnete Joshua Kandie, gestern Grußworte sprachen.

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