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Neusäß

23.01.2019

Auf der Suche nach der besten Fotovoltaikanlage

Die Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Schmuttertal-Gymnasiums in Diedorf betreibt der Landkreis Augsburg selbst. Sie liefert ein gutes Drittel des Stromverbrauchs der Schule.

Die Anlage für das Dach über den beruflichen Schulen soll nächstes Jahr in Neusäß gebaut werden. Es sind allerdings unterschiedliche Varianten möglich.

Welche Fotovoltaikanlage ist die beste für das Dach über den beruflichen Schulen in Neusäß? Mit dieser Frage befasst sich jetzt eine Wirtschaftlichkeitsstudie. Denkbar seien mehrere Möglichkeiten, so Kreisbaumeister Frank Schwindling auf der Sitzung des Bauausschusses im Landkreis. So könnte die Dachfläche an einen Investor verpachtet werden, ein Modell, das etwa an der Realschule Bobingen praktiziert wird. Eine andere Möglichkeit ist der Eigenbetrieb einer Fotovoltaikanlage. Hier sind wiederum drei Varianten möglich, so Schwindling:

  • Maximalbelegung: Die Dachfläche wird mit so vielen Modulen wie möglich belegt.
  • MaximaleCO2-Ersparnis: Es wird so viel Dachfläche belegt, dass möglichst viel CO2 eingespart werden kann.
  • Wirtschaftlichkeit: Die Leistung der Anlage wird so ausgelegt, dass ein möglichst großer Anteil des Stroms selbst verbraucht werden kann.

Wahrscheinlich könnte das letzte Modell das beste sein, prognostizierte der Kreisbaumeister. Denn eine Einspeisung von Strom ins Netz sei heute nicht mehr so lukrativ.

In wenigen Monaten soll das Ergebnis der Untersuchung im Bauausschuss vorgestellt werden, die Anlage selbst soll dann im nächsten Jahr aufgebaut werden. Wahrscheinlich wird sie zwischen 250.000 und 500.000 Euro kosten. Den Anstoß zur baldigen Umsetzung der Fotovoltaikanlage hatte die Kreistagsfraktion der Grünen mit einem Antrag gegeben.

Insgesamt hat der Landkreis die Dächer von einem Dutzend Gebäuden (meist Schulen) für Fotovoltaikanlagen verpachtet und erhält dafür von den Betreibern zwischen vier und sechs Prozent der Einspeisevergütung als Pacht. Die leistungsstärkste Pachtanlage befindet sich auf dem Dach des Schulzentrums in Schwabmünchen. Dort werden im Jahr mehr als 420.000 Kilowattstunden Strom erzeugt. Das entspricht in etwa dem Jahresverbrauch von 100 Haushalten.

In der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses nannte die Landkreisverwaltung auch Zahlen für die Fotovoltaikanlagen, die der Landkreis selbst betreibt. Sie stehen auf den Dächern des Landratsamtes in Augsburg, des Diedorfer Gymnasiums sowie der Dinkelscherber Helen-Keller- Schule.

Die derzeit leistungsstärkste Anlage befindet sich in Diedorf. Sie erzeugt um die 450.000 Kilowattstunden im Jahr und liefert damit ein gutes Drittel des Stromverbrauchs der Schule. Damit spart sich der Landkreis rund 33.000 Euro Stromkosten im Jahr. Darüber hinaus wurde in den vergangenen vier Jahren auch Strom für fast 115.000 Euro verkauft.

Bereits seit Mitte 2006 ist die Anlage auf dem Dach der Helen-Keller-Schule in Dinkelscherben in Betrieb und hat sich mit Einspeisungen von mehr als 280.000 Euro abbezahlt. Seit vergangenem Jahr, das übrigens ein ausnehmend ertragreiches war für die Sonnenkraftwerke, ist die PV-Anlage in der Gewinnzone. (jah, cf)

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