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Biberbach

13.02.2015

Beaver Creek im Augsburger Land

Gerüstet für den Wintersport am Fuchsberg: (von links) Bürgermeister Wolfgang Jarasch, der ehemaliger Wok-Fahrer Ernie Freundlinger und Victoria Dötterl (Skiclub Biberbach) mit Tochter Anne, 4 Jahre.

Was der Ort der Alpinen Skiweltmeisterschaft un der kleine Markt  Biberbach gemein haben.

Wenn Biberbachs Bürgermeister Wolfgang Jarasch sich derzeit die Skiweltmeisterschaft im US-amerikanischen Vail ansieht, schwingt bei ihm ein bisschen Lokalstolz mit. Nicht etwa, weil einer der deutschen Athleten aus Biberbach kommt – sondern vielmehr deshalb, weil die meisten Entscheidungen in dem Skigebiet Beaver Creek fallen. Und Beaver Creek bedeutet auf Deutsch eben nichts anderes als – na ja, eben Biberbach. Doch das ist nicht die einzige Gemeinsamkeit zwischen dem Ort im US-Bundesstaat Colorado und dem Markt im Landkreis Augsburg.

Denn auch wenn im deutschen Biberbach die Schneelage meist nicht gerade üppig ist – Bürgermeister Jarasch legt Wert darauf, dass die kleine Gemeinde zumindest bei der Begeisterung für den Wintersport ein Riese ist: „Am Fuchsberg gab es schon Ski- und Rodelrennen wie den Fuchsberg-Cup.“ Bei dem Gaudirennen, das seit 2003 je nach Wetterlage stattfindet, darf man mit einem Gefährt seiner Wahl den Rodelberg gegenüber der Schulturnhalle herunterfahren.

Einer der bekanntesten Teilnehmer des Fuchsberg-Cups ist dazu noch einer, der sonst lieber zum Tischtennisschläger greift: Ernie Freundlinger. Bei der ersten Auflage rutschte er gar mit einem Wok den Berg hinunter. Und das sogar, bevor Stefan Raab mit der Wok-WM im Fernsehen zu sehen war. Der heute 51-jährige Freundlinger erinnert sich: „Warum ich die Pfanne genommen habe, weiß ich heute auch nicht mehr. Die stand bei uns eben so rum. Die letzten Meter bin ich mit dem Wok in der Hand durch das Ziel gelaufen, weil ich nicht mehr gerutscht bin.“

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Klare Sache übrigens, dass es im Ort zum einen eine Snowboardschule gibt und der SC Biberbach auch eine Skiabteilung hat. Abteilungsleiterin Viktoria Dötterl erzählt: „Wir sind gar nicht mal so klein und haben früher sogar an Wettkämpfen teilgenommen.“ Heute organisieren die Biberbacher regelmäßig Skikurse. „Die älteste Teilnehmerin war heuer 40 Jahre alt, der Jüngste sechs Jahre.“ Und als einer der Skilehrer krank absagen musste, schnallte eben Rathauschef Jarasch die Skier an und gab sein Wissen weiter.

Zumindest was die Begeisterung für den Sport angeht, scheint das kleine Biberbach mit dem großen Beaver Creek also mithalten zu können. Nur bei einer Sache blickt Jarasch neidisch in die USA: Eines der Maskottchen der Ski-WM – Waschbär Earl und Berglöwe Pete – hätte er gerne hier. Denn der Berglöwe ist ein natürlicher Feind des Bibers, der den Biberbachern immer wieder zu schaffen macht. „Den könnten wir hier tatsächlich gut gebrauchen.“

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