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Neusäß

11.02.2020

Bei der Job-Info-Börse in Neusäß gibt es Tipps für den Traumberuf

Zahlreiche Arbeitgeber aus der Region stellten sich bei der Job-Info-Messe für Schüler an Ständen in der Stadthalle in Neusäß vor.
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Zahlreiche Arbeitgeber aus der Region stellten sich bei der Job-Info-Messe für Schüler an Ständen in der Stadthalle in Neusäß vor.
Bild: Christoph Lotter

Plus Bei der Job-Info-Börse in Neusäß können Schüler Kontakte knüpfen. Eine Berufsberaterin erklärt, wie der richtige Beruf in drei Schritten gefunden wird.  

Seinen Traumberuf zu finden, ist gar nicht so schwer: In nur drei Schritten könne man herausfinden, welche Berufe zu einem passen, erzählt die Berufsberaterin Marie-Christine Lehr bei der Job-Info-Börse in der Neusässer Stadthalle. Für viele Schüler stellen sich jedoch noch weitere Fragen: Soll ich studieren oder doch lieber eine Ausbildung machen? Wie verhalte ich mich eigentlich bei meinem ersten Vorstellungsgespräch?

Um diese Fragen zu beantworten und Schülern beim Start in das Berufsleben zu helfen, waren bei der Jobmesse mehr als 40 Aussteller als Ansprechpartner für die Schüler vor Ort. Neben regionalen Unternehmen wie der Bäckerei Schneider, der Tierarztpraxis Lenz oder der Gebäudereinigungsfirma „Meister Eder“ waren auch die zentrale Studienberatung der Universität Augsburg und die Agentur für Arbeit Augsburg vertreten.

Job-Info-Börse in Neusäß bietet Chance für Networking

„Ich hoffe, dass die Schüler heute merken werden, wie viele Wahlmöglichkeiten sie haben“, sagt der Neusässer Bürgermeister Richard Greiner in seiner Eröffnungsrede. Vor allem diene die Jobmesse dem Schließen von Kontakten: „Das ist heute eine wichtige Chance, Networking zu betreiben“, betont Greiner.

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Darauf hofft auch die 16-jährige Gymnasiastin Alina Bestle. Sie weiß bereits genau, in welche Richtung sie beruflich gehen will: „Ich will einen sozialen Beruf, am liebsten mit Kindern.“ Sie wolle die Jobbörse nutzen, um sich über dieses Berufsfeld zu informieren.

Teilgenommen an der Jobmesse haben alle weiterführenden Schulen in Neusäss. Deren Schüler hatten die Möglichkeit, mit den vertretenen Unternehmen ins Gespräch zu kommen, sich über Zugangsvoraussetzungen zu verschiedenen Berufsfeldern, über die jeweiligen Anforderungen und den Berufsalltag zu informieren.

An den Ständen war einiges geboten

An den Ständen der verschiedenen Arbeitgeber war einiges geboten: Die Bäckerei Schneider zeigte den Schülern beispielsweise, wie aus Teigrollen Brezen geformt werden. Beim Stand der Firma Kemmler, die Baustoffe und Fliesen herstellt, konnten die Schüler an einem Glücksrad drehen und verschiedenste Gewinne wie Arbeitshandschuhe oder Schraubenzieher erspielen.

Für diejenigen Schüler, die noch gar keinen Plan für ihre Zukunft gefasst haben, bot die Agentur für Arbeit Augsburg außerdem einen Vortrag zur Berufswahl an. Marie-Christine Lehr, Berufsberaterin für Mittel- und Realschüler, stellte dabei die drei Grundüberlegungen vor, die zum Traumberuf führen sollen: Im ersten Schritt wird überlegt, was man eigentlich will. Möchte man im Büro arbeiten? Sucht man den direkten Kontakt zu Menschen? Danach sollen Kenntnisse und Stärken eingeschätzt werden. „Manchmal ist es gar nicht so leicht, gute Dinge über sich selbst zu sagen. Wenn ihr aber einfach mal eure Eltern oder eure besten Freunde fragt, werdet ihr schon viele Antworten bekommen“, sagt Lehr.

In einem dritten Schritt wird dann überlegt, was für Anforderungen ein Beruf hat. „In der Überschneidung der drei Fragen liegt euer Traumberuf“, sagt Lehr. Durch das Verfahren können so 200 mögliche Ausbildungen oder Studiengänge zu fünf passenden reduziert werden.

Die Berufswahl wird immer schwieriger

Allgemein bemerke sie in den vergangenen Jahren eine größere Orientierungslosigkeit bei jungen Menschen in Bezug auf ihre Zukunft, erzählt Lehr. „Die Berufswahl wird für junge Menschen definitiv immer schwieriger.“ Das liege auch daran, dass sich die Berufsfelder zunehmend ausweiten und Berufe spezieller werden. Schüler würden daher immer mehr Hilfe brauchen, genau deshalb seien Aktionen wie die Jobmesse so wichtig.

Das sieht auch Siegbert Jaumann von der Polizeiinspektion Dillingen so. Er ist dort Einstellungsberater und hat bei der Job-Info-Börse alle Hände voll zu tun. „Es gibt unheimlich viele Interessierte, wir haben einen sehr großen Zulauf.“ Es seien Schüler aus allen verschiedenen Schularten zu dem Stand der Polizei gekommen. Alle Schüler habe er als sehr aufgeweckt und interessiert erlebt, sagt Jaumann. Die bayerische Polizei sei im vergangenen Jahr vom Trendence Institut Berlin erneut unter die besten Arbeitgeber in Bayern gewählt worden. Für ihn sei es daher wichtig, die Jobmesse zu nutzen, um Jugendliche über die Grundvoraussetzungen und das Bewerbungsverfahren für eine Karriere bei der bayerischen Polizei zu informieren.

Direkt mit Vertretern der Uni und Arbeitgebern reden

Auch für Louisa Heubach vom Justus-von-Liebig-Gymnasium ist die Jobbörse eine gute Chance. Die 17-jährige Schülerin wisse zwar, dass sie studieren will, schwanke aber noch zwischen verschiedenen Studienrichtungen. „Ich denke, dass mir der Vormittag heute weiterhelfen konnte. Es ist sehr gut, dass man gezielt Fragen stellen kann und direkt mit Vertretern der Uni und Arbeitgebern reden kann.“

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