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11.05.2015

Das erste Modell der neuen Mitte ist da

Die Grafik des Architekten zeigt das geplante Rössle-Grundstück an der Ecke Bahnhofstraße/Hauptstraße samt des freien Platzes.

Aystetter Freie Wähler informieren über Bebauung des Rössle-Grundstücks. Neben vielen positiven Stimmen gibt es auch Kritik an den Plänen

„Sie sind doch kein Kuhdorf! Ich kann da doch keinen Stadel hinbauen!“ wandte sich Architekt Volker Schafitel an einen Aystetter. Dieser hatte das Bauvorhaben auf dem Rössle-Areal als nicht stimmig kritisiert. Rund 80 Personen waren am Freitagabend zu der Informationsveranstaltung gekommen, die die Freien Wähler organisiert hatten. Vor Kurzem kam vom Landratsamt Augsburg die Genehmigung für das viel diskutierte Bauvorhaben von Bauherr Thomas Puschak.

Architekt Volker Schafitel und Bauherr Puschak, aber auch Bürgermeister Peter Wendel standen im Bürgersaal nun Rede und Antwort. Wendel ist überzeugt: „Wir haben was Tolles für Aystetten.“ Das sahen viele, aber eben nicht alle auf der Veranstaltung so.

„Es sieht passabel aus“, ließ sich etwa ein Bürger von der 3D-Powerpoint-Präsentation des Architekten überzeugen. Doch Schafitel musste auch eben kritische Anmerkungen zur Kenntnis nehmen, wie die, dass das moderne Gebäude nicht in ein Dorf wie Aystetten passe.

Die Neugestaltung von Aystettens Mitte interessierte die Bürger der Gemeinde. Lebhaft scharten sie sich auch um das „greifbare“ Holzmodell an einem Tisch. Das Modell wird auch im Rathaus zu besichtigen sein, ebenso auf der Homepage der Gemeinde. Was das Bürgerbegehren denn nun nach genehmigtem Bauantrag noch bringe? Wendel stellte klar: Das Bauvorhaben könne nicht mehr gestoppt werden. Den Freien Wählern sei wichtig gewesen, wieder einen Metzger in den Ort zu bringen. Puschak ist laut eigenen Aussagen mit drei ernsthaft interessierten Metzgereien in Verhandlung.

Weiter legten die Freien Wähler Wert auf seniorengerechte Wohnungen in Aystetten, aber auch auf einen Platz für Aystettens Mitte. Alle drei Faktoren würden mit dem Puschak-Neubau berücksichtigt, betonte Wendel, denn der Teil des früheren Rössle-Parkplatzes, auf dem der Brunnen steht, werde frei von Bebauung bleiben und dürfe künftig von der Gemeinde genutzt werden – auch wenn er im Eigentum Puschaks bleibe. Dieser Platz eigne sich aber wegen seiner Lage und Größe nicht für Feste, betonte Wendel, dafür sei der Dorfplatz bei der Schule da. Der westliche Teil des heutigen Rössle-Parkplatzes werde überbaut.

Wie der freie Platz und die Fläche an der Bahnhofstraße, die durch ein Zurücksetzen des Gebäudes an dieser Seite um drei Meter entsteht, gestaltet werden könnte, darüber will Bürgermeister Peter Wendel die Aystetter mitreden lassen.

Fest steht wohl, dass auch die Bäckerei Gellner, die mit einem Freiluftcafé liebäugelt, von der Aufweitung und Neugestaltung der Bahnhofstraße profitieren soll. Der Gebäudeteil, der den künftigen Metzgereiladen enthält, sei etwa 22 Meter von der Hauptstraße entfernt. Das mit 45 Grad geneigte Satteldach passe sich der Umgebung an, die Fensterrahmen seien aus Eichenholz, die Firsthöhe „etwa die gleiche“ wie beim „Hirsch“. Bis Ende des Jahres 2016 soll der Neubau fertig sein.

Am heutigen Montag wollen die Initiatoren des Bürgerbegehrens um 19.30 Uhr im Bürgersaal mit den Aystettern selbst besprechen, wie es mit dem Bürgerentscheid, der für den 14. Juni angesetzt ist, nun denn weitergeht.

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