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Kutzenhausen

06.09.2018

Das neue Oberhaupt der Schulfamilie in Kutzenhausen

Helen Stroh-Streicher will den Schülern an der Grundschule Kutzenhausen unter anderem Selbstbewusstsein und Eigenverantwortung für sich und ihr Tun vermitteln. Foto: Siegfried P. Rupprecht
Bild: Siegfried P. Rupprecht

Helen Stroh-Streicher ist die neue Leiterin der Grundschule in Kutzenhausen. Sie setzt ganz auf einen respektvollen und freundlichen Umgang.

Der Chefposten einer Grundschule im Landkreis Augsburg ist ihr nicht neu. Bereits von 2015 bis 2017 leitete Helen Stroh-Streicher die Hyazinth-Wäckerle-Grundschule in Ziemetshausen. Jetzt ist sie Rektorin der Bildungseinrichtung in Kutzenhausen und Nachfolgerin des in den Ruhestand wechselnden Heinz Kollarsch. Ihr Ziel sei, bestehende Projekte wie Antolin, Zahlenzorro und Gesundes Pausenbrot weiterzuführen, aber auch eigene Schwerpunkte in das Schulleben einzubringen, betont die 39-Jährige.

Schule ist für Helen Stroh-Streicher ein Haus der Begegnung und des Lernens. Insofern ist sie froh, dass die Grundschule Kutzenhausen sich das Motto „Schule ist Lern- und Lebensraum“ auf die Fahnen geschrieben hat. „So kann ich mich mit dem bestehenden Leitbild sehr gut identifizieren“, sagt sie.

Schöne Gebäude und eine gute Ausstattung

Groß umstellen muss sich die Schulleiterin in ihrem neuen Aufgabengebiet nicht. „Die Grundschulen Ziemetshausen und Kutzenhausen haben viele Parallelen“, erklärt sie. Beides seien Dorfschulen, weisen schöne Gebäude und eine gute Ausstattung auf, zudem engagierte Lehrkräfte. Das mache es leicht, eine Schule zu übernehmen.

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Dass die Rektorin überhaupt die Schule gewechselt hat, liegt an ihrer Familiensituation. „Mit meinem Mann und meinen Söhnen Julian und Joshua wohne ich in Horgau“, sagt sie. Morgens bringe sie die Kinder in die Kita. „Da kommt mir bei der Ausübung meines Berufs die jetzige wesentlich kürzere Fahrzeit sehr entgegen.“

Besonders am Herzen liegt ihr die Schulerlebnispädagogik: „Sie zielt auf die Bildung und Stärkung der Ich-Kompetenz ab, beinhaltet die Übernahme von sozialer Verantwortung und die Eingliederung in die Klassengemeinschaft.“ Wichtig sei ihr in diesem Zusammenhang auch der Erwerb von Kompetenzen durch die Schüler. Diese Kompetenzen stehen auch im Mittelpunkt des Konzepts „Lehrplan-Plus“ und gehen über den reinen Erwerb von Wissen hinaus. Hier erarbeiten sich die Schüler Fertigkeiten, lebensweltliche Probleme zu lösen sowie die Bereitschaft, dies auch zu tun.

Der Ausbau der schulischen Medienbildung ist ihr wichtig

Wichtig ist der neuen Rektorin zudem der Ausbau der schulischen Medienbildung. Es sei für die Schüler heutzutage unabdingbar, darin Kenntnisse und Fähigkeiten zu erwerben. „Nur so können sie sachgerecht, selbstbestimmt und verantwortungsvoll in einer multimedial geprägten Gesellschaft handeln“. Hier gebe es in Kutzenhausen noch etwas zu tun. Bang ist ihr davor nicht. Ganz im Gegenteil.

Mit Kutzenhausen kommt für sie auch die Stärke der kleinen Dorfschule zugute. Dabei geht sie gern ins Detail: „Alle Beteiligten bilden eine große Schulfamilie: die Schüler, die Eltern, die Schulleitung, die Sekretärin, der Hausmeister, das pädagogische Personal, die Gemeinde, die öffentlichen Partner und die Reinigungskräfte.“ Sie alle hätten bislang einen respektvollen und freundlichen Umgang miteinander gepflegt und sich nachhaltig in die Schule eingebracht. Das werde auch künftig so sein, bekräftigt sie.

Trotz Nutzung aller Ressourcen stehe jedoch bei ihr und ihrem Team immer noch jeder einzelne Schüler im Mittelpunkt. Die große Kunst sei dabei, die Schüler weder über-, noch zu unterfordern und möglichst flexibel auf sie zu reagieren.

Die Familie ist für sie ein wichtiger Ruhepol

Freizeit und Familie sind Helen Stroh-Streicher sehr wichtig. „Ich versuche möglichst, mein Berufsleben aus dem Privaten herauszuhalten“, gesteht sie. Die Familie sei ein wichtiger Ruhepol. Abschalten könne sie bei Reisen, beim Lesen und beim Canyoning – dem sportlichen Begehen einer Schlucht von oben nach unten in verschiedenen Varianten. Sport sei auch ihr Lieblingsfach im Gymnasium gewesen. Darüber hinaus habe sie unter anderem unter dem Titel „Sport in der Grundschule“ ein Lehrbuch für Grundschulkräfte herausgegeben.

Besonders freut sich die Rektorin darauf, dass sie neben der Verwaltungsarbeit auch unterrichten darf. Sie wird Klassenleiterin der künftigen dritten Klasse sein und das freut sie besonders. Denn: „Mein Herz hängt am Unterrichten.“

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