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Meitingen

22.10.2017

Der neue Pfarrer ist da

Stefan Pickart gerät über seinen neuen Einsatzort regelmäßig ins Schwärmen. Sogar der versetzt stehende Kirchturm hat es ihm angetan.
Bild: Steffi Brand

Stefan Pickart beginnt sich in der Meitinger Johannesgemeinde einzurichten. Dort erinnert ihn manches an frühere Stationen.

Stefan Pickart ist angekommen. Der Pfarrer, der in der evangelisch-lutherischen Johannesgemeinde Meitingen die Nachfolge von Markus Maiwald antritt, ist mit Sack und Pack ins Pfarrhaus eingezogen. Noch türmen sich die Kisten in seinem Büro. Doch bald soll alles seinen Platz haben. So wie Pickart und seine Familie inmitten der Gemeinde.

Der 53-jährige Familienvater hat sich ganz bewusst für Meitingen entschieden. Bereits im Mai hat er sich gemeinsam mit seiner Frau im Ort umgesehen und entschieden: „Das passt.“ Über seinen neuen Wirkungskreis, den er in seinen Ausmaßen noch gar nicht so genau fassen kann, gerät er buchstäblich ins Schwärmen.

Die ländliche Gegend, die Natur vor der Haustür und die Nähe zu Augsburg gefallen ihm gut. Die Gemeindemitglieder, die er bis dato kennenlernen durfte, zeugen von einer aktiven Kirchengemeinde. „Sie verstehen sich als Gemeinde, die zusammenhält“, fasst Pickart seine ersten Eindrücke zusammen. Einen toleranten Umgang untereinander - das wünscht er sich. Auch die Kirche, der versetzt stehende Kirchturm und das Gemeindehaus gefallen ihm gut.

Aktuell kann Pickart seinen Wirkungskreis geografisch betrachtet nur schwer abschätzen. Dieser reicht im Augsburger Land von Biberbach bis Allmannshofen und umfasst einige Gemeinden im Landkreis Aichach-Friedberg (Baar, Todtenweis, Aindling). Eins weiß der evangelische Pfarrer allerdings ganz genau: Sein komplettes Gemeindegebiet mit dem Fahrrad zu befahren - wie bei seiner vorherigen Stelle in Gröbenzell, in der er die komplette Jugendarbeit auf neue Beine gestellt hat - wird hier nur schwer möglich sein. Dennoch erinnert ihn hier viel an seine früheren Stellen.

Der Kirchenbus, der einige Gemeindemitglieder sonntags nach Meitingen zum Gottesdienst bringt, lässt ihn an seine Vikarstelle in Simbach am Inn zurückdenken. Die Meitinger Kirche und die Kirche der Zachäusgemeinde in Gröbenzell, die Pickart für seinen neuen Posten in Meitingen hinter sich ließ, wurden einst im selben Jahr erbaut. Zum Abschied habe man ihm dort erklärt, dass er das Publikum deutlich verjüngt habe, berichtet der 53-Jährige. Das neue Gemeindehaus in Meitingen lässt ihn an seine erste Pfarrstelle in der Friedenskirchengemeinde in Dachau zurückdenken. So ist die evangelisch-lutherischen Johannesgemeinde Meitingen auch ein Stück weit eine Mischung aus all seinen bisherigen Erfahrungen.

Unabhängig davon, wo Pickart gerade wohnte und arbeite, stets hatte die Musik eine große Bedeutung in seinem Leben. Der 53-Jährige ist passionierter Hobby-DJ - und das bereits seit seinem Engagement in der Jugendarbeit. Damals legte er auf Jugendpartys auf.

Während dem Studium kümmerte er sich um die Musik bei Uni-Feten und auf Hochzeiten. Mittlerweile ist er vom Plattenspieler auf MP3 umgestiegen. Auch das Percussion-Spiel ist seine Leidenschaft, in deren Genuss sicherlich auch die Besucher des Gottesdienstes kommen werden. Seine Leidenschaft zum Salsa tanzen wird er hingegen eher außerhalb der Kirche nachgehen. Auch das Radfahren und Wandern gehört zu seinen Hobbys, die in einer Sechs-Tage-Woche untergebracht werden müssen.

Bis zum Einführungsgottesdienst, der am Sonntag, 29. Oktober, um 15 Uhr stattfinden wird, hat Pickart noch einige Punkte auf seiner To-do-Liste. Er will die Vorgänge und Abläufe in der Gemeinde ebenso kennenlernen wie die Menschen. Bürgermeister treffen. Ansprechpartner kennenlernen. All das plant Pickart für die nächsten Tage - neben dem Auspacken der Kisten. Den Einführungsgottesdienst wird er ab der Predigt bestreiten. Zuvor wird der Dekan sprechen. Und auch Vertreter seiner bisherigen Wirkungsstätten sollen beim feierlichen Einführungsgottesdienst dabei sein.

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