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Wörleschwang

16.02.2021

Die Zusam bei Wörleschwang wird ökologisch ausgebaut

Die zugefrorene Zusam bei Wörleschwang hat unser Leser Werner Müller fotografiert.
Foto: Werner Müller (Leserfoto)

Plus Das Wasserwirtschaftsamt plant 2022 einen ökologischen Ausbau der Zusam in Wörleschwang. So ist der aktuelle Stand zum Hochwasserschutz in Zusmarshausen.

Der Hochwasserschutz im Zusmarshauser Ortsteil Wörleschwang soll verbessert werden. Das hat der Marktgemeinderat schon 2020 beschlossen, nachdem die damalige Fraktion SPD/Aktives Bürgerforum einen Antrag gestellt hatte. Was ist knapp ein Jahr später aus diesen Plänen geworden?

Gemeinsam mit dem Wasserwirtschaftsamt in Donauwörth wollte die Marktgemeinde an einem besseren Hochwasserschutz für das Dorf an der Zusam arbeiten. Deshalb hatte die Verwaltung den Antrag an das Wasserwirtschaftsamt weitergeleitet. Die Antwort dürfte für Ernüchterung sorgen: Ein Ausbau zur direkten Hochwasserentlastung stehe bei den zurzeit geplanten Vorhaben nicht auf der Agenda.

Der Zustand der Zusam soll verbessert werden

Wichtigstes Ziel sei im Moment der ökologische Ausbau der Zusam nach der europäischen Wasserrahmenrichtlinie, erklärte das Wasserwirtschaftsamt. Der ökologische Zustand der Zusam soll verbessert werden. Geplant ist der ökologische Ausbau an zwei Stellen der Zusam in Wörleschwang. Sie liegen etwa 500 Meter auseinander.

2022 sollen die Arbeiten losgehen. Es sollen naturnahe Gewässerläufe entstehen und eine Sohlrampe zurückgebaut werden. Die Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes nehmen an, dass es durch diese Maßnahmen bei einem Hochwasser teilweise sogar zu einer Vergrößerung der überschwemmten Flächen kommen könnte. Die betroffenen Grundstücke gehören der Marktgemeinde und dem Freistaat Bayern.

Gespräche zum Hochwasserschutz in Zusmarshausen werden verschoben

Damit das Wasserwirtschaftsamt die Zusam hier ökologisch ausbauen kann, muss Aushubmaterial auf Flächen der Marktgemeinde zwischengelagert werden, außerdem wird eine Zufahrt über mehrere Grundstücke möglich gemacht werden. Auf einigen Flurstücken bestehen jedoch Pachtverträge, sodass die Marktgemeinde zunächst abklären will, wie ein Ausfall entschädigt werden kann und welches Material dort gelagert werden soll. Die Verhandlungen mit dem Wasserwirtschaftsamt sind noch nicht abgeschlossen.

Gespräche wegen des Hochwasserschutzes waren laut Peter Finkenzeller, Sachgebietsleiter der Technischen Bauverwaltung in Zusmarshausen, schon 2020 mit dem Wasserwirtschaftsamt geplant. Die Marktgemeinde habe ihr Interesse an diesen Gesprächen im Rahmen des Hochwasserrisikomanagements des Landkreises bekundet, erklärt Peter Finkenzeller. Wegen der Corona-Pandemie fanden sie bislang jedoch nicht statt.

Unterredungen mit den betroffenen Gemeinden sollen nachgeholt werden. Hier werde nach Priorität vorgegangen, führte Peter Finkenzeller aus. Wann Wörleschwang an der Reihe ist, konnte er nicht sagen.

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