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Gersthofen

04.02.2016

Ein politisches Urgestein Gersthofens

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2 Bilder
Josef Schuler wird mitunter der "heimliche Bürgermeister von Batzenhofen genannt. Batzenhofen
Bild: Marcus Merk

 Ehrenbürger Josef Schuler feiert neben seinem 85. Geburtstag auch 60 Jahre Mitgliedschaft in der SPD

Von Gerald Lindner

  Er ist wahrhaft ein „politisches Urgestein“, Gersthofer Ehrenbürger und Altstadtrat: Josef Schuler. Nicht nur seinen 85. Geburtstag feierte er in diesen Tagen, er kann inzwischen auch auf 60 Jahre Mitgliedschaft in der SPD zurückblicken.

Einer der letztenechten Batzenhofer

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1931 wurde Josef Schuler in Batzenhofen geboren, und seiner Heimat ist er bis heute treu geblieben. „Ich bin einer der letzten echten Batzenhofer“, pflegt er zu sagen. Er bringt sich auch im hohen Alter noch als Ehrenmitglied einiger Vereine weiterhin im Ort ein – soweit es seine Gesundheit erlaubt.

Mit 25 Jahren in dieSPD eingetreten

Aus Anlass der Kommunalwahl im Jahr 1956 im damals noch selbstständigen Batzenhofen trat Josef Schuler, damals 25-jährig, am 1. Februar der SPD bei. In der Zwischenzeit war Josef Schuler 48 Jahre in der Kommunalpolitik. Von 1966 bis 2014 war er ununterbrochen für die SPD zunächst Mitglied im Gemeinderat Batzenhofen und später im Gersthofer Stadtrat.

Der "heimliche

Bürgermeister"

Wegen seines Einsatzes für den westlichen Ortsteil Batzenhofen, in dem er bis heute wohnt, wurde er auch immer wieder der „heimliche Bürgermeister“ Batzenhofens genannt. Bei der Kommunalwahl im Jahr 2014 trat Schuler nicht mehr an. Josef Schuler, bereits mit dem Ehrenring, der Bürgermedaille und dem Ehrentitel „Altstadtrat“ gewürdigt, bekam auch vom Freistaat die Verdienstmedaille in Bronze. Im Dezember 2014 wurde er dann für seine Verdienste um das Gemeinwohl zum Gersthofer Ehrenbürger ernannt.

Besuch zumJubiläum

Sehr geschätzt wurde Schuler überdies im Bauausschuss, dem er seit dem Jahr 1978 angehörte. „Dabei haben mir sein Pflichtbewusstsein, sein gesunder Menschenverstand und seine Geradlinigkeit stets imponiert“, ließ der frühere Bürgermeister Siegfried Deffner bei der Feier zur Verleihung der Ehrenbürgerwürde ausrichten.

In der SPD hatte Josef Schuler fast alle denkbaren Vorstandsfunktionen inne. „Bei Wahlkämpfen zählte er zu den fleißigsten Kandidaten“, so der heutige SPD-Fraktionsvorsitzende im Gersthofer Stadtrat, Peter Schönfelder.

Zum Jubiläum seines Eintritts in die SPD, wo er seit 60 Jahren Mitglied ist, fanden sich die Ortsvereinsvorsitzende Janine Hendriks, der Landtagsabgeordnete Herbert Woerlein, die frühere Dritte Bürgermeisterin Annegret Kirstein und der Fraktionsvorsitzende Peter Schönfelder zu einer kleinen Feierstunde bei Josef Schuler ein.

In ihrer Laudatio bezeichnete Janine Hendriks den Jubilar als „Vorbild für Treue zur Partei und für den Einsatz zur Wahrung unserer Demokratie“. In netter Runde tauschten die Sozialdemokraten viele Erinnerungen aus. Voller Stolz zeigte Josef Schuler seinen Gästen sein Parteibuch, in dem keine einzige Beitragsmarke fehlt und das vor vielen, vielen Jahren durch eine Unterschrift von Herbert Wehner einen besonderen Wert erhielt.

In vielen Vereinensehr engagiert

Doch nicht nur politisch war Schuler aktiv, er setzte sich auch in vielen Vereinen ein. So war er 25 Jahre lang Feuerwehrvorsitzender in Batzenhofen. Daneben ist er einer der Gründer des CSC Batzenhofen-Hirblingen und gehört seit 1962 dem Musikverein Batzenhofen an, wo er sich 49 Jahre im Vorstand engagierte. Schon zu einem früheren runden Geburtstag auf seine Verdienste angesprochen, wies Schuler alles Lob bescheiden zurück: „Ich habe ja nur meine Pflicht getan.“

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