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Corona

28.03.2020

Feierabend-Zigarette ruft Polizei auf den Plan

In Stettenhofen rauchten Mitarbeiter eines Supermarktes gemeinsam und mussten eine Strafe zahlen.
Bild: Christin Klose (Symbol), dpa

Sechs Mitarbeiter stehen nach Ladenschluss vor einem Supermarkt in Stettenhofen. Was früher kein Problem war, rief nun die Polizei auf den Plan.

Eine unerwartete Begegnung mit der Polizei hatten am Donnerstagabend sechs Mitarbeiter eines Einkaufsmarkts in Stettenhofen.

Offenbar hatten sich die Mitarbeiter dieses Markts nach Schließung des Ladens noch vor der Türe zum Rauchen getroffen und auf Kolleginnen gewartet. Dann kam eine Polizeistreife. Auf seiner Facebook-Seite drückte der Marktleiter seinen Zorn aus. Er betonte, dass die Kollegen alle jeweils zwei Meter Abstand zueinander eingehalten hätten – eine Distanz, die tagsüber im Laden selbst leider nicht möglich sei. Daher könne er nicht verstehen, dass die Polizei hier eingeschritten sei.

Rauchen nach der Arbeit als Straftat?

„Die Kollegen sind wohl hingefahren“, erklärt Thomas Klingler, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Gersthofen. „Dort wurden sechs Personen angetroffen.“ Es habe sich dabei um einen Verstoß gegen die Allgemeinverordnung gehandelt, nachdem eine Versammlung von mehr als zwei Menschen, die nicht im selben Haushalt wohnen, verboten ist.

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„Ich gehe davon aus, dass die Kollegen an die Vernunft der sechs Leute appelliert haben.“ Dass Strafen ausgesprochen worden seien, kann Klingler nicht bestätigen. „Es wurde von den Kollegen keine Anzeige erstattet.“ Eine solche verbotene Versammlung werde als Straftat behandelt. „Und da sind wir gehalten, konsequent zu reagieren.“ In einem solchen Fall bleibe es nicht bei einer kleinen Geldbuße. „Da sollen wir 250 Euro Strafe aussprechen.“ Das sei auch das, was die bayerische Staatsregierung fordert.

Facebook-Eintrag wieder gelöscht

Klingler selbst kann das auch verstehen: „Allmählich sollte jeder begriffen haben, wie ernst die Lage ist – und dass auch niemand ohne Ausnahme gegen eine Ansteckung und schwere Covid-19-Erkrankung gefeit ist.“

Der Facebook-Eintrag des Marktleiters war am Freitagnachmittag gelöscht. Er wollte sich dazu gegenüber unserer Redaktion nicht äußern.

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27.04.2020

Ankunft am Flughafen Frankfurt aus Paris kommend vor 2 Wochen: Bei der Einreise- und Passkontrolle hatten die Polizeibeamten keinerlei Gesichtsschutz und Handschuhe benutz, auch ein Scheiben- oder Plastikschutz am Schalter war nicht vorhanden. Ich musste, mit FFP2 Maske bewehrt, meinen Pass abgeben und die Maske abnehmen zur Kontrolle und das in ca. 60 cm Abstand (habe leider kein 1,5 - 2 Meter lange Arme). Auf meine Frage, warum die Beamten keinen Schutz tragen, bekam ich keine Antwort und sollte weitergehen.

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29.03.2020

ehr geehrte Damen und Herren,

ich habe folgendes Feedback zu Ihrem Newsletter: Ich verstehe sehr gut,das Regeln eingehalten werden müssen.

Aber diese Aktion ist total übertrieben. Diese Leute vor dem Supermarkt, arbeiten den ganzen Tag ohne den Mindestabstand einhalten zu können. An der Service Theke Schulter an Schulter.Die Kunden nehmen absolut keinen Abstand wenn sie an das Personal eine Frage haben. Tag für Tag sind sie der Ansteckung ausgesetzt. Das greift sehr Stark die Phsyche an. Wenn Feierabend ist und sie noch zusmmen eine Zigarette rauchen, kann man das absolut nicht verübeln.Im Laden selber würden sie auch beieinander Stehen.Aber es gibt in der Filliale keinen Raucher Raum. Man sollte in dieser Zeit auch ein bisschen Menschlich bleiben. MFG

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29.03.2020

Warum ist eigentlich in der Arbeit eine Zsammenkunft von mehr als zwei Leuten erlaubt, in bestimmten Firmen sogar hunderte..bei denen ist es egal? Leute so werdet ihr das Virus nie eindämmen..

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16.05.2020

so ein schmarn, wenn nicht mal die Polizei bei Personen Kontrollen eine Maske tragen muss, wieso dann wir? vor 3 Wochen gings auch ohne Maske!

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