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Bayern: Verwaltungsgerichtshof kippt 15-Kilometer-Regel

16.07.2020

Frauen in der Unterzahl

Nur fünf Bürgermeisterinnen

Mit der jüngsten Kommunalwahl hat sich der Anteil der weiblichen Oberbürgermeister, Bürgermeister und Landräte im Regierungsbezirk Schwaben zwar leicht verbessert, doch dümpelt ihre Zahl noch immer im einstelligen Bereich dahin. „Von einer paritätischen Besetzung in den schwäbischen Landkreisen und kreisfreien Städten sind wir weit entfernt“, sagt SPD-Landtagsabgeordnete Simone Strohmayr. Sie bezieht sich auf ihre aktuelle Anfrage.

Für den Landkreis Augsburg bedeutet das: Unter den insgesamt 46 Bürgermeistern sind nur fünf weiblich. Neu ist zum Beispiel Christine Gumpp aus Ellgau, die lange Jahre Vizebürgermeisterin der Kommune war. Im Regierungsbezirk Schwaben sind 35 der 330 Bürgermeister und drei der zehn Oberbürgermeister weiblich.

Dazu gehören die kreisfreie Stadt Augsburg, darüber hinaus Lindau am Bodensee und Neu-Ulm, die nun von zwei jungen Frauen geführt werden. Von den insgesamt zehn Landräten im Regierungsbezirk Schwaben sind zwei weiblich, darunter nur im Ober- und Ostallgäu.

Strohmayr: „Wir brauchen endlich ein Paritätsgesetz in Bayern. Wenn wir nicht anschieben, bewegt sich nichts.“ Zudem müsste sich das gesamtgesellschaftliche Verständnis ändern. „Wir müssen Frauen endlich mehr unterstützen, zum Beispiel durch familienfreundlichere Sitzungszeiten. Politik und Familie müssen vereinbar sein.“ Frauen seien durch Mehrfachaufgaben (wie Erziehung der Kinder, Beruf und Pflege der Angehörigen) stark belastet. „Die Situation ist durch die Corona-Krise nicht gerade besser geworden.“ (AZ)

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