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Landkreis Augsburg

14.05.2019

Fußball-Nachlese: Abstiegskandidat Nr. 1? Von wegen!

Stolz präsentierten Abteilungsleiter Oliver Osterhoff und Trainer Goran Boric vom SC Altenmünster das eigens angefertigte T-Shirt, auf dem das Prädikat „Abstiegskandidat Nummer 1“ durchgestrichen war. 
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Stolz präsentierten Abteilungsleiter Oliver Osterhoff und Trainer Goran Boric vom SC Altenmünster das eigens angefertigte T-Shirt, auf dem das Prädikat „Abstiegskandidat Nummer 1“ durchgestrichen war. 
Bild: Oliver Reiser

Plus Der SC Altenmünster verblüfft die Fußball-Experten, doch für den Trainer ist die Mission nicht erfüllt. Alle Tops & Flops im Augsburger Land.

Für Marco Löring gibt es nichts zu diskutieren: „Wir müssen am Samstag in Illertissen gewinnen – und dann schauen wir, was passiert!“ Selbst mit einem Sieg ist der SV Cosmos Aystetten nämlich noch immer nicht aller Sorgen entledigt. Es wird auch darauf ankommen, wie die Konkurrenz spielt. „Das Schicksal hat uns in diese missliche Situation geführt. Jetzt müssen wir diese Lage annehmen“, fordert Cosmos-Vorsitzender Thomas Pflüger die Seinen auf. Um alle mit ins Boot zu nehmen und geschlossen als Mannschaft aufzutreten, hat Löring am Samstag sogar die Langzeitverletzten Maximilian Klotz und Benedikt Schmoll auf die Bank gesetzt. Nach dem Ausfall von Patrick Szilagyi (Sprunggelenksverletzung) musste Klotz sogar ins Geschehen eingreifen.

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Der Coach will die aktuelle Notlage nicht am letzten Spiel festmachen, bei dem er den Knackpunkt im unglücklichen 0:1 sah: „Ab diesem Moment hat nichts mehr geklappt. Wir hatten genügend Möglichkeiten, aber wenn man das leere Tor nicht trifft, ...“ Dann muss eben bis zum allerletzten Moment gezittert werden. Der Tabellen-15. der Landesliga wird übrigens definitiv nicht der Relegation entgehen, in der in sieben regionalen Vierergruppen jeweils ein Landesligist in Hin- und Rückspielen im Europapokalmodus ermittelt wird.

TSV Gersthofen hat einen neuen Torhüter

Bester Mann war Torhüter Alexander Bernhardt, der den verletzten Valentin Coca vertrat. Der 21-Jährige wird den SV Cosmos Richtung TSV Aindling verlassen. Einen neuen Torhüter hat auch der TSV Gersthofen verpflichtet. Vom Landesligisten FC Memmingen II kommt Niklas Gordy, der künftig in Augsburg studieren wird. Einen Arbeitsplatz auf dem Posten zwischen Pfosten verlegt Tobias Weber vom SV Thierhaupten zum TSV Dinkelscherben.

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Als „Abstiegskandidat Nummer eins“ war der Aufsteiger SC Altenmünster in die Saison 2018/19 der Bezirksliga Nord gegangen. Bereits am vorletzten Spieltag konnten die Mannen um Trainer Goran Boric alle Kritiker Lügen strafen. Trotz der 1:4-Niederlage beim TSV Gersthofen war der Klassenerhalt perfekt. „Das ist mehr wert, als es der Aufstieg war“, freute sich der scheidende Coach. Unmittelbar nach Spielende zwängte er sich ebenso wie Abteilungsleiter Oliver Osterhoff in ein T-Shirt, auf dem stand: „Absteiger Nummer 1“ – nur, dass diese Worte dick durchgestrichen waren. Darunter ist zu lesen: Klassenerhalt 2019.

Die Mission in Altenmünster ist noch nicht erfüllt

Für Goran Boric ist die Mission in Altenmünster aber noch nicht erfüllt. Er will auch mit der zweiten Mannschaft aufsteigen, die sich in der B-Klasse West 4 den Relegationsplatz gesichert hat. „Dann muss mir der Oli ein Denkmal setzen“, sagt der 37-Jährige und lacht.

In der kommenden Saison könnte der SC Altenmünster in der Bezirksliga Nord auf den TSV Wertingen treffen. Drei Jahre Kreisliga und dreimal in der Relegation gescheitert – das sollte genug sein, ist man der Meinung in der Zusam-Metropole. Mit welcher Entschlossenheit der Tabellenzweite gegen den führenden FC Mertingen in das „Finale dahoam“ auf dem Judenberg gehen will, macht Sportlicher Leiter Fritz Bühringer deutlich: „Ich sag es mit den Worten unseres Trainers. Bis jetzt haben wir unsere Schulaufgaben gemacht. Jetzt folgt das Abitur. Wir sind voller Tatendrang.“

Lohwaldkicker gehen in die Relegation

In der Kreisliga Augsburg ist eine weitere Entscheidung gefallen. Durch das 2:2-Unentschieden des TSV Neusäß beim TSV Dinkelscherben ist dem TSV Haunstetten die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen. Die Lohwaldkicker gehen in die Relegation. Damit hat das nach dem letztjährigen Abstieg neu formierte und stark verjüngte Team von Trainer Charly Pecher weit mehr erreicht, als erwartet. Deutlich stärker eingeschätzte Konkurrenten wie die SpVgg Westheim, der FC Horgau oder der TSV Dinkelscherben wurden auf die Plätze verwiesen.

Im ersten Relegationsspiel, das voraussichtlich am 21. oder 22. Mai stattfindet, trifft der TSV Neusäß auf den Vizemeister der Kreisliga Süd. Das ist entweder der TSV Betzigau (52 Punkte) oder der SV Stöttwang (51), die sich am Sonntag im Spitzenspiel 2:2 trennten. Der Gewinner trifft dann auf den Sieger der Partie des Vizemeisters der Kreisliga Mitte (momentan sind hier der TSV Ottobeuren und der TSV Kammlach punktgleich) gegen den 13. der Bezirksliga Süd. Hier kommen noch der FC Sonthofen II, TSV Wiggensbach oder der TSV Babenhausen in Frage.

SSV Margertshausen hat alle Trümpfe in der Hand

Wesentlich spannender ist die Situation vor dem letzten Spieltag am Tabellenende. Hier kommen mit dem TSV Zusmarshausen, dem SSV Margertshausen, Suryoye Augsburg, dem TSV Schwabmünchen II und dem FSV Wehringen noch fünf Mannschaften in Frage, von denen eine den TSV Leitershofen in die Kreisklasse begleiten und zwei in die Relegation gehen müssen. Aufsteiger Margertshausen (28 Punkte) kann dabei mit einem Sieg gegen Schwabmünchen II (29) drei Mannschaften hinter sich lassen und aus eigener Kraft den Klassenerhalt sichern, weil der FSV Wehringen (29) spielfrei ist.

Kräftig gefeiert wurde am Sonntag in den Neusässer Ortsteilen. Der TSV Steppach und der SV Ottmarshausen holten sich die Titel in den A-Klassen Mitte und Nordwest. Während die Vorfahren der blutjungen Steppacher zur Jahrtausendwende schon einmal in der Kreisliga vertreten waren, betritt der SVO in der Kreisklasse völliges Neuland. Dieser Triumph wurde beim griechischen Wirt und Fußball-Fan „Soto“ im Sportheim kräftig gefeiert. „Unser Wirt hatte Tränen in den Augen. Aber auch alle anderen waren nach dieser langen Strecke natürlich alle ganz aus dem Häuschen“, berichtet Abteilungsleiter Ulrike Mayer.

Die Feierlichkeiten werden wohl weitergehen

Als Letzter kam dann auch noch Torjäger Benjamin Keller hinzu – direkt von einem Junggesellenabschied. Er und Stefan Fixle sind die einzigen älteren Kicker in einer ganz jungen Truppe. „Durch die JFG Lohwald haben wir in den letzten Jahren immer wieder gut ausgebildete Spieler bekommen und es geschafft, sie an uns zu binden“, freut sich Ulrike Mayer über einen ganz besonderen Spirit, weil sich alle lange kennen und im Ottmarshauser Umfeld wohlfühlen. Und die Feierlichkeiten werden wohl weitergehen, denn auch die zweite Mannschaft, in der eher die älteren Semester kicken, steht in der B-Klasse West kurz vor dem Titelgewinn. „Wir wollen den Doppelaufstieg“, sagt Tomas Kohoutek, der im Trainerduo zusammen mit Meinrad Horak für den Aufschwung verantwortlich zeichnet.

Die nächste Meisterschaft kann der TSV Fischach in der A-Klasse Süd einfahren. Nach dem 3:0 gegen den Türk SV Bobingen hat man jetzt sechs Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten TSV Walkertshofen, bei dem man nächsten Sonntag antritt. Das Hinspiel hatte Fischach mit 4:0 gewonnen, sodass der Tabellenführer nur im Falle einer Niederlage mit mehr als vier Toren nochmals um den direkten Aufstieg bangen muss. Gegen Bobingen kam sechs Monate nach seiner Fersenoperation wieder Spielertrainer Dominik Bröll zum Einsatz, der prompt einen Treffer erzielte. Doch es war wohl das letzte Spiel in dieser Saison für den Torjäger (28 Treffer). „Ich hab es noch mal versucht, aber es hat keinen Wert. Ich werde mich noch einmal operieren lassen müssen“, so Bröll.

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