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Gersthofen

25.04.2020

Gersthofer Bahnhof: Mit dem Aufzug geht es hoch zum Bahnsteig

Der Gersthofer Bahnhof wird umgebaut. Unter anderem werden die Bahnsteige erneuert.
Bild: Andreas Lode

Plus Die Arbeiten am neuen Gersthofer Bahnhof schreiten weiter voran. Der Park-and-ride-Platz dient derzeit als Lagerfläche für das Baumaterial.

Die Aufzugschächte ragen in den Himmel, westlich der Bahnlinie Augsburg-Donauwörth halten hohe Spundwände die Böschung in Schach: Die Bauarbeiten für den neuen Gersthofer Bahnhof sind weiterhin in vollem Gange.

Die im Sommer 2019 eingeschobene neue Unterführung, welche die Fußgänger auf kurzem Weg auf die jeweils andere Seite des Bahndamms gelangen lässt, ist ein zentraler Bestandteil der Neugestaltung des Bahnhofs. Rund zehn Millionen Euro hat die Stadt Gersthofen für die Erneuerung des Areals eingeplant, der Tunnel verschlingt davon rund vier Millionen Euro. Über zwei Aufzüge werden in Zukunft die Bahnsteige barrierefrei erreichbar sein. Sollte einer der Aufzüge einmal nicht funktionieren, stehen dann rollstuhl- und kinderwagengerechte Rampen zur Verfügung, um zu den Zügen zu gelangen. Dies soll das Gelände, das früher bereits schon bei einem Wettbewerb der Grünen zum „gammeligsten Bahnhof Bayerns“ gekürt und im Volksmund gar „Somalia-Bahnhof“ genannt wurde, wieder aufwerten. Das heruntergekommene alte Bahnhofsgebäude war bereits im Februar 2016 abgerissen worden.

Selbst am Sonntag sind Bauarbeiter am Gersthofer Bahnhof im Einsatz

Gelagert wird derzeit ein guter Teil des Baumaterials auf dem westlichen Park-and-ride-Platz an der Westendstraße. Auch am Wochenende wurde gebaut. Denn die Bahn baut dort die Außenbahnsteige. Dafür sind die Arbeiter hin und wieder auch sonntags am Werk. Mit dem Bau der „Stützwände“ wurde im Februar begonnen. Sie werden voraussichtlich im September fertig.

Auf der Ostseite des Bahndamms werden im Zuge der Bauarbeiten Park-and-ride-Stellplätze geschaffen. Voraussichtlich im Sommer beginnen dort die Bauarbeiten für die „Zufahrtsstraße P+R-Anlage Ost“. Gemeint ist damit die kleine Straße vor dem Bauhaus. Nur Baumstümpfe anstelle des früheren verwilderten Wäldchens finden sich westlich der Einfahrt zum Hery-Park und der dort gelegenen Tankstelle. Hier soll voraussichtlich im Frühjahr 2021 die heutige Ampelanlage durch einen Kreisverkehr ersetzt werden. Dieser verbindet dann die Bahnhof- und Beethovenstraße sowie den Hery-Park. Mithilfe dieses Kreisels soll der Verkehr flüssiger werden. Bisher ergeben sich hier nahezu den ganzen Tag über Staus.

Verkehrskonzept für die Kreuzung mit der B2

Wie es dann östlich der Einmündung zum Hery-Park weitergehen soll, wo es an den Auf- und Abfahrten zur B2 ständig zu Rückstaus kommt, soll über ein Verkehrskonzept erarbeitet werden, das die Stadt derzeit entwickelt. Damit ist auch eine Reduzierung des Verkehrs sowie eine Sperrung der Bahnhofstraße auf Höhe des Rathausplatzes und der „Potenzialfläche“ bis hin zur Strasserkreuzung geplant.

Die zahlreichen Lastwagen, welche Gersthofen in Ost-West-Richtung und umgekehrt durchfahren, sollen künftig dann über die B2, die Anschlussstelle Gersthofen Nord sowie die Donauwörther Straße geleitet werden, um die Bahnhofstraße zu entlasten.

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