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Neusäß

11.11.2019

Große Grundstücke in Westheim: Wie darf am Kobelgraben gebaut werden?

Kleine Einfamilienhäuser in großen Grundstücken sind typisch für den Kobel in Westheim. Nun wird über eine mögliche Verdichtung diskutiert. 
Foto: Marcus Merk

Plus Westheim ist und bleibt eine beliebte Wohngegend. Der Stadt Neusäß liegt die Anfrage zu einer Nachverdichtung mit einem Doppelhaus Am Kobelgraben vor.

Westheim gehört zu den bevorzugten und gehobenen Wohngegenden in Neusäß. Gerade rund um den Kobel gibt es große Grundstücke mit viel Grün und Einfamilienhäusern. Doch im Zug der Debatte um eine größere Verdichtung und die Wohnungsknappheit kommen in dem Neusässer Stadtteil die Verhältnisse und der Villencharakter in vielen Vierteln immer häufiger auf den Prüfstand. Neu überdacht werden soll jetzt die zulässige Bebauung am Kobelgraben.

Bisher sei die Bebauung dort „sehr homogen“, sagte Stadtbaumeister Dietmar Krenz im Bauausschuss. Die Grundstücke mit leichter Hanglage seien sehr groß (etwa 1100 bis 1200 Quadratmeter) und länglich geschnitten. Die Wohnhäuser liegen im hinteren Bereich, vorne zur Straße gibt es Gärten, Stellplätze und Garagen.

Doch wird das so bleiben? Bewegung in diese Frage kam durch eine Anfrage für einen Neubau eines Doppelhauses auf einem Grundstück im östlichen Teil der Straße. Im Norden des Areals steht ein 1962 errichtetes Einfamilienhaus. Nach dem Wunsch des Bauherren soll zusätzlich auf dem Grundstück im Süden des Grundstücks das Doppelhaus Platz finden.

Dürfen die Grundstücke in Westheim nachverdichtet werden?

Die Stadträte standen im Bauausschuss also vor der Frage, ob sie dort erstmals eine Nachverdichtung erlauben wollen. Krenz wies darauf hin, dass eine „kleinteilige Grundstücksaufteilung“ für dieses Gebiet nicht typisch sei. Wenn die Stadt Am Kobelgraben eine andere Entwicklung wolle, sollte dies nicht spontan anhand der Anfrage entschieden werden, riet der Stadtbaumeister.

Der Bauausschuss lehnte die Anfrage daher erst einmal ab. Das Thema, wie am Kobelgraben künftig gebaut werden darf, soll grundsätzlich im Planungsausschuss besprochen werden. Zweiter Bürgermeister Wilhelm Kugelmann (CSU) deutete seine Meinung bereits dazu an: „Wo sollen wir verdichten, wenn nicht da bei so riesigen Grundstücken?“ In der Entwicklung ist noch eine andere gute Wohnlage in Westheim: das Areal östlich der Hindenburgstraße, eingefasst seitlich von der Kobel- und der Bebauung in der Dr.-Rost-Straße.

In Richtung Kobelwald dominieren große Einfamlienhäuser

Die Diskussion darüber, wie in dieser Lage nahe dem Bahnhof bebaut werden darf, hat begonnen. Geprägt ist das Viertel bislang im vorderen Bereich der Hindenburgstraße durch Geschäfts- und Wohnhäuser. In Richtung Kobelwald jedoch dominiert die Bebauung mit Einfamilienhäusern auf teils sehr großen Grundstücken mit zahlreichen Bäumen (Dr.-Rost-Straße). Die Stadt will für die künftige Entwicklung dieses Gebietes jedoch als Erstes die Meinungen der Anwohner einholen. Bei der Gelegenheit könnte man sich auch die Grundstücke und die Bäume genauer ansehen.

Auch das Wohngebiet „Am Himmelreich“ könnte sich verändern. Ebenfalls eine Ecke, die sich durch große Grundstücke und viel Grün auszeichnet. Aufgrund des Alters der Bebauung bahnen sich Veränderungen an. Wohnhäuser werden vererbt, und damit muss die Stadt auch immer mehr mit Anfragen zu einer anderen Bebauung oder Teilung des Grundstücks rechnen. Die Stadträte im Planungs- und Umweltausschuss entschieden sich für „Am Himmelreich“ als ersten Schritt dafür, ein Baumgutachten in Auftrag zu geben. Darin soll aufgezeigt werden, welche Bäume erhaltenswert sind. Der Tenor im Ausschuss war aber auch, dass man allenfalls eine moderate Bebauung in dem Viertel zulassen möchte.

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