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Islamfeindlicher Spruch gepostet: Eine dämliche Aktion von Reinhold Dempf

Kommentar Von Christoph Frey
17.08.2020

Gersthofens zweiter Bürgermeister Reinhold Dempf bringt sich via Facebook in Bedrängnis. Er hätte es besser wissen müssen.

Gersthofens zweiter Bürgermeister Reinhold Dempf spielt in der Stadt viele Rollen und die des Bösewichts war bislang nicht dabei. Der vielfältig ehrenamtlich engagierte Mann gibt in der Vorweihnachtszeit den heiligen Nikolaus und im Fasching den frechen Engel. Doch ausgerechnet in seiner wichtigsten Rolle als zweiter Bürgermeister hat sich der erfahrene Kommunalpolitiker jetzt als wenig textsicher erwiesen.

Dempf hat als Vize im Rathaus auch für die in Gersthofen lebenden Muslime da zu sein. Stattdessen ermöglicht er via Facebook die Verbreitung einer reichlich dümmliche rechten Parole, nach der in deutschen Orten nur eine Kirche zu stehen habe, eine Moschee aber nach Istanbul gehöre. Es ist unschwer zu erkennen, dass in diesem Satz ein gehöriges Maß an Islamfeindlichkeit mitschwingt. Die Realität ist Gott sei Dank längst eine andere.

Dempfs islamfeindliche Parole ist nicht in kleiner Runde rausgerutscht

Auch in Gersthofen steht eine Moschee und die Vertreter der Religionen bemühen sich zu den verschiedensten Anlässen um ein gedeihliches Miteinander. Dempf weiß das und deshalb ist sein Handeln um so unverständlicher. Zumal ihm da nicht in kleiner Runde ein missverständlicher Satz rausgerutscht ist. Nein, er hat den Inhalt, der von sehr fragwürdiger Seite stammt, auf seinem privaten Profil verlinkt. Von dort ist er dann in eine Gruppe mit mehr als 3000 Mitgliedern gelangt. Mehr öffentlich geht fast nicht mehr.

Man darf Reinhold Dempf glauben, dass er diese dämliche Aktion bereut. Man muss ihm zugute halten, dass er zu seinem Fehler steht. Festzuhalten bleibt aber auch: Er hätte es besser wissen müssen.

Lesen Sie hier die ganze Geschichte: Der Bürgermeister und die islamfeindliche Parole

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