1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Kehraus in den Freibädern im Augsburger Land

Landkreis

24.09.2019

Kehraus in den Freibädern im Augsburger Land

Vanessa Witzenberger hat nach Saisonschluss erst mal alle Hände voll zu tun.
2 Bilder
Vanessa Witzenberger hat nach Saisonschluss erst mal alle Hände voll zu tun.
Bild: Marcus Merk

Seit einer Woche sind die Becken leer und das Personal muss kräftig putzen. Eine Geschichte über einen denkwürdigen Rekord und durchschnittliche Ergebnisse.

Der Anblick des leeren Sunsplash ist für Außenstehende eher ungewohnt. Auf den Sprungtürmen ist nichts los, die Wasseroberfläche des Schwimmbeckens ist spiegelglatt, nur gestört von ein paar Regentropfen. Eine, die diesen Anblick kennt, ist Vanessa Witzenberger, Fachangestellte für Bäderbetriebe im Freibad in Meitingen. Mit einem Hochdruckstrahler reinigt sie die weißen Gitter, die normalerweise die Abflussrinne am Beckenrand verdecken, von den Spuren der Saison. Doch wir ist diese gelaufen?

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Ein kleiner Überblick der Saison 2019 im Augsburger Land

  • Meitingen Für das Freibad in Meitingen ging am 15. September eine „durchschnittliche“ Saison zu Ende, wie Karl-Heinz Mayer von der Marktverwaltung in Meitingen erklärt. 74000 Besucher zählte das Sunsplash insgesamt - ein „mittelgutes“ Ergebnis, so Mayer, das allerdings nicht mit den Rekordzahlen aus 2018 mithalten kann.
  • Gersthofen Ähnlich wie in Meitingen stellt sich die Situation im größten Freibad im Landkreis dar. Die Gerfriedswelle in Gersthofen besuchten bis zum 15. September etwa 108.000 Menschen. Laut Ann-Christin Joder, Sprecherin der Stadt Gersthofen, waren es 2018 etwa 19.000 mehr. Die guten Zahlen aus dem vergangenen Jahr führt sie auf einen „guten, beständigen Sommer“ zurück. Auch dieses Jahr erreichte die Gerfriedswelle Spitzenwerte. Am 30. Juni – in glühender Hitze drängten 5500 Menschen ins Freibad – eskalierte die Situation allerdings. Am Wellenbecken kam es zu einer Schlägerei, falsch parkende Autos verärgerten nicht nur Anwohner, sondern versperrten auch Rettungswege. Die Polizei rückte an, die Straße vor dem Freibad wurde für Autos gesperrt.

Auch wenn sich diese Situation heuer nicht wiederholte, reagierte die Stadt mit unterschiedlichen Maßnahmen. Unter anderem wurde die Zahl der Besucher auf 4000 Menschen begrenzt. Außerdem wurden Falschparker im Bad ausgerufen. Wer nicht reagierte, wurde abgeschleppt. „Das Vorgehen hat sich bewährt und wir planen, es auch im kommenden Jahr weiterzuführen“, erklärt Joder.

  • Fischach Auch das Naturfreibad in Fischach schnitt dieses Jahr etwas schlechter ab, als letztes. Marion Halamay, Sprecherin der Gemeinde, hat genaue Zahlen parat: „2018 waren es 62.400 Gäste, heuer 54.986.“ Der letzte Badetag war auch in Fischach der 15. September. Ein schöner Tag mit über 350 Gästen, wie Halamay betont. Alles in allem ist die Gemeinde „sehr zufrieden“ mit der Saison. Es sei alles „reibungslos“ gelaufen.
  • Dinkelscherben Auch das Panoramabad hat eine positive Saison hinter sich. „Die Saison war super“, betont Bürgermeister Edgar Kalb. Es habe keine unangenehmen Gäste oder Unfälle gegeben. Die Besucherzahl von über 40.000 Menschen sei die viertbeste in den letzten 25 Jahren. Den Rekord hält hier noch immer das vergangene Jahr. 2018 besuchten mehr als 50.000 Menschen das Panoramabad.

Dinkelscherben hatte dieses Jahr auch einige Neuheiten zu bieten, die laut Kalb gut ankamen. Dazu gehören „der erweiterte Spielplatz am neuen Kinderbecken, die neuen Sanitäranlagen, jetzt auch mit Warmwasserduschen, und die dezentralen Umkleiden.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
  • Kutzenhausen Die Saison in Kutzenhausen ging dieses Jahr nur bis zum 01. September, da „dass Bad nach 51 Jahren ein neues Becken bekommt“, erklärt Bürgermeisterin Silvia Kugelmann. Die Bauarbeiten hätten bereits begonnen und die Gemeinde hoffe auf Fertigstellung vor Beginn der neuen Badesaison.

Trotz der verkürzten Badesaison blickt Anton Schmid, der bei der Gemeinde für das Freibad zuständig ist, auf eine „überdurchschnittliche“ Saison zurück. 32.000 Menschen hätten das Freibad besucht, dass seien etwa 15 Prozent weniger als 2018. Der Grund laut Schmid: „Dieses Jahr hatten wir einen normalen Sommer mit durchwachsenen Wetter.“ Für das dennoch gute Ergebnis seien einige „besonders heiße Tage“ verantwortlich.

Lesen Sie dazu auch unseren Kommentar von Christoph Frey: Herbst ist, wenn der Discounter es sagt

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren