1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Kommt ein neues Hotel am Bahnhof in Dinkelscherben?

Dinkelscherben

26.10.2019

Kommt ein neues Hotel am Bahnhof in Dinkelscherben?

So könnte die Hotelgaststätte mit Biergarten am Dinkelscherber Bahnhof einmal aussehen. Ob sie entsteht, ist aber noch unklar. 
2 Bilder
So könnte die Hotelgaststätte mit Biergarten am Dinkelscherber Bahnhof einmal aussehen. Ob sie entsteht, ist aber noch unklar. 
Bild: Montage: Hölzl Architekten & Ingenieur

Plus Seit Jahren wird in der Marktgemeinde über die Zukunft des Bahnhofsgeländes diskutiert. Nun liegen ganz konkrete Pläne auf dem Tisch. 

Große Pläne für das alte Bahnhofsgelände in Dinkelscherben: Aus der Pizzeria Kalender könnte ein großes Gasthaus mit Hotelzimmern und Biergarten werden. So zumindest die Idee des Architekten Johann Hölzl. Er stellte die Pläne dazu bei der jüngsten Gemeinderatssitzung vor. Von der Umsetzung ist man noch weit entfernt. Als entscheidend gilt: Findet sich ein Investor für das Millionenprojekt?

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

  • Zugriff auf mehr als 200 neue Plus+Artikel pro Woche
  • Zugang zu lokalen Inhalten, die älter als 30 Tage sind
  • Artikel kommentieren und Newsletter verwalten
  • Jederzeit monatlich kündbar
Jetzt für nur 0,99 € testen

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

  • Zugriff auf mehr als 200 neue Plus+Artikel pro Woche
  • Zugang zu lokalen Inhalten, die älter als 30 Tage sind
  • Artikel kommentieren und Newsletter verwalten
  • Jederzeit monatlich kündbar
Jetzt für nur 0,99 € testen

Allein könnte sich die Gemeinde die Umsetzung der vorgestellten Pläne wohl nicht leisten. Knapp vier Millionen Euro – allein für den Ausbau des bestehenden Gebäudes. Noch einmal so viel könnte die Instandsetzung des kompletten Bahnhofsareals kosten. „Ob das Projekt zum Zug kommt, hängt davon ab, ob wir einen interessierten Investor finden“, erklärte Bürgermeister Edgar Kalb angesichts der angespannten Finanzlage in der Marktgemeinde. Eine Förderung sei zwar möglich, da es sich aber um ein privatwirtschaftliches Projekt handelt, seien die Möglichkeiten begrenzt. Um überhaupt Fördergelder beantragen zu können, muss die Gemeinde aber konkrete Pläne vorlegen. Die liegen nun auf dem Tisch.

Großer Gaststaal, Biergarten, Hotelzimmer - große Pläne in Dinkelscherben

Man wolle die ursprüngliche Form des Gebäudes am Bahnhof erhalten, erklärte Architekt Hölzl. Grob einteilen lassen sich seine Pläne so: Das ehemalige Kino, in dem später die Diskothek Old Man, zu finden war, könnte zu einem etwa 200 Quadratmeter großen Saal werden. Er könnte für Hochzeitsfeiern oder andere private Veranstaltungen genutzt werden. Im vorderen Teil des bestehenden Gebäudes sind zwei Gasträume mit etwa 70 Plätzen vorgesehen. Dazu eine Küche und verschiedene Lagerräume. Im ersten Obergeschoss sehen die Pläne Hotelzimmer vor. Platz wäre für etwa neun Zimmer, erklärt der Architekt. Im ersten Dachgeschoss könnten drei Wohnungen entstehen, zum Beispiel für den Pächter. Im zweiten Dachgeschoss wäre Platz für die Haustechnik und eine Lüftungsanlage. Vorgesehen ist auch ein kleiner Anbau.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Rund um die Gaststätte herum könnte ein Biergarten entstehen. Außerdem ist eine Tiefgarage geplant. „Die bestehenden Parkplätze reichen auf keinen Fall“, sagt der Architekt. Große Pläne für das alte Gelände, das die Gemeinde vor rund vier Jahren erworben hatte. Seither wird darüber diskutiert.

Gemeinderat Albert Zott (CSU) kritisierte die Pläne für den Biergarten. Die sehen nämlich vor, dass die Gäste auf der Westseite des Gebäudes sitzen. Bislang gibt es aber einen kleinen Biergarten auf der Südseite. „Das sind die Leute so gewohnt“, meinte Zott. Das Problem: Eigentlich stehe der aktuelle Biergarten auf dem Gelände der Bahn, erklärte Hölzl.

Momentan gibt es am Dinkelscherber Bahnhof diese Pizzeria, doch es gibt Pläne für eine Neugestaltung. 
Bild: Marcus Merk

Die Gemeinde Dinkelscherben sucht einen Investor

Weil noch unklar ist, ob sich ein Investor findet, wird auch darüber nachgedacht, ob man das Gebäude nicht wieder verkaufen sollte. „Das wäre fatal“, merkte Gemeinderat Hans Marz (SPD) an. Im Sinne der Ortsentwicklung sei es wichtig, für das Gelände ein „Gesamtkonzept“ zu finden. Marz: „Wir können aber nur mit unserem eigenen Grund planen.“ Außerdem merkte Marz an, dass man sich Gedanken über mehr Fahrradstellplätze auf dem Gelände machen müsse.

Kritisch blickte Willibald Gleich (CSU) auf die Pläne des Architekten. „Was ist, wenn ein Pächter plötzlich wieder weg ist“, fragte er. Es gebe genug Beispiele im Landkreis dafür.

Dieses Szenario sei noch weit entfernt, erklärte Bürgermeister Kalb. Schließlich ist noch völlig unklar, ob die Gemeinde mit einem Investor arbeitet, das Gebäude später selbst verpachtet, oder das komplette Gelände wieder verkauft.

Momentan gehe es darum zu prüfen, inwiefern man für das Projekt Fördergelder beantragen könne. Dazu muss es konkrete Pläne geben. Ob man später eventuell in den Ausbau investiere und die Planung auch tatsächlich umsetze, werde sich zeigen.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren