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Versammlung

28.11.2017

Kritik an Blockade im Gersthofer Stadtrat

Freie Wähler rechnen mit zwei Fraktionen ab. Ein Vorwurf zielt auch auf das geforderte Radwegekonzept ab

Die Jahreshauptversammlung der Freien Wähler Gersthofen war ein Rückblick und eine Abrechnung zugleich. Der Fraktionsvorsitzende Bernhard Happacher stellte dabei fest: Es sei auffallend, dass die Fraktion der CSU immer öfters wider besseres Wissen und nach vorheriger Absprache mit der Gruppierung W.I.R. gegen den Bürgermeister Michael Wörle agiere.

Durch die Stimmenmehrheit von CSU und W.I.R. würden immer wieder dringend notwendige Beschlüsse blockiert. Verwundert zeigte sich Happacher über einen Antrag der CSU-Fraktion auf ein Radwegekonzept im jüngsten Planungsausschuss. Seit über drei Jahren forderte Markus Brem den Arbeitskreisvorsitzenden Stefan Buck dazu auf, dieses Thema auf die Tagesordnung des Arbeitskreises Verkehr zu nehmen. Leider seien die konkreten Vorschläge von Brem zu einem Radwegekonzept stets ignoriert worden. Happacher prognostizierte, dass die Stadtverwaltung künftig das Personal aufstocken müsse, um den Aufgaben einer modernen Verwaltung gerecht zu werden. Abschließend stellte der Fraktionsvorsitzende fest, dass Michael Wörle das Rathaus sehr gut im Griff habe.

Der stellte in der Versammlung klar, dass es im Stadtrat keinen Beschluss gebe, dass die Stadt 30000 Einwohner erreichen soll. Mögliche Wohngebiete nördlich der Thyssenstraße und nördlich des Feuerwehrhauses würden nun durch die Bauverwaltung auf die verschiedenen Ausbaustufen hin überprüft. Wörle teilte mit, dass in der Römerstraße etwa 200 Wohnungen unter anderem mit seniorenbetreuten Wohnen und einer Pflegestation entstehen.

Das Mitglied Peter Haimer kritisierte das schnelle Wachstum der Stadt Gersthofen, wodurch sich unter anderem der Verkehr enorm erhöhe. Ferner wurde von ihm angeregt, dass die bestehenden Fahrverbotszonen öfters kontrolliert werden müssten.

Auf ein ganz anderes Thema ging der Bezirks- und Kreisvorsitzende Markus Brem ein: „Gersthofen erhält durch den geplanten Neubau des Gymnasiums mit rund 60 Millionen Euro Investitionsvolumen die nächste Großbaustelle des Landkreises Augsburg. Das macht der Landkreis sicherlich nicht zum Nulltarif. Damit das Projekt erfolgreich wird, müssen wir achten, dass es in der kommunalpolitischen Gemengelage nicht zerrieben wird. Wir werden das Projekt intensiv begleiten.“ (AL)

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