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Haushaltsanträge

17.11.2018

Mehr Tempo für die Datenautobahn

Glasfaserkabeln vor einer sogenannten Speedpipe.
Bild: Jan Woitas, dpa

Gersthofer Finanzausschuss stellt Geld für flächendeckendes Glasfasernetz bereit. Anträge der Fraktionen prägen das Ende der Etatberatungen für 2019

Minuten warten, bis eine Webseite aufgebaut ist. Das soll in absehbarer Zeit in Gersthofen Vergangenheit sein. Einen Ausbau des Glasfasernetzes in 14 Bereichen der Stadt – nicht zuletzt in den westlichen Ortsteilen – hat der Gersthofer deswegen bereits beschlossen. Nun sollen in den nächsten Jahren auch die restlichen Gebiete auf den neuesten technischen Stand gebracht werden. Der Finanzausschuss beschloss, dafür in den Jahren 2019 und 2020 jeweils 500000 Euro in den Etat einzustellen.

Dies berichtete Gersthofens Bürgermeister Michael Wörle auf Anfrage unserer Zeitung. Zum Finale der Haushaltsberatungen für 2019 standen die Anträge der Stadtratsfraktionen im Mittelpunkt. Die CSU hatte gefordert, dass dafür ein Masterplan erstellt werden soll. Die Freien Wähler wiederum forderten, dass zum Ausbau des Glasfasernetzes eine Million Euro in den Etat aufgenommen werden. „Der jetzt gefasste Beschluss verbindet beide Anträge“, so Wörle.

Ein neuer Tarif für Einheimische in den städtischen Bädern (Freie Wähler) und ein Kurzzeittarif für das Freibad auch am Vormittag (Pro Gersthofen) wurden in den Werkausschuss verwiesen.

In den Bauausschuss verwiesen wurde die Entscheidung, ob die Sanierung oder der Neubau der Goetheschule gegenüber anderen geplanten Bauprojekten vorgezogen werden soll. Dies hatte die CSU beantragt. „Dann müsste wohl eines der Bauvorhaben zurückgestellt werden, die bisher Vorrang haben.“ Dies sind die Erweiterung der Feuerwache Gersthofen, das Edenberger Feuerwehrhaus oder die Erweiterung der Pestalozzischule. „Geld ist im Haushalt vorhanden, es müsste halt dann auf die Goetheschule umgeleitet werden.“ Für eine eventuelle Schaffung eigener Lehrerparkplätze an der Goetheschule wurden allerdings sicherheitshalber 25000 Euro in den Etat aufgenommen.

Für ein Konzept zur Streetwork wurden 20000 Euro bereitgestellt. Wie berichtet, fordert die CSU Präventionsprogramme für die Mittelschule, weil es dort zeitweilig Jugendbanden gegeben hatte.

Ab 2020 könnte es auch einen „Bürgerhaushalt“ gegen. Die Freien Wähler hatten 100000 Euro beantragt, mit denen von Bürgern vorgeschlagene Projekte realisiert werden sollen. „Es muss aber auch im Interesse der Stadt sein.“

Bereits vor Antrag der CSU und der Freien Wähler hatte Wörle Verhandlungen mit dem Landkreis für eine Tribüne in der geplanten neuen Gymnasiumsturnhalle aufgenommen. Diese fehlt in den Planungen des Landkreises und muss von der Stadt finanziert werden. „Eine Tribüne mit 200 Sitz- und 180 Stehplätzen würde 1,35 Millionen kosten.“ Weil diese erst nach 2020 realisiert werde, sei sie aber für 2019 nicht relevant.

Eine große Zuschauertribüne für die neue Mittelschulturnhalle (CSU) soll von der Verwaltung geprüft werden. „Weil das Gebäude bereits steht, ist es nicht klar, ob diese noch eingebaut werden kann“, so Wörle.

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