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Gersthofen

11.11.2019

Mit diesen Frauen und Männern will die CSU das Gersthofer Rathaus erobern

Das sind die Stadtratskandidaten der Gersthofer CSU.
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Das sind die Stadtratskandidaten der Gersthofer CSU.
Foto: Marcus Merk

Plus Auch ohne ihr Zugpferd setzt die Partei in Gersthofen auf Sieg. Die Liste der CSU wird nun von einer Frau angeführt.

Kaum, dass er seine Kandidatur verkündet hatte, suchte Max Poppe das Gespräch mit der lebenden Legende seiner Partei. Siegfried Deffner war 24 lange Bürgermeister in Gersthofen, machte die Stadt deutschlandweit bekannt. Deffner führte die CSU zur absoluten Mehrheit im Stadtrat und war als Politik-Rentner vor sechs Jahren durchaus daran beteiligt, dass die CSU in Gersthofen absolute Mehrheit und Bürgermeisteramt verlor. Nicht einmal in die Stichwahl schaffte es der damalige christsoziale Bewerber Stefan Buck im Frühjahr 2014

Wie hoch das Ansehen ist, dass der Alt-Bürgermeister trotzdem noch beim Gersthofer CSU-Anhang genießt, zeigte der lange Beifall, den Deffner am Freitagabend bei der Nominierungsversammlung für die Stadtratskandidaten erhielt. Sein Segen kann auch im Jahr 2020 noch so manche Wählerstimme bringen.

Poppes überraschende Kandidatur

Die Veranstaltung im Gasthaus Strasser wurde überstrahlt von der überraschenden Ankündigung des 37-jährigen Poppe. Der Chef der CSU-Stadtratsfraktion fordert den amtierenden Bürgermeister Michael Wörle heraus. Er will selbst Bürgermeister werden, aber nicht mehr Stadtrat sein. Für dieses Gremium kandidiert Poppe nicht mehr. Als Bürgermeisterkandidat soll er Mitte Dezember nominiert werden. Ein entsprechender Beschluss gilt als Formsache.

Durch seine Alles-oder-Nichts-Entscheidung fehlt der frühere Kulturina-Macher Poppe der Stadtratskandidatenliste als Zugpferd. Er ist zugleich der einzige amtierende CSU-Stadtrat, der nicht mehr antritt. Angeführt wird die Liste von Stadträtin Sandra Meitinger, auf Platz zwei kommt der zweite Bürgermeister Stefan Buck, auf Platz sieben mit Karl-Heinz Wagner der dienstälteste Gersthofer Stadtrat. Insgesamt treten zwölf Frauen und 18 Männer für die Gersthofer CSU an, das Durchschnittsalter liegt bei 45 Jahren. Die 52 stimmberechtigten CSU-Mitglieder aus Gersthofen segneten die Liste ohne Änderungen mit 48 Ja-Stimmen ab.

Die CSU ist derzeit mit insgesamt neun von 30 Mandatsträgern die stärkste Kraft im Stadtrat vor WIR (sieben Sitze), Freien Wählern (sechs), SPD/Grünen (sechs Sitze) und Pro Gersthofen (zwei Stadträte).

Bereits Anfang 2019 habe man mit der Suche nach Kandidaten begonnen, sagte der Ortsvorsitzende der CSU, Patrick Haas. Der 28-Jährige kandidiert auf Platz zehn und gab für den Wahlgang am 15. März 2020 ein ehrgeiziges Ziel aus: „Wir wollen das Rathaus wieder zurückerobern.“ Als Haas dieses Ziel formulierte, hatte Poppe seine Kandidatur noch nicht offiziell bekannt gegeben. CSU-Denkmal Siegfried Deffner, 24 Jahre lang Chef im Gersthofer Rathaus, fragte deshalb nach, wo denn der Bürgermeisterkandidat bleibe: „Alles andere käme einer Selbstaufgabe der CSU gleich.“ Kurz darauf stand Max Poppe auf.


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