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Landkreis Augsburg

20.03.2013

Nässe und Kälte lassen Straßen platzen

Bereits die anderthalbfache Menge an Kaltmischgut im Vergleich zum Vorjahr ist für die Reparatur von Winterschäden im Kreis verarbeitet worden.
Bild: Nina Merkle

Die Straßenmeistereien brauchen enorme Mengen Asphalt, um die Löcher zu schließen. Viele Arbeiten könnten erst im Mai beendet sein.

Der Winter fordert seinen Tribut – auch auf den Straßen. Im vorigen Jahr verbrauchten die Straßenmeister des Landkreises zwischen sieben und acht Tonnen Kaltmischgut, um die Schlaglöcher in den Straßen vorübergehend zu stopfen – heuer sind es bereits mehr als zwölf Tonnen. Das schätzte Konrad Schneller, Dienststellenleiter der Straßenmeisterei Gersthofen, der für die Ausbesserung der Straßen im Landkreis zuständig ist.

Auch auf der Autobahnbaustelle macht sich der lange Winter bemerkbar, an vielen Stellen riss die alte Fahrbahn auf. Knapp zehn Tonnen Kaltmischgut mussten im Laufe dieses Winters an der A8 verarbeitet werden. „Das ist schon eine enorme Menge“, sagte Stefan Schmid, der Leiter der Autobahnmeisterei. Und teuer: Rund 15000 Euro kosteten die Autobahnbauer diese Arbeiten. Besonders ärgerlich ist dieser Aufwand deswegen, weil die alte Fahrbahn der Autobahn bis spätestens Herbst 2015 ohnehin komplett abgerissen und neu gebaut wird.

Dabei ist dieser Winter noch vergleichsweise harmlos. „Der Winter hat den Straßen im üblichen Maß geschadet – dramatisch war es nicht“, sagte Schneller. Die Straßenmeister schütten die Schlaglöcher, die der Winter reißt, mit einem Kaltmischgut zu. Sobald es warm genug ist, kommt dieser provisorische Belag wieder runter und wird durch Heißmischgut ersetzt. Den Großteil der zwölf Tonnen Asphalt verbrauchten die Straßenmeister allerdings im Landkreis Aichach. Im Landkreis Augsburg gab es weniger zu tun. Jürgen Lutz, Sachgebietsleiter Tiefbau des Landratsamtes Augsburg, erklärte: „Die Schwachpunkte der Straßen sind die Straßendecken – in die dringt das Wasser ein.“ Wenn es frostet, gefriert dann das Wasser; durch Frost-Tau-Wechsel entstehen Hohlräume. Wenn Autos über die Hohlräume fahren, kann die Straße an der Stelle einbrechen. Lutz sagt aber auch: „Extreme Schäden im Landkreis kann ich dieses Mal nicht feststellen.“

Nässe und Kälte lassen Straßen platzen

Stefan von Rechenberg, Leiter des Tiefbauamtes in Gersthofen, räumte ein, dass ein langer Winter mit vielen Frost-Tau-Wechseln den Straßen schon zusetze. „Wir sanieren Straßen in Gersthofen aber sehr früh“, sagte er. Dadurch würde man Reparaturbedarf im Winter vorbeugen. Auch in Meitingen hat man im vorigen Jahr den Asphalt frühzeitig erneuert. „Deswegen sind wir dieses Jahr relativ verschont geblieben“, sagte Thomas Köhle vom Meitinger Bauamt.

Und in Stadtbergen? Da hat der Winter an den Straßen so gut wie keine Spuren hinterlassen, wenn man den Worten von Waltraud Zaschke vom Stadtberger Bauamt glaubt: „Wir haben keine speziellen Schäden feststellen können.“

Zumindest auf der Autobahn dürfte sich das Problem mit den Schlaglöchern bald erledigt haben, sagte Gianluca Beraldo, der technische Projektleiter des Ausbaus. Fast die komplette neue Fahrbahn besteht aus Beton. „Und bei einer Betondecke können sich keine Schlaglöcher bilden“, sagte Beraldo. Immerhin etwas.

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