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Adelsried

13.11.2019

Naturfreibad in Adelsried: Die Finanzierung steht

Das Naturfreibad in Fischach gilt als Vorbild für das Projekt in Adelsried. 
Foto: Marcus Merk (Archiv)

Plus Nun liegt es an den Gemeinden im Holzwinkel. Stimmen sie dem Millionenprojekt Naturfreibad im Holzwinkel zu? Es ist noch ein weiter Weg zum Naturfreibad. 

Angesichts der frostigen Temperaturen könnte ein Besuch im Freibad derzeit wohl kaum weiter weg sein. Doch in Sachen Naturfreibad Adelsried geht es voran. Zumindest was das Finanzielle angeht. Fördergelder aus dem Landtag sollen das Großprojekt im Holzwinkel jetzt möglich machen. Etwa die Hälfte der Kosten soll vom Freistaat gefördert werden. Insgesamt geht man derzeit von rund 4,2 Millionen Euro zur Umsetzung aus.

Die aktuellen Pläne sehen einen Standort zwischen Adelsried und Kruichen vor. Dort könnte das gemeinsame Bad der Holzwinkelgemeinden entstehen. Über ein weiteres Bad wird in Altenmünster nachgedacht. Die Gemeinde möchte sich nicht an dem Freibad bei Adelsried beteiligen, weil dieser Standort zu weit weg ist, erklärte Altenmünsters Bürgermeister Bernhard Walter.

Viel konkreter sind die Pläne in Adelsried. Geplant ist ein Naturfreibad. Statt mit Chlor wird das Wasser in diesen Bädern rein biologisch aufbereitet. Chemikalien sind im Naturpool strikt verboten. Die aktuellen Pläne sehen einen großen Schwimmbereich, ein Kinderplanschbecken und einen Sprungturm vor. Neben dem Aufbereitungsbecken, das in etwa so groß sein muss wie das Schwimmbecken, ist ein Gebäude mit Kiosk, Umkleiden und Duschen geplant. Der Planer geht davon aus, dass bis zu 2000 Besucher täglich ins Holzwinkel-Bad kommen könnten.

Ehrenamtliche sollen im Naturfreibad helfen

Als entscheidend für die Umsetzung des Projekts gilt auch die Beteiligung von Ehrenamtlichen. Vorbild für die Arbeit der Freiwilligen könnte ein Bad im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech sein. Betrieben wird es von einem Verein. Das heißt: Bademeister, Kioskbetreiber und alle Helfer arbeiten ehrenamtlich. Weldens Bürgermeister Peter Bergmeir spricht von etwa 70 Freiwilligen, die sich bereits gemeldet haben. Sie kommen aus allen am Projekt beteiligten Gemeinden. Geplant ist ein Verein, der den laufenden Betrieb des Bads unterstützt.

Doch auch mithilfe der Ehrenamtlichen kommen auf die Holzwinkelgemeinden Kosten für den laufenden Betrieb eines Bads zu. Derzeit geht man davon aus, dass die Gemeinden mehr bezahlen müssen, welche näher am Standort des Bads liegen. Außerdem soll die Zahl der Einwohner eine Rolle spielen. Insgesamt geht man derzeit von rund 4,2 Millionen Euro an Kosten für ein Naturfreibad aus.

Neue Fördergelder für das Freibad in Adelsried

Bislang gab es vom Krumbacher Amt für ländliche Entwicklung eine Förderzusage in Höhe von einer Million Euro (wir berichteten). Aus Sicht der Verantwortlichen zu wenig. Fördergelder vom Freistaat sollten her. Nach einem Treffen der Holzwinkelbürgermeister, des Landtagsabgeordneten Georg Winter (CSU) und der bayerischen Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) gibt es nun die Förderzusage auf etwa die Hälfte der Baukosten – ohne Deckelung.

Dem Treffen mit der Landwirtschaftsministerin vorausgegangen war ein Termin mit Bauminister Hans Reichhart (CSU) auf Initiative des Landtagsabgeordneten Fabian Mehring (Freie Wähler). Das sei ausschlaggebend für die neuen Fördergelder gewesen, meint Mehring. Doch auch Abgeordneter Winter will sich den Durchbruch auf die Fahnen schreiben. Schließlich sei das Landwirtschaftsministerium für die Fördergelder zuständig. Letztlich sei das aber nicht entscheidend. Viel wichtiger sei, dass es in der Sacher vorangeht, betonen beide Landtagsabgeordnete.

Holzwinkelgemeinden müssen Naturfreibad zustimmen

Nachdem eine mögliche Finanzierung nun auf dem Tisch liegt, müssen die fünf betroffenen Gemeinden einem Bad grundsätzlich zustimmen. Geplant sind diese Beschlüsse für Anfang kommenden Jahres – noch vor der anstehenden Kommunalwahl. In allen fünf Orten sei man zuversichtlich, dass die Gemeinderäte dem Riesenprojekt zustimmen, erklären die beteiligten Rathauschefs.

Sobald die Beschlüsse auf dem Tisch liegen, kann es an die Planung gehen. Nach einer Beschlussfassung der Gemeinderäte könnte im Jahr 2020 die Planung begonnen werden. Bei einem optimalen Verlauf bezüglich Fertigstellung der Entwürfe, Beantragung von Fördergeldern und Vergabe wäre der frühestmöglicher Baubeginn im Jahr 2022.

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