1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Neue Bewohner fürs Haus der kleinen Forscher

Langweid/Landkreis Augsburg

13.07.2019

Neue Bewohner fürs Haus der kleinen Forscher

Die Kita St. Thomas Morus in Neusäß gehört zu den fünf Bildungseinrichtungen im Landkreis, die nun durch die Zertifizierung als Mitglied im Netzwerk „Haus der kleinen Forscher“ geführt werden. 
Bild: Marcus Merk (Archiv)

Mittlerweile sind in 70 Prozent der Kitas im Augsburger Land Naturwissenschaften ein Kinderspiel. Dahinter steckt ein Netzwerk. 

Im Netzwerk „Haus der kleinen Forscher“ gehen im Augsburger Land seit zehn Jahren Kinder im Vor- und Grundschulalter den Wissenschaften auf den Grund. Bei einer Feierstunde im Landratsamt blickten die Macher des Projekts im Landkreis auf ihre Arbeit zurück und begrüßten vier neue Kitas und eine Grundschule im Team.

Immerhin sind nach 10 Jahren 112 und damit über 70 Prozent aller Kitas und eine Grundschule im Landkreis im Netzwerk aktiv, würdigte die stellvertretende Landrätin Anni Fries das Engagement aller Beteiligten.

Stiftung bildet bundesweit Lehrkräfte aus

Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ bildet bundesweit pädagogische Fach- und Lehrkräfte aus. Sie sollen ihre Zöglinge an die Hand nehmen und eintauchen in die „MINT-Welt“. Wobei keine Süßigkeit mit Minzgeschmack, sondern die Kombination aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik gemeint ist. Also das Schlüsselwissen unserer modernen Welt.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Luft, Wasser und Strom, wie der Körper funktioniert oder wie Klänge und Geräusche entstehen; die Inhalte zum Forschen und Experimentieren gehen nie aus, erzählten die Erzieherinnen Manuela Birkner und Cornelia Sillo aus Langweid von ihrer Forschungsarbeit mit den kleinen Entdeckern. In inzwischen 94 Workshops lernten Erzieher, wie Wissenschaft kindgerecht vermittelt wird. Immer mit Rat und Tat dabei war Angelika Steinbrecher, Fachberaterin für Kindertagesstätten beim Landkreis. Bei deren Ankündigung, demnächst in den Ruhestand zu gehen, gab es reichlich „Dankeschön“ und sogar Abschiedstränen. Im überreichten Fotobuch finden sich Stationen der vergangenen zehn Jahre auf dem nicht immer leichten Weg zu den heute so zahlreichen Forscherstandorten im Augsburger Land.

Einrichtung für Kinder, Eltern und Fachkräfte

In Bobingen wurde 2015 ein Experimentarium als festes Standbein in der alten Mädchenschule eröffnet. Nutzen können die Einrichtung Kinder, Eltern und pädagogische Fachkräfte aus der ganzen Region. Bei Aktionen auf der Augsburger Frühjahrsausstellung AFA warben die Netzwerker für ihr Angebot, das auch auf die Unterstützung aus der Wirtschaft angewiesen ist. Im MVV Industriepark Gersthofen sind die Kinder immer gern gesehen und finden spannende Lernaufgaben, bedankten sich die Erzieherinnen bei Ingrid Knöpfle, die im Industriepark für Marketing und Kommunikation verantwortlich ist. Dort hängt seit 2011 die Partnerplakette des Hauses der kleinen Forscher.

Die vier „K“ der Fertigkeiten für das 21. Jahrhundert zählte Dr. Stephan Gühmann, Fachleiter MINT bei der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“, in seinem Festvortrag auf. Mit der Anleitung zu kritischem Denken, Kreativität, Kollaboration und Kommunikation sollen Kinder spielerisch ihre Potenziale und Talente entwickeln. Mit der Zertifizierung als Mitglied im Netzwerk „Haus der kleinen Forscher“ zeigen seit kurzem fünf weitere Bildungseinrichtungen Flagge für das Entdecken und Forschen: die Kita Villa Kunterbunt in Diedorf-Lettenbach, das Haus für Kinder in Ellgau, die Kita „Jesus der gute Hirte“ in Langweid-Stettenhofen, die Kita „St. Thomas Morus“ in Neusäß und die Grundschule Emersacker.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren