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Nordendorf

22.12.2020

Nordendorf plant ein Handwerkerviertel

Das verfallene Bahnhofsgebäude in Nordendorf hat noch einmal einen neuen Anstrich bekommen. Jetzt hat es die Gemeinde gekauft - und wird es wahrscheinlich abreißen.
Bild: Marcus Merk

Plus Der Gemeinderat macht den Weg für ein Gewerbegebiet frei. Auch am Bahnhof soll sich etwas tun.

Die Gemeinde Nordendorf beabsichtigt, auf einer Fläche von etwa 23.000 Quadratmetern künftig wieder Gewerbeflächen anzubieten. Ein entsprechendes Grundstück steht jetzt zwischen Bahn und Bundesstraße 2 zur Verfügung.

Laut Bürgermeister Tobias Kunz liegen bereits zahlreiche Anfragen vor, auch von Betrieben aus der Gemeinde Nordendorf. In dem neuen Bereich beim Kreisverkehr sind möglichst kleinteilige Flächen in einer Art „Handwerkerviertel“ angedacht. Im kommenden Jahr sollen die Pläne fertiggestellt werden. Ab 2022 könnte dann die Bebauung beginnen, heißt es in der letzten Nordendorfer Gemeinderatssitzung für dieses Jahr, deren öffentlicher Teil in nur einer halben Stunde über die Bühne ging.

Zu Beginn der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres wurde Matthias Reiner (rechts) von Bürgermeister Tobias Kunz (links) als neuer Gemeinderat vereidigt. Er ist Nachfolger von Manfred Dinger, der sein Mandat niedergelegt hatte.
Bild: Josef Nittbaur

Nachdem die beiden vorhergehenden Sitzungen ausgefallen waren, sollten im alten Jahr aber noch einige Angelegenheiten erledigt oder auf den Weg gebracht werden. Offen war die Vereidigung von Matthias Reiner, der als Nachrücker auf der CSU-Liste für den zurückgetretenen Gemeinderat Manfred Dinger in den Gemeinderat zurückkehrt. Reiner wird künftig im Feuerwehrausschuss mitwirken und jeweils als Stellvertreter dem Rechnungsprüfungs- sowie dem Umwelt- und Naturschutzausschuss angehören. Außerdem wird er Verbandsrat im Wasserzweckverband und Stellvertreter in der Verwaltungsgemeinschaftsversammlung.

Grünes Licht für größeren Edeka-Markt

Dem Bauantrag für die Erweiterung des Edeka-Marktes erteilte der Rat das gemeindliche Einvernehmen. Da die vorgesehene Dachneigung am Anbau nur zwei statt der im Bebauungsplan festgelegten fünf Prozent beträgt, musste dafür eine Befreiung erteilt werden.

Nordendorfer Finanzen trotz Corona robust

Erfreuliche Zahlen von Kämmerer Marco Schopper gab der Bürgermeister in seinem schriftlichen Bericht weiter. Danach steht die Gemeinde trotz großer Projekte und der Corona-Auswirkungen weiterhin gut da. Im kommenden Jahr kann die letzte Kreditrate getilgt werden. Etwa 2,7 Millionen Euro hat die Gemeinde noch auf der hohen Kante, für die sogar Strafzinsen gezahlt werden müssen. Die Einkommenssteuereinnahmen sanken um etwa sieben Prozent. Aufgrund des defensiven Haushaltsansatzes wurden die Gewerbesteuereinnahmen um etwa 400.000 Euro übertroffen.

Studenten planen die Zukunft des Nordendorfer Bahnhofes

Für die Planung des Fahrradweges zwischen Edeka in Richtung Ortsmitte hat die Verwaltung Honorarangebote eingeholt. Die Deutsche Bahn wird im Laufe des Jahres 2021 bahnbetriebliche Anlagen weitgehend aus dem von der Gemeinde erworbenen Bahnhofsgebäude entfernen, sodass die Gemeinde mit der Planung der künftigen Nutzung des Grundstücks beginnen kann. Um Ideen für die Gestaltung des Bahnhofsplatzes zu erhalten, hat Bürgermeister Kunz auch Kontakt zur Hochschule Augsburg aufgenommen. Im Rahmen eines Studentenwettbewerbs sollen dem Gemeinderat bis zum Frühjahr erste Entwürfe vorgestellt werden.

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