1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. So erlebte Anna Strohmayr aus Stadtbergen ihren Auftritt bei "TVOG"

The Voice Of Germany

16.10.2019

So erlebte Anna Strohmayr aus Stadtbergen ihren Auftritt bei "TVOG"

Anna Strohmayr aus Stadtbergen hat mit ihrer kräftigen Stimme die Jury von „The Voice of Germany“ begeistert. Die 23-jährige Studentin hatte auch zuvor schon Bühnenerfahrung. 
Bild: Marcus Merk

Plus Die Stadtbergerin Anna Strohmayr hat bei „The Voice of Germany“  die Jury begeistert. Sie erzählt, warum sie kurz vor ihrem Auftritt putzen musste.

Selbstbewusst steht Anna Strohmayr auf der Bühne, auf sie gerichtet sind hunderte Augenpaare und mehrere Kameras. Gespannt wartet das Publikum auf den ersten Ton der 23-Jährigen. Mit kräftiger Stimme beginnt sie, „Nothing Compares 2 you“ von Prince zu singen und löst sofort ein leises Raunen im Publikum aus. Anna Strohmayr aus Stadtbergen hat so die Jury als Kandidatin in der Fernsehsendung „The Voice of Germany“ überzeugt. Für sie geht die spannende Reise weiter.

In der Folge, die Ende September ausgestrahlt wurde, ist sie eine Runde weiter gekommen. Im Gespräch mit unserer Zeitung erzählt sie von ihren Erfahrungen. Wie lange sie noch in der Sendung dabei ist, bleibt aber ihr Geheimnis.

Im Café in Leitershofen, das Anna Strohmayr als Treffpunkt vorgeschlagen hat, steuert die 23-Jährige für das Interview auf ein gemütliches Ledersofa zu. Bühnenauftritte sind der Stadtbergerin nicht fremd. Sie hat in Augsburg das musische Gymnasium St. Stephan besucht und spielt seit rund vier Jahren mit Schulfreunden in der Augsburger Band „Hausnummer 13“. Dass sie sich Anfang des Jahres bei der Fernsehsendung beworben hat, hängt mit einem befreundeten Musiker zusammen, der sie motiviert hatte. „Ich wollte aus meiner Komfortzone raus und meine Musik auf größerer Bühne spielen“, sagt Anna Strohmayr, die seit vier Semestern an der Uni Augsburg Kunst- und Kulturgeschichte studiert.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Die ersten Castings waren schon im Januar

Unaufgeregt wirkt sie im Gespräch, als sie von dem langen Weg in die Sendung erzählt. Die ersten Castings fanden bereits zu Beginn des Jahres statt. „Viele nervöse Menschen haben vor Gesangslehrern und der Redaktion gesungen“, erinnert sich die 23-Jährige an die Anfänge. Drei Mal musste sie vorsingen, dann hatte sie überzeugt. Für das darauffolgende Casting, Anfang Mai in Berlin, musste sie erneut drei Lieder präsentieren. Wieder ist sie erfolgreich. Ob es tatsächlich für die Sendung gereicht hat, ist aber damals noch nicht klar. Eine nervenaufreibende Zeit folgte für die Studentin.

Nur rund 150 Teilnehmer schaffen es in die Blind Audition. Dort müssen sie vorsingen, während eine Jury aus vier bekannten Musikern mit dem Rücken zu ihnen sitzt und allein anhand der Stimme entscheidet, ob die Teilnehmer eine Runde weiterkommen. Haben sich mehrere Jurymitglieder umgedreht, wählt der Kandidat seinen Coach für die weiteren Runden. Nach den Blind Auditions folgen die „Battles“ und „Sing offs“. Dabei singen die Teilnehmer gegeneinander und müssen als Besserer hervorgehen. In jeder Folge kommen nur einige Talente weiter, bis im Finale der Gewinner von den Zuschauern gewählt wird.

Die Einladung zu den Blind Auditions kam überraschend

Auch Wochen später erinnert sich Anna Strohmayr noch lebhaft an die Ungewissheit, an das Warten auf eine Nachricht. „Die Redaktion hatte die Kontaktdaten meiner Familie und meiner Freunde, aber sie haben mir nichts gesagt.“ Jederzeit rechnete sie mit einem Anruf. „Meine Freunde haben mich an einem gewöhnlichen Dienstag gefragt, ob wir vor der Uni etwas trinken wollen“, sagt Strohmayr und muss ein wenig schmunzeln. „Ein Freund hat mich dann gefilmt, als der Moderator der Sendung bei mir angerufen hat, um mich zur Blind Audition einzuladen.“

Das Video sollte für die Sendung als Einspieler dienen. Ihre entspannte Reaktion auf die Neuigkeit machte der 23-Jährigen allerdings einen Strich durch die Rechnung. „Ich musste den Einspieler neu drehen, dieses Mal mit meiner Oma zusammen.“ Ihre 94-jährige Großmutter hörte damals die kräftige Singstimme ihrer Enkelin zum ersten Mal und war begeistert. „Ihre Reaktion schaffte es auf einem Video bis in die Sendung“, sagt Strohmayr und lacht. „Meine coole Oma.“

Profi-Musiker von „The Voice Of Germany“ sind auf Augenhöhe

Anfang Juli begannen die Aufzeichnungen für die Blind Auditions in Berlin. „Ich bin schon zwei, drei Tage vorher mit meinem Bruder und Freunden angereist“, sagt Strohmayr. Für sie folgten aufregende Tage in der Hauptstadt: „Wir haben mit der professionellen Band für die Sendung geprobt“ – eine Erfahrung, die die junge Musikerin überwältigt hat. „Wir durften zwei Mal zusammen proben.“ Besonders beeindruckte die junge Sängerin, dass die Profi-Musiker auf Augenhöhe mit ihr gearbeitet haben. Gesangstrainer haben den Teilnehmern zusätzliche Hinweise für den Auftritt gegeben. „Die Entspannungstipps haben mir sehr geholfen,“ sagt die 23-Jährige.

Aller Entspannungshilfe zum Trotz war sie kurz vor dem Auftritt sehr nervös. „Ich war die letzte, die auf die Bühne musste“, erzählt sie. „Um mich vorher abzulenken, habe ich sogar angefangen, den Wartebereich zu putzen.“ Als sie auf die Bühne getreten ist, sei dann alle Aufregung verflogen. „Ich hatte richtig Lust aufs Singen und spürte die Energie des Publikums“, sagt Strohmayr. Die Jury überzeugte sie jedenfalls mir ihrer selbstbewussten Art: Alle vier drehten sich für sie um.

Wie Anna Strohmayr in den Battles abgeschnitten hat, ist voraussichtlich in der Sendung am Donnerstag, 17. Oktober, auf ProSieben zu sehen.

  • Themen folgen

    Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

    Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

    Das könnte Sie auch interessieren