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Buch

24.11.2018

So fesch im Fasching

Zeitdokumente wie das Foto eines Faschingsumzugs mit dem Lehrerehepaar Schnieringer sind im neuen Band von „Biber-bachensis“ zu finden.
Bild: Aus dem Nachlass Schnieringer

Es gibt einen neuen Band rund um die Biberbacher Geschichte

Pünktlich vor Weihnachten serviert der Biberbacher Arbeitskreis Kultur und Geschichte zum dritten Mal spannende Ortsgeschichte und Geschichten unter dem Titel „Biberbachensis“. Bei der Vorstellung am 28. November um 19.30 Uhr im Gasthof Magg gibt es Leseproben und die druckfrischen Bücher können auch gleich mit nach Hause genommen werden.

Für Band drei haben die Macher wieder endlose Stunden in Archiven und Dachböden gestöbert, um den Schicksalen der Vorfahren auf die Spur zu kommen. Wie ein Krimi hört sich schon der Titel von Felix Gufflers Beitrag „Tote Mädchen lügen nicht“ an. Es geht um Waffengesetze, ein anscheinend in allen Jahrhunderten brisantes Thema. Den frühen Pappenheimern in Biberbach ist Monica Kühnel auf die Spur gekommen und Thomas Pfundner erzählt vom ehemaligen Vier-Wappenstein beim Zollhaus Eisenbrechtshofen. Auf über 200 Seiten finden sich viele Bilder, Berichte über Geschehnisse, aber auch Sagen aus dem Bibertal.

Eigentlich wollte der Arbeitskreis gleich eine ganze Ortschronik schreiben. Doch das dauert Jahre und so lange wollten die Forscher aus Leidenschaft ihr Publikum nicht warten lassen. Seit 2016 erscheint jeweils zum Jahresende ein Band mit neuen Funden, die später einmal zu einem Gesamtwerk zusammengefasst werden können.

Für die neueste Ausgabe haben Felix Guffler, Stephanie Justus, Theresa Kern, Monica Kühnel, Alois Pfaffenzeller und Heinz Kraus Verstärkung bekommen. Neu im festen Hobbyforscher-Team ist Annika Anderer. Als Mitarbeiter für den Band 2018 konnten Thomas Pfundner, Gerda Hinterreiter und Peter Roth gewonnen werden. Thomas Pfundner ist Pfarrer in Holzschwang und Spezialist für Steinkreuze und historische Grenzsteine in Bayerisch-Schwaben; Gerda Hinterreiter fand nach der Vertreibung aus dem Sudetenland in Biberbach eine neue Heimat und hielt ihre Erlebnisse für ihre Tochter fest. Das Manuskript lieferte die Vorlage für den Beitrag „Krieg, Vertreibung und Neuanfang.“ Dr. Peter Roth ist Akademischer Direktor für Latein und Griechisch an der Universität Augsburg. Er übersetzte aus Pfarrer Ginthers „Currus Israel“ aus dem Jahr 1717, einer theologischen Schrift, die auch als historische Quelle bedeutsam ist.

Vieles im neuen Buch dreht sich um den Ersten Weltkrieg. Denn „Erinnerung braucht nicht nur Zahlen und Namenslisten, sondern Menschen und ihre Erlebnisse“, ergab sich für Teamleiterin Monica Kühnel das Thema aus dem Kriegsende vor 100 Jahren. Schönere Zeiten werden im Kapitel „Damals – Heute“ aufgeschlagen. Auf Fotos, wie dem des Faschingsumzugs der Schule aus den 1960er-Jahren, wird sich der eine oder andere Besucher wehmütig erkennen.

Die Hefte sind am Abend der Buchvorstellung und danach im Rathaus, im Dorfladen, in Ediths Café und auf dem Biberbacher Weihnachtsmarkt zu haben.

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