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Dinkelscherben

05.10.2017

Vandalismus in der Kapelle: den Tätern auf der Spur

Nach einer Party war die Burgkapelle in Dinkelscherben verwüstet. Jetzt gibt es Hinweise auf die Täter. (Archivfoto)
Bild: Michael Kalb

Unbekannte haben die Burgkapelle in Dinkelscherben verwüstet. Der Bürgermeister gibt den Verdächtigen noch eine letzte Chance.

Leere Flaschen, Glasscherben, Chipsdosen, Zigarettenkippen, eine zerstörte Kerze, jede Menge Dreck – und das in einem Gotteshaus: Es war ein hässlicher Anblick, der sich da in der Burgkapelle bot. „Und es hat gestunken wie in einer Kneipe“, sagt Bürgermeister Edgar Kalb. Offensichtlich hatte jemand in der Kapelle oberhalb von Dinkelscherben eine Party gefeiert – und zwar zweimal kurz hintereinander (wir berichteten). Jetzt ist die Gemeinde den Tätern auf der Spur. Sie hat nach den Vorfällen auf eine Anzeige bei der Polizei verzichtet und sich stattdessen selbst auf die Suche gemacht. Nun hat Bürgermeister Edgar Kalb mehrere Namen von Verdächtigen – und gibt ihnen noch eine letzte Chance.

Das Entsetzen nach der Verwüstung im August war groß. Auf Facebook kommentierten die Nutzer unter anderem: „Bin zwar total anti Kirche, aber sowas ist einfach nur asozial.“ und „Kein Respekt vor fremdem Eigentum. Schlimm! Leidtragende sind Personen, die sich zu einer ruhigen Minute zurückziehen wollen und dann künftig wohl vor verschlossenen Türen stehen.“

So ist es nun tatsächlich: Seit den unschönen Vorfällen ist die Kapelle zugesperrt. So war es schon einmal, erinnert Bürgermeister Kalb. 2009 hatten Unbekannte mit Steinen die Scheiben der Kreuzwegstationen eingeworfen. Schaden: 5000 Euro, hieß es damals von der Polizei. Infolgedessen wurde auch die nahe Kapelle zugesperrt. „Aber es kommen dort eben viele Spaziergänger vorbei, die reinschauen wollen oder eine Minute verweilen“, sagt Kalb. Deshalb habe man die Kapelle vor einiger Zeit wieder aufgesperrt. Doch im Sommer gab es dann wieder Ärger. Auch wenn der materielle Schaden dieses Mal gering war. Doch die Frau, die das Kirchlein ehrenamtlich pflegt, solle ja auch nicht ständig den Partydreck wegputzen müssen. Also bleibt die Kapelle, die dem Markt gehört, vorübergehend zu.

Kalb hofft, dass er die Sache ohne die Polizei klären kann. Anzeige hat die Gemeinde nicht erstattet. Stattdessen hat sie im August selbst einen Zeugenaufruf gestartet und 500 Euro Belohnung ausgelobt. Die Veröffentlichung brachte eine große Aufmerksamkeit, besonders in den sozialen Netzwerken. Und tatsächlich meldeten sich einige Leute im Rathaus. Kalb kann nun einen ersten Ermittlungserfolg vermelden: Mehrere Zeugen hätten im Rathaus die gleichen Namen genannt, besonders aufschlussreich seien die Schilderungen zweier „Mitläufer“ gewesen. Die Gemeinde gibt den Tätern nun eine letzte Chance sich zu melden, bevor sie die Polizei einschaltet. Die mutmaßlichen Randalierer – laut Bürgermeister handelt es sich um junge Leute – haben einen Brief bekommen. Darin: die Aufforderung, sich im Rathaus zu erklären. Tauchen sie dort nicht auf, wird er die Namen zur Vernehmung an die Polizei melden, kündigt Kalb an. Er hofft aber weiterhin, dass es nicht so weit kommt: „Eine Anzeige bringt doch nur Ärger. Mir wäre es wichtiger, ins Gespräch zu kommen.“ Er wolle gerne wissen, was die Verantwortlichen motiviert, so etwas zu tun. „Groß bestrafen“ wolle er die Täter nicht. „Aber ein paar Stunden gemeinnützige Arbeit wären schon ein gutes Zeichen.“

Die Vorfälle in der Burgkapelle sind übrigens nicht die einzigen im Gemeindegebiet Dinkelscherben, sagt Bürgermeister Kalb. Auch am Bahnhof und auf Spielplätzen müsse man immer wieder Müll und Scherben wegräumen. Aber so schlimm wie in der Kapelle sei es noch nirgends gewesen. (manu, mick)

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Die Diskussion ist geschlossen.

06.10.2017

Der Herr Bürgermeister geht da einen falschen Weg. diese Randalierer sollte man bei der Polizei

melden damit sie eine gerechte Strafe bekommen ,nur mit einpaar Sozialstunden zu betrafen wie

es der Bürgermeister vorschlägt ist keine Abschreckung es nicht wieder zu tun. Diese Täter

gehören vor ein Gericht damit sie eine saftige Strafe bekommen. Wer der Gesellschaft einen

Schaden zufügt, soll auch dafür bezahlen.

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