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18.04.2018

Von guten Parkern und schlechten Parkern

Strafzettel der Verkehrsüberwachung sorgen in Adelsried für Ärger bei den Anwohnern.

Mit den ersten Strafzetteln in Adelsried gibt es auch die erste Kritik

Mit den ersten Strafzetteln gibt es nun auch die ersten Beschwerden an der kommunalen Verkehrsüberwachung, in der Adelsried Mitglied ist. Gemeinderat Thomas Ohnheiser (CSU) äußerte sich auf der vergangenen Gemeinderatssitzung kritisch, nachdem in der Straße „Am Kornfeld“ erste Bußgeldbescheide wegen Falschparken ausgestellt worden waren.

„Eine Politesse ging durch die verkehrsberuhigte Straße und hat Strafzettel verteilt, da dort keine ausgewiesenen Parkplätze auf der Straße sind“, erklärte Ohnheiser. Allerdings werde hier seit 25 Jahren so geparkt und es habe noch nie Probleme gegeben. Fahrzeuge wie die Müllabfuhr oder der Winterdienst kämen dort auch problemlos durch. Er schlug vor, einen Duldungsantrag für diese Straße zu stellen und dass sich die Verkehrsüberwachung künftig nur noch auf solche Straßen konzentrieren solle, die ursprünglich für die Überwachung angedacht wurden. Bürgermeisterin Erna Stegherr-Haußmann (SPD) erklärte auf Rückfrage unserer Zeitung: „Beschwerden in der Bürgerversammlung betrafen den Kohlstattweg, Kirchgasse und die Bushaltestelle in der Dillinger Straße. Weitere Beschwerden während des Jahres gab es aber auch für die Seehühle, Steigfeldstraße, Streitheimer Straße, Augsburger Straße, Tannenweg, Eichenstraße, Sandfeldstraße, Haldenweg und Oberes Sandfeld.“

Anton Rittel (FWG) teilte diese Ansicht nicht: „Das ist die Regel, und entweder wir machen die Verkehrsüberwachung oder nicht.“ Auch Bürgermeisterin Stegherr-Haußmann (SPD) stimmte ihm zu. Mit Ausnahmeregelungen „teilen wir in gute Bürger und schlechte Bürger“, meinte die Bürgermeisterin. Sie möchte Transparenz und Einheitlichkeit im Verfahren. Außerdem würde man bei der Genehmigung einer Ausnahme auch Raum für weitere Ausnahmen schaffen, so Rittel. Eine Lösung bezüglich der Parker, die dies schon seit Jahren so tun, wäre beispielsweise eine farbige Markierung von Parkplätzen auf der Straße. Laut Udo Rigorth (SPD) seien einige Anwohner selbst Teil des Problems, da diese beispielsweise in den Neubaugebieten die ausgewiesenen Besucherparkplätze selbst mit ihren Fahrzeugen oder Anhängern belegen würden.

Am Ende der Diskussion entschied das Gremium, eine Begehung mit dem Bauausschuss vor Ort zu machen. „Offensichtlich mit der Überlegung, ob und wo noch weitere Stellplätze ausgewiesen werden können“, so Bürgermeisterin Stegherr-Haußmann.

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