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Kreis Augsburg

13.04.2015

Wie ein Bürgerbus bald für viele Menschen eine Hilfe sein könnte

Der Bürgerbus ist das Aushängeschild des Bürgernetzes und bietet Hilfe beim Einkaufen und bei Besorgungsfahrten.
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Der Bürgerbus ist das Aushängeschild des Bürgernetzes und bietet Hilfe beim Einkaufen und bei Besorgungsfahrten.
Bild: Heike John

Mit dem neuen ehrenamtlichen Service in Dinkelscherben könnten die Ortsteile besser an den Hauptort angebunden werden. Noch ist aber nicht klar, nach wie der Service genau abläuft.

Die Idee ist schon seit Längerem präsent und wurde auch im Wahlkampf im vergangenen Jahr immer wieder angesprochen. Nun könnte sie auch umgesetzt werden. Die Rede ist von einem Bürgerbus.

Dabei handelt es sich um eine Buslinie, die den regulären Linienverkehr ergänzen soll. Ältere und gehbehinderte Menschen genauso wie Menschen ohne Auto, die beispielsweise größere Einkäufe erledigen wollen, könnten von dieser Idee profitieren. Gerade in den Ortsteilen Dinkelscherbens, wo es meist keine Geschäfte oder Arztpraxen gibt, wird die Idee eines Bürgerbusses sehr begrüßt. Ins Gespräch gebracht hatte ihn vor einigen Woche die SPD-Fraktion. Der neue Senioren-Beauftragte Franz Wiesenburger soll sich um das Thema kümmern.

Auf Anmeldung kommt der Bürgerbus

Wie der Bürgerbus funktionieren kann, erklärte die Fraktionsvorsitzende Annette Luckner jüngst in einem Interview: „Er fährt auf Anmeldung von der Haustür bis zum Arzt, Supermarkt und wieder zurück. Es gibt keinen Fahrplan, keine Haltestellen und keine geregelten Abfahrtszeiten, stattdessen höchste Flexibilität.

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Einen solchen Bürgerbus anzustoßen sollte in unser aller Interesse sein, denn der demografische Wandel macht auch vor unserer Gemeinde nicht halt, und das Mobilitätsproblem für ältere Menschen ist heute schon ein großes. Das betrifft auch Kinder und Jugendliche aus den Ortsteilen, die beispielsweise ins Freibad oder zum Sportgelände wollen.“

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat nun ein „Handbuch zur Planung flexibler Bedienungsformen im ÖPNV“ veröffentlicht. Auch der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg hat ein „Handbuch Bürgerbus“ herausgegeben. Beide Dokumente sind unter anderem auf der Gemeindeseite www.dinkelscherben.info zu finden und beschreiben detailliert mögliche Umsetzungsformen und Kriterien der sogenannten Bürgerbusse. Meistens wird ein Minibus mit acht Sitzplätzen verwendet, da dieser mit der normalen Führerscheinklasse B gefahren werden darf.

Ein Verein soll den Bürgerbus verwalten

Die Trägerschaft könnte ein eingetragener Verein übernehmen, der seine Tätigkeit mit der Kommune und einem Verkehrsunternehmen abstimmt. Dieses Unternehmen sollte mit der Projektbetreuung beauftragt sein. Der Verein plant die Routen und den Fahrplan des Bürgerbusses, regelt die Finanzierung von Bus und Betrieb, teilt Dienstpläne ein und rechnet mit den Fahrern das Fahrgeld ab.

Das Unternehmen betreut das Projekt und sorgt für die Wartung und die Reparatur des Busses. „Zwischen den ersten Gedanken an ein solches Projekt und seinem Start liegt eine Vielzahl von Arbeitsschritten“, heißt es vonseiten der Gemeinde. Nun sollen im ersten Schritt interessierte Bürger das Projekt initiieren.

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