Westheim

10.07.2019

Aus Frust wird Lust

Mit seinem österreichischen Partner Hermann Derler gewann Sepp Merk von der SpVgg Westheim bei der Senioren -Europameisterschaft in Budapest zum dritten Mal in Folge die Bronzemedaille im Doppel. 
Bild: J. Merk

Wie Sepp Merk bei der Europameisterschaft der Tischtennis-Senioren in Budapest zum dritten Mal in Folge Bronze im Doppel holt

Auf 3400 Spielerinnen und Spieler waren die Plätze bei Senioren-Europameisterschaften in Budapest in den Altersklassen (AK) über 40, 50, 60, 65, 70, 75, 80 und 85 bei den Männern und Frauen kontingentiert. Zwei Aktive aus dem Verbreitungsgebiet der AZ Augsburger Land konnten jeweils einen ergattern: Karin Kahl vom SC Biberbach und Sepp Merk von der SpVgg Westheim.

Karin Kahl startete in der AK 60 bei 115 Spielerinnen, die im Einzel in 29 Gruppen zu je vier Spielerinnen eingeteilt waren. Die Biberbacherin qualifizierte sich dort mit 2:1 Siegen als Gruppenzweite für die Hauptrunde und verfehlte dabei nur knapp den Gruppensieg hinter einer Kroatin, der sie 2:3 unterlag. In der im K.o.-System ausgetragenen Hauptrunde kam dann aber das unvermeidliche Aus gegen die gesetzte Ungarin Gabriella Iváskó. Da Kahl im Doppel in der jüngeren AK spielte, hingen die Trauben von vornherein zu hoch.

„Aus Frust wird Lust“ – so lässt sich die Gefühlswelt von Sepp Merk umschreiben. Denn es begann nicht gut für den ehemaligen Bundesligaspieler des Post SV Augsburg, der jetzt bei der SpVgg Westheim die Fäden zieht. In der AK 75 (180 Spieler) qualifizierte er sich mit 2:1 Siegen als Gruppenzweiter für die Hauptrunde. Dort verspielte Merk aber gegen einen Materialspieler aus Kroatien eine 2:0-Satzführung und zwei Matchbälle beim 11:13 im Entscheidungssatz. „Diese vorzeitige K.o. war umso bitterer, da meine Auslosung durchaus gute Chancen zum Weiterkommen bot“, ärgerte er sich.

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Neue Chance, neues Glück? Tags darauf ging Sepp Merk erstmals zusammen mit seinem österreichischen Partner Hermann Derler (TSV Neubiberg-Ottobrunn) an den start. Souverän eilten sie von Sieg zu Sieg, ehe sie das Spitzendoppel Haase/Dochtermann aus Baden-Württemberg mit 3:0 bezwangen und dann noch als Krönung in einem wahren Krimi über die aktuellen Deutschen Meister Fraunheim/Graul aus Sachsen mit einem 3:2 Sieg (15:13 im Entscheidungssatz) ins Semifinale vorstießen. Dort verloren sie zwar mit 1:3 (11:8, 6:11, 8:11, 8:11) gegen die WM-Dritten, die Gebrüder Horst und Jürgen Langer (ehemalige Bundesligastars vom TTV Metelen), hatten damit aber die Bronzemedaille gewonnen. Für Merk war es übrigens der dritte Gewinn der Bronzemedaille im Doppel hintereinander. Schon 2015 in Tampere und 2017 in Helsingborg hatte er dieses Edelmetall verliehen bekommen.

Nachdem die deutsch-österreichische Paarung so gut harmoniert hat, haben die beiden schon als nächstes Highlight die Senioren-Weltmeisterschaften 2020 in Bordeaux im Visier. Da lässt sich dann mit Sicherheit mit einer guten Flasche Wein auf weitere Erfolge anstoßen. (oli)

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